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Hunde barfen

Den Hund mit rohem Fleisch füttern - dieses Konzept basiert auf der Annahme, dass der Hundeorganismus rohes Fleisch besser verwerten kann als andere Futtermittel. Und wirft man einen Blick auf historische und natürliche Entwicklung von Hunden und darauf, welches Futter aktuell unseren Vierbeinern oft angeboten wird, dann ist die Annahme schlüssig.

Man nimmt an, dass sich Haushunde aus Wölfen entwickelt haben, die sich den Menschen angeschlossen haben. Anfangs haben sie sich von Abfällen ernährt, die beim Menschen "vom Tische gefallen" sind. Aus frisch geschlachteten oder erjagten Tieren gab es für den Hund Blut und andere Teile, die für Menschen uninteressant waren. Begleitend zur Mahlzeit der menschlichen Rudelmitglieder bekamen die Hunde zusätzlich Knochen. Nebenbei gingen sie selbst noch auf die Jagd nach Kaninchen, Ratten oder anderen Kleinsäugern. Man sieht also: für Hunde war ein abwechslungsreicher Speiseplan von Anbeginn selbstverständlich.

Bis zum Ende des 19. Jahrhunderts blieb das auch so. Dann jedoch kam das Hundefertigfutter auf den Markt, das die Hundefütterung grundlegend verändert hat: Hunde bekommen fast nur noch gegartes, püriertes oder getrocknetes Fleisch. Dazu steigt der Getreideanteil immer weiter an. Heute ist in etlichen Hundefutter-Sorten so viel Getreide versteckt, dass es für einen Fleischfresser, aber auch Omnivoren nicht mehr gesund sein kann. Zudem kann man durchaus kritisch hinterfragen: welche Nährstoffe können noch in einem ultrahocherhitztem, nicht verderblichen Futter enthalten sein?

Es ist nicht überraschend, dass etwa seit der Zeit der Einführung der Fertignahrungsmittel die Zivilisationskrankheiten bei Hunden ständig zunehmen: Allergien, Übergewicht und dessen Folgen, Zahnprobleme, Krebs, Arthrose usw. Unsere Vierbeiner rücken näher an uns und unser Zuhause heran, doch sie werden nicht gesünder. Das Gegenteil geschieht. Hier wollen wir mit dem Konzept des Hunde-Barfens gegensteuern.

Das Barf-Konzept

Die Abkürzung "Barf" geht auf dir Kanadierin Debbie Tripp zurück. Wörtlich übersetzt bedeutet Barf: born again raw feeders (wiedergeborene Rohfütterer). In Deutschland nennt man es aber meistens "biologisch artgerechtes rohes Futter", so dass das Kürzel gleich bleibt.

Die Grundlage des Barfens ist das Beutetierprinzip: eine Ratte beispielsweise liefert frisches Fleisch, Blut, darin enthaltene Mineralien, den Mageninhalt der Ratte und nicht zuletzt auch das Fell (das einen darmreinigen Effekt haben kann). Wie bereits eingangs erwähnt, sind Beutetiere und Frischfleisch heute aus der üblichen Hundeernährung so gut wie verschwunden. Einige Experten führen die zunehmenden Krankheiten neben der Überfütterung mit Getreide auf genau diesen Aspekt zurück. Tatsächlich zeigte sich in Studien und bei Tests von Hundehaltern wie Debbie Tripp, dass sich die gesundheitliche Situation chronisch kranker oder anfälliger Hunde durch die Fütterung von rohem Fleisch verbesserte.

Was wird im Rahmen der Barf-Ernährung gefüttert?

Barf besteht aus den Komponenten Muskelfleisch, Innereien und Knochen. Prozentual sollten sie so zusammengestellt sein, dass die Anteile einem Beutetier entsprechen. Zusätzlich bekommen die Hunde einen kleinen Teil Getreide- und Gemüseflocken (Mageninhalt des Beutetiers) und gegebenenfalls auch Nahrungsergänzungsmittel mit Vitaminen und Mineralien. Wenn man als Hundehalter unsicher ist im Hinblick auf die Zusammensetzung der Barf-Mahlzeit, kann man auf Kombi-Produkte zurückgreifen, die einen vollständige Mahlzeit bilden. Es gibt auch entsprechende Barf-Rezepte, die bei der Auswahl der richtigen Fütterung helfen.

Die Vorteile der Barf-Fütterung noch einmal im Überblick

  • Rohes Fleisch liefert mehr Mineralien und Vitamine
  • Ist der Natur nachempfunden und damit artgerecht
  • Der Hund muss mehr kauen und benutzt den Kiefer auf artgerechte Weise
  • Die Verdauung und der Stoffwechsel erfahren Entlastung