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Hundefutter Ratgeber

Nassfutter, Trockenfutter oder BARF?

Der Hund ist der beste Freund des Menschen. Entsprechend groß ist die Fürsorge ihm gegenüber. Der Familienhund bekommt ein festes Zuhause, eine Familie als Rudelersatz, einen weichen Schlafplatz und natürlich ausreichend zu fressen und viele Streicheleinheiten. Die Grundvoraussetzung für eine gute Gesundheit des Hundes ist adäquates Hundefutter. Dieses enthält im Idealfall ein ausgewogenes Verhältnis aus allen Komponenten, die ein Hund braucht. Doch was genau braucht der Hund eigentlich?

Hunde: Karnivoren mit flexiblen Fressgewohnheiten

Obwohl der Hund sich vielseitig ernährt und nicht ausschließlich Fleisch frisst, gilt er als Karnivor, also als Fleischfresser. Diese Eigenschaft hat er vom Wolf übernommen. Erlegt dieser ein Tier, wird es fast vollständig gefressen. Übrig bleiben oft nur ein wenig Fell und größere Knochen. Über den Mageninhalt seiner Beute nimmt der Wolf auch pflanzliche Nahrung auf. Gelingt es ihm nicht, ein Tier zu erlegen, kommt er vorübergehend auch mit Wurzeln, Nüssen oder Gräsern aus. Dennoch ist er in erster Linie Fleischfresser, was auch für seinem nahen Verwandten, dem Hund gilt. Gutes Hundefutter berücksichtigt dies und beinhaltet hauptsächlich Fleisch. Dass der Hund vor allem ein Fleischfresser ist, zeigt sich am Gebiss und am Verdauungstrakt.

Hunde haben das Gebiss eines Karnivoren

Das Gebiss des Hundes ist typisch für einen Fleischfresser. Ist es vollständig ausgebildet, verfügt es über 42 Zähne, die verschiedene Funktionen erfüllen. Es gibt

  • Fangzähne,
  • Reißzähne und
  • Schneidezähne.

Bei den Fangzähnen handelt es sich um spitze Eckzähne, die dazu dienen, Beute zu ergreifen und festzuhalten. Die Backenzähne des Hundes erfüllen die Funktion von Reißzähnen. Große Fleischstücke werden damit zerkleinert, wobei das Futter nicht gemahlen, sondern gerade durchgebissen wird. Grund hierfür ist, dass das Kiefergelenk des Hundes kaum seitliche Kaubewegungen zulässt. Mit den scharfen Schneidezähnen löst der Hund Fleischreste vom Knochen. Ideales Hundefutter sollte also dem besonderen Gebiss des Hundes Rechnung tragen.

Hundefutter: Nährstoffquelle Beutetier
Hundefutter: Nährstoffquelle Beutetier

Der Hundemagen ist auf Fleischverdauung eingestellt

Auch die Verdauung zeigt, dass Fleisch für den Hund das ideale Futter ist. Hundespeichel ist verhältnismäßig zäh und dient eher als Gleitmittel für den Nahrungstransport. Verdauungsenzyme sind hier nicht enthalten. Im Vergleich zu Pflanzenfressern ist der Hundemagen sehr groß. In Relation zum Körpergewicht ist der Magen eines Hundes etwa achtmal so groß wie der eines Pferdes. Um das Hundefutter zu verarbeiten, ist der Anteil an Salzsäure im Magen gegenüber dem Menschen zehnmal höher. Ist Nahrung im Magen enthalten, liegt der pH-Wert des Hundemagens bei unter 1, beim Menschen bei etwa 4 bis 5. Fleisch dient beim Hund als Schlüsselreiz für die Produktion von Verdauungssäften. Die Verdauung ist im Vergleich zu Pflanzenfressern deutlich schneller. In maximal 24 Stunden sind Fleisch und Knochen vollständig verwertet. Bei Pflanzenfressern kann dies vier bis fünf Tage dauern.

Hundefutter von der Stange – Vor- und Nachteile

Obwohl der Hund ein Fleischfresser ist, haben sich in den vergangenen Jahrzehnten verschiedene Fertigfutter für Hunde etabliert. Diese Hundefutter haben oft wenig mit den natürlichen Bedürfnissen des Hundes gemein. Gängige industriell gefertigte Hundefutter gibt es entweder als Nass- oder als Trockenfutter. Nassfutter enthält einen sehr hohen Wasseranteil, der sich aus den enthaltenen Zutaten ergibt. Unterschieden wird zwischen Alleinfuttermitteln und Vollfleischdosen. Ein Alleinfutter enthält alles, was der Hund benötigt, es müssen keine weiteren Komponenten hinzugefügt werden. Vollfleischdosen liefern lediglich eine bestimmte Fleischsorte. Für eine abwechslungsreiche Ernährung müssen Knochen, Gemüse oder Innereien zugegeben werden.

