Was genau ist BARF für Hunde? Wie barfe ich richtig, und worauf muss ich achten, damit mein Hund alle Nährstoffe bekommt, die er braucht?

In diesem umfassenden Beitrag findest Du die Antworten darauf und noch viel mehr. 

Wir geben Dir hilfreiche Fütterungsanleitungen an die Hand, beantworten häufige Fragen und räumen mit Gerüchten und Missverständnissen rund um die Rohfütterung auf.

BARFER’S Napf mit einzelnen BARF-Zutaten – Fleischstücke, Innereien, Knochen und pflanzliche Komponenten für artgerechte Hunde-und Katzenernährung

BARF: Bedeutung

BARF bzw. Barfen steht für die Rohfütterung von verschiedenen Tieren. 

Der Begriff stammt ursprünglich aus den USA und war zunächst ein Kurzwort für „born again raw feeders“, also „wiedergeborene Rohfütterer“. 

Hierbei wurde auch auf den ideologischen Aspekt dieser Fütterungsform eingegangen. 

Eine weitere Bedeutung ist „bones and raw food" - Knochen und rohes Futter, was die Hauptkomponenten beim Barfen umschreibt. 

In Deutschland hat sich die Langform „biologisch artgerechte Rohfütterung“ durchgesetzt.

  • Wichtig: Du möchtest Deine Katze barfen?

    Obwohl Barfen für Katzen und Hunde geeignet ist, sind die Bedürfnisse der beiden Spezies unterschiedlich.

    Deshalb haben wir in diesem Artikel ausschließlich das Thema Hunde Barfen behandeln. Hier findest Du alle Infos zum Thema Katze Barfen.

Rohes Fleisch für Hunde

Das Barfen orientiert sich an der Ernährung wildlebender, fleischfressender Tiere. 

Die wichtigsten Bestandteile sind deshalb Fleisch, Knochen und Innereien. 

Ergänzt werden sie durch geringe Mengen Obst und Gemüse, die den Mageninhalt kleinerer Beutetiere nachbilden.

Wie bei der Nahrungsaufnahme in freier Natur wird alles roh gefüttert. Gekochtes Fleisch landet nur in Ausnahmefällen im Napf. 

Damit ist BARF eine gesunde Alternative zu herkömmlichem Trockenfutter, denn es berücksichtigt die natürlichen Bedürfnisse des Caniden und kommt ohne künstliche Zusätze aus.

Exkurs Canide: Der Begriff leitet sich vom lateinischen „canis“ für Hund ab. In der Zoologie bezeichnet man die Familie der Hunde als Caniden oder Canidae. 

Neben dem Haushund zählen dazu vor allem sein Stammvater, der Wolf, sowie Schakale, Füchse und Kojoten.

Barfen ist keine neue Erfindung. Schon in der Steinzeit bekamen Hunde die Reste der erlegten Beutetiere, und vielerorts füttert man Caniden bis heute mit Innereien, Küchenabfällen und anderen tierischen Resten. 

Trotzdem erlebt BARF gerade einen echten Aufschwung, weil immer mehr Hundehalter Wert auf eine naturnahe Fütterung legen. 

Für viele steht dabei im Mittelpunkt, selbst bestimmen zu können, was im Napf landet.

Die Wende kam Mitte des 20. Jahrhunderts, als die Industrie eine Marktlücke entdeckte: Aus nicht mehr verwertbarem Getreide und günstigen Schlachtabfällen entstand industrielles Trockenfutter. 

Im Laufe der Jahre wurde es immer weiter verfeinert und mit Geschmacks- und Aromastoffen angereichert, sodass heute zahlreiche wohlklingende Sorten im Handel sind. 

Auf deren Zusammensetzung hat der Hundehalter allerdings keinen Einfluss. Die Fleischanteile sind oft von minderer Qualität, und auch künstliche Zusatzstoffe zur Appetitanregung können enthalten sein.

Barfen für den Hund - so geht's!

  • Du bist BARF-Einsteiger oder bereits ein eingefleischter Profi? Nichts desto trotz gibt es für Dich immer noch Herausforderungen? 

    Dann nehmen wir Dich gern als kompetenter Ratgeber an die Hand und zeigen Dir, wie einfach, gesund und vorteilhaft BARF ist.

    Barfen für Hunde ist viel leichter als Du denkst. Alles, was Du dafür benötigst, ist ein ehrliches Interesse an der gesunden und artgerechten Ernährung Deines Hundes. 

    Und ein freies Tiefkühlfach, um das Futter für Deinen Liebling zu lagern. Dann kannst Du sofort loslegen.

    Die ideale Aufteilung eines artgerechten BARF-Menüs beläuft sich auf einem Fleischanteil von 80% und einem Gemüseanteil von 20%, wahlweise kann die Aufteilung auch in einem 70/30-Verhältnis erfolgen. 

    Eine detaillierte Übersicht haben wir hier für Dich erstellt. 