Woran erkennt man gutes Dosenfutter?

Ein gutes Hundefutter ist Beutetieren nachempfunden. Ein natürlicher Mix enthält also eine gute Mischung aus Muskelfleisch, Innereien, Knochen, Mägen, Obst und Gemüse sowie Mineralien. Ein geringer Anteil an aufgeschlossenem Getreide kann enthalten sein, auch wenn der Hund dies eigentlich nicht benötigt und nur schlecht bis gar nicht verwerten kann. Um die Qualität des Hundefutters beurteilen zu können, hilft ein Blick auf die Zutatenliste. Leider ist diese bei vielen Herstellern sehr ungenau gehalten. Enthält ein Futter beispielsweise "40 Prozent Pute", muss das nicht unbedingt gutes Putenfleisch sein. Auch Federn, Krallen, Schnäbel und andere Reste zählen hierzu. Sind "40 Prozent Putenbrust" enthalten, handelt es sich hingegen tatsächlich um das genannte Fleisch. Ein gutes Dosenfutter erkennt der Hundehalter an folgenden Werten:

  • Proteingehalt zwischen 12 und 14 Prozent (Vollfleischdosen 17-24 Prozent)
  • Feuchtigkeitsgehalt von ca. 70 Prozent
  • Fettgehalt zwischen 8 und 10 Prozent
  • Rohascheanteil von ca. 1,3 Prozent
  • Rohfaseranteil unter 1 Prozent

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Enthält das Dosenfutter alle notwendigen Komponenten, ist es als Hundefutter gut geeignet und kann auch dauerhaft gegeben werden. Bei gebarften Hunden kann Nassfutter vorübergehend, zum Beispiel im Urlaub, eine sinnvolle Alternative zur Rohfütterung sein.

Trockenfutter: Praktische Brocken für jeden Tag?

Trockenfutter bezeichnet in Pellet- oder Krokettenform gepresstes Futter mit einem Wasseranteil von maximal 14 Prozent. Von extrudiertem Hundefutter spricht man, wenn die Rohmasse aller Zutaten in einem Extruder unter Druck in Krokettenform gebracht und anschließend gebacken wurde. Für die bessere Akzeptanz und die ausreichende Ausgewogenheit werden die fertigen Kroketten mit einer fettigen Lösung besprüht, die Vitamine und Nährstoffe enthalten kann. Anschließend wird das Futter getrocknet, bis der Wassergehalt unter 14 Prozent gesunken ist. Ein Vorteil dieser Methode ist, dass beim Erhitzen die Kohlehydrate des enthaltenen Getreides aufgespalten und damit leichter verdaulich werden. Beim sogenannten kaltgepressten Futter werden die Zutaten zu Mehl gemahlen, anschließend mit kaltem Wasser besprüht und danach durch eine Matrize gedrückt. Durch das Wasser verkleben die gemahlenen Zutaten und es entstehen einheitliche Pellets. Alle Nährstoffe sind bereits enthalten, sodass auf das Besprühen mit Nährstoffen verzichtet werden kann. Befürworter dieser Methode sehen in den geringen Temperaturen für das Pressen einen Vorteil, weil Vitamine und Nährstoffe enthalten bleiben. Die niedrigen Temperaturen beziehen sich jedoch nur auf das Pressverfahren.

Trockenfutter entspricht nicht dem natürlichen Fressverhalten von Hunden

Trockenfutter hat für den Hundehalter einige Vorteile. Es ist vergleichsweise günstig, lange haltbar, leicht zu dosieren und lässt sich gut lagern. Für den Hund ist Trockenfutter jedoch weit entfernt von dem, was er in der Natur zu fressen findet. Bei einem guten Trockenfutter ist der Fleischgehalt am höchsten. Wichtig dabei ist, dass der Fleischanteil in der Trockenmasse hoch ist. Viele Hersteller geben zwar einen hohen Wert an, dieser bezieht sich jedoch auf das Fleisch vor der Verarbeitung. Nach dem Trocknen ist der Anteil dann deutlich geringer. Viele Trockenfutter haben einen hohen Getreideanteil. Durch das Erhitzen können Hunde diesen im Hundefutter zwar verarbeiten, für die Ernährung eines Fleischfressers ist Getreide jedoch wenig geeignet. Oft sind die Getreidemengen nach Sorten sortiert. So steht das Getreide nicht als Hauptzutat an erster Stelle. Rechnet man jedoch alle Getreideanteile zusammen, wird es schnell zum Hauptbestandteil eines Hundefutters.

BARF ist eine gesunde Alternative zu fertigem Hundefutter

Eine gute Möglichkeit, Hundefutter individuell zusammenzustellen, ist BARF. Dies ist ein Akronym für "biologisch artgerechte Rohfütterung". Die Grundlage dieser Fütterungsform ist rohes Fleisch. Die Anteile des Futters orientieren sich daran, was der Hund in freier Wildbahn zu sich nehmen würde. Gefüttert werden Fleisch, Knochen, Innereien, Blut, aber auch Obst, Gemüse und Milchprodukte. Ergänzt wird das Futter durch hochwertige Öle. Immer mehr Menschen probieren das Barfen aus und stellen fest, dass es ihrem Hund sehr gut tut. Für das Barfen spricht, dass der Hund noch immer dieselben Bedürfnisse hat wie der Wolf. Aus evolutionstheoretischer Sicht benötigt ein Organismus für eine vollständige Änderung des Ernährungsmusters etwa 10.000 Jahre. Fertigfutter gibt es seit etwa 60 Jahren. Diese Zeitspanne reicht nicht aus, um den Hund zum Hundefutter-Esser zu machen. Mit frischem Fleisch und anderen rohen Komponenten können Hundehalter ganz leicht auf besondere Anforderungen ihres Hundes eingehen. Ob eine trächtige Hündin einen erhöhten Eiweißbedarf hat oder ein sportlich geführter Hund ein besonders energiereiches Hundefutter benötigt – mit BARF lässt sich dies individuell anpassen.

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Rohes Fleisch birgt keine hygienischen Risiken für Hunde

Oft haben Hundehalter Bedenken, ob sie ihrem Hund mit BARF wirklich gerecht werden können. Die Einschätzung der richtigen Futtermenge und die optimale Zusammensetzung fällt vielen BARF-Anfängern schwer. Auch wird immer wieder davor gewarnt, dass rohes Fleisch und Knochen Schadstoffe oder Krankheitserreger enthalten, die dem Hund schaden können. Beide Sorgen sind unbegründet. Bei der Rohfütterung ist es nicht relevant, ob jede Mahlzeit ausgewogen ist. Vielmehr kommt es darauf an, dass das Futter allgemein ausgewogen ist. Bekommt ein Hund an einem Tag nur Fleisch und Knochen, können zusätzliche Vitamine und Eiweiße über Gemüse, Obst und Milchprodukte an einem anderen Tag ausgeglichen werden. Wie oben beschrieben, ist der Verdauungstrakt des Hundes auf Fleisch eingestellt. Der hohe Anteil an Magensäure vernichtet eventuelle Schadstoffe, sodass für den Hund keine Gefahr besteht.

Vorteile der Rohfütterung

  • Der typische Hundegeruch wird weniger.
  • Der Hund hat weniger Parasiten.
  • Der Kotabsatz reduziert sich.
  • Die Muskulatur wird gestärkt.
  • Es tritt kein Zahnstein mehr auf.
  • Bänder und Sehnen werden stärker.
  • Das Risiko von Magendrehungen verringert sich.
  • Das Hundefell glänzt und ist gesund.
  • Auf Allergien und Unverträglichkeiten kann schnell reagiert werden.

Wieviel BARF braucht der Hund?

Was genau der eigene Hund braucht, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Grundsätzlich beträgt die Tagesration an Futter etwa drei Prozent des Körpergewichts. Ein 30-Kilo-Hund bekommt also täglich etwa 900 Gramm Futter. 75-90 Prozent davon sollten aus Fleisch, Knochen und Innereien bestehen. Der Rest ist Gemüse, eventuell Getreide oder Milchprodukte. Für den Hund ist es ideal, wenn er große Brocken zu fressen bekommt. Dies regt die Verdauung an und ist gut für die Zahnpflege. Gemüse und Obst sollten püriert werden, um die Zellwände aufzuspalten. Hierfür fehlen Hunden die entsprechenden Enzyme. Um dem Hund den Umstieg von fertigem Hundefutter auf rohes Fleisch zu erleichtern, kann das Fleisch anfangs leicht gedünstet werden. Die meisten Hunde gewöhnen sich jedoch schnell an das neue Futter und vertragen es problemlos. Weitere Tipps findest Du in unserem Online Ratgeber BARF Rezepte

Vorteile von BARF
Infografik: Vorteile von BARF