  • Die Aufteilung

     45-50% Muskelfleisch (liefert Mineralien und Fette, Wasser, Vitamine und Proteine). Das Muskelfleisch kann ein mal pro Woche durch Fisch ersetzt werden.

    15-20% aus Blättermagen und Pansen von Wiederkäuern (meist wird hier Rinderpansen genutzt)

    10-15% RFK (rohe fleischige Knochen sind ein natürlicher Mineralienlieferant)

    10-15% Innereien enthalten eine Vielzahl an Vitaminen, Eisen, Biotin und Kupfer. Vor allem Leber, Nieren und Milz sind Hauptbestandteile. Herz und Lunge werden auch gerne verwendet.

    20% Obst und Gemüse: wie bereits erwähnt, sollte dieses Verhältnis in einer BARF-Mahlzeit bei 1:3 liegen. 

    Obst und Gemüse versorgen Deinen Hund neben den notwendigen Ballaststoffen auch mit wertvollen Antioxidantien. Äpfel und Blaubeeren sowie Karotten und Salat sind hier beliebte Sorten.

    Supplemente: ganz individuell werden zusätzlich noch wertvolle Mineralien wie Seealgenmehl (Jodversorgung), Dorschlebertran (Vitamin D) und Omega-3-Öle (Fettsäurenausgleich) hinzugefügt.

  • Einfacher als gedacht

    Barfen ist wirklich einfach: Du brauchst weder einen Lehrgang noch eine eigene Hundefutterküche. 

    Für den Einstieg bieten sich unsere DLG-zertifizierten Komplettmenüs an, diese brauchst Du lediglich aufzutauen und die Menge für Deinen Hund abzuwiegen.

    Es gibt sie für Junghunde, erwachsene Hunde sowie ältere Hunde ab 7 Jahren.  

  • Was bei der Knochenfütterung zu beachten ist

    Große Knorpel und Knochen sollten dem Hund nicht direkt zu Beginn der Rohfleischfütterung gegeben werden. 

    Hat sich sein Verdauungssystem erst einmal ans Barfen gewöhnt, ist es am besten, mit weichen Knochen und Knorpeln zu beginnen. 

    Beim BARF für Anfänger eignen sich beispielsweise Hühnerhälse oder Kalbsknorpel hervorragend.

    Nach und nach kann der Hund auch an größere Knochen wie Lammrippen herangeführt werden. 

  • Kleine Hunde Barfen

    Kleine Hunde können genauso gebarft werden wie große – nur in kleineren Mengen. Entscheidend ist eine vollwertige Ernährung mit allen wichtigen Nährstoffen. Praktische BARF-Würfel sind dabei eine ideale Unterstützung. Hier erfährst Du mehr zum Thema Kleine Hunde Barfen.

Ist BARFEN gesund?

Rund um das Thema BARF tauchen immer wieder dieselben Fragen auf. 

Deckt die artgerechte Fütterung den Nährstoffbedarf Deines Hundes wirklich ab? 

Und steigt durch rohes Fleisch das Risiko bakterieller Infektionen? 

Diese und viele weitere Fragen beantworten wir Dir im Folgenden.

BARF orientiert sich am Beutetier eines Raubtieres und entspricht damit der natürlichen Ernährung von Carnivoren. 

Die Nährstoffe liegen in natürlicher Form vor und sind dadurch leicht verdaulich. 

Gleichzeitig unterstützt BARF das Immunsystem auf zweifache Weise, denn es stärkt die Abwehrkräfte und trainiert sie zugleich.

Wenn Du das BARF-Futter nach dem BARF-Prinzip ausgewogen zusammenstellst, ist Dein Hund rundum gut versorgt und Du beugst einem Nährstoffmangel wirksam vor.

Fertigfutter im Vergleich zu BARF

Die meisten Fertig-Hundefutter enthalten wenig von dem, was ein Fleischfresser hauptsächlich bekommen sollte, nämlich Fleisch. 

Vielmehr wird ein hoher Eiweißgehalt oft durch einen hohen Getreideanteil erzeugt. 

Doch wie auch beim menschlichen Organismus ist pflanzliches Eiweiß viel schwerer zu verstoffwechseln, weshalb tierischem Eiweiß der Vorzug gegeben werden sollte.

Hinzu kommt, dass die Qualität der Zutaten von Fertigfutter oft zu wünschen übrig lässt. 

Denn verarbeitet wird, was bei der Produktion menschlicher Nahrung übrig bleibt. Bei den "tierischen Nebenerzeugnissen", die auf vielen Fertigfutterpackungen zu finden sind, sind dies zum Beispiel Fell, Hufe, Krallen, Federn und Schnäbel. 

Auch das Getreide ist oft von minderwertiger Qualität. 

Zwar werden im Laufe des Herstellungsprozesses alle Keime abgetötet, die dieser Mix enthalten könnte, dabei bleiben jedoch auch Vitamine und Nährstoffe weitgehend auf der Strecke. 

Dadurch wird das Futter steril.

Für das Immunsystem des Hundes ist es jedoch wichtig, dass es gefordert wird, um widerstandsfähig zu bleiben. 

Beim Barfen wird häufig kritisiert, dass frisches Fleisch eine hohe Keimdichte enthalten könnte. Genau dies ist jedoch wichtig, um den Organismus des Hundes zu stärken.

Einfach für Deinen Vierbeiner

BARF für Anfänger

Du bist BARF-Anfänger? Dann findest Du hier konkrete Anleitungen, wichtige Hintergründe und wertvolle Tipps rund ums Barfen.

Immer mehr Hundehalter entdecken die Vorteile der Rohfütterung für sich. BARF ist artgerecht, abwechslungsreich und natürlich und kann so einen wichtigen Beitrag dazu leisten, dass Dein Hund langfristig fit und gesund bleibt.

Die meisten Hunde bekommen allerdings nicht schon als Welpe Frischfleisch, sondern werden erst später umgestellt. 

Dabei lassen sich Welpen bereits ab der 5. Lebenswoche langsam an BARF gewöhnen. Egal, wie alt Dein Hund ist: Der Einstieg ins Barfen ist nicht kompliziert, wenn Du ein paar einfache Regeln beachtest.

Gesunde Hunde können in der Regel direkt auf BARF umgestellt werden. Hat Dein Hund eine empfindliche Verdauung, solltest Du die Umstellung dagegen Schritt für Schritt über mehrere Wochen gestalten.

BARF-Futter für Hund und Katze – Napf mit frischem Fleisch, Gemüse und Beeren als artgerechte Mahlzeit

Dein Einstieg

Für einen guten und unkomplizierten Einstieg in das Barfen eignet sich unsere BARF Probierpakete für Hunde. 

Sie enthält unsere gewolften Komplett-Mixe für Hunde, die als Alleinfuttermittel alles enthalten, was Dein Hund benötigt. Die Zusammensetzung ist dabei nach dem BARF-Prinzip zusammengestellt.

Zusätzlich erhältst Du als Neukunde einen gratis BARF-Guide, eine Frischhaltedose, einen Überraschungssnack sowie bis zu 20 % Rabatt!

Barfen für Anfänger ist dadurch einfach wie nie. 

Nahaufnahme eines schwarz-weißen Hundes, der den Betrachter mit großen Augen und leicht herausgestreckter Zungenspitze ansieht

Langsam an das Frischfleisch gewöhnen

Für den Einstieg ins Barfen eignet sich gewolftes Fleisch, zum Beispiel vom Rind, am besten. 

Mit großen Fleischbrocken können viele Hunde anfangs noch nicht viel anfangen. 

Starte deshalb mit unseren gewolften Produkten, gehe dann zu klein geschnittenem Fleisch über und biete größere Stücke erst später an.

Leber und Niere solltest Du in der Anfangsphase dagegen nur sparsam füttern, egal ob Dein Hund von Anfang an gebarft wird oder von anderem Futter umsteigt.

BARFER’S Probierpaket

Wie viel BARF pro Tag?

Kein Hund gleicht dem anderen, und genauso individuell ist auch die passende BARF-Menge. 

Wie viel Futter Dein Vierbeiner für eine artgerechte und ausgewogene Ernährung braucht, hängt vor allem von seinem Alter, seinem Gewicht und seinem Aktivitätslevel ab.

Berechnet wird die tägliche Futtermenge als Prozentsatz des aktuellen Körpergewichts. 

Wie hoch dieser Prozentsatz ausfällt, richtet sich unter anderem danach, ob Du einen Welpen, einen erwachsenen Hund oder einen Senior zuhause hast. 

Denn jede Lebensphase bringt ihre eigenen Besonderheiten bei der Fütterung mit sich.

Damit Du nicht selbst rechnen musst, kannst Du unseren BARF-Rechner nutzen. Gib einfach die Daten Deines Hundes ein und Du erhältst in wenigen Schritten die passende Futtermenge.

Wie oft BARF am Tag?

Wie die Futtermenge hängt auch die Zahl der Mahlzeiten von individuellen Faktoren ab. 

Je nach Hund kann sie zwischen einer und vier Portionen am Tag liegen.

Eine Studie des Dog Aging Project aus dem Jahr 2022 (Hinweis die Studie ist auf Englisch verfasst) hat bei erwachsenen Hunden einen Zusammenhang zwischen einmaliger Fütterung am Tag und einem besseren Gesundheitszustand festgestellt. 

Ob die seltenere Fütterung tatsächlich die Ursache dafür ist, lässt sich daraus allerdings noch nicht ableiten.

Für jeden Hund passt eine einzige Mahlzeit am Tag ohnehin nicht. 

Große Rassen mit tiefem Brustkorb wie Neufundländer, Deutsche Schäferhunde, Boxer oder Doggen haben ein erhöhtes Risiko für eine Magendrehung.

Eine große Futtermenge auf einmal gilt dabei als begünstigender Faktor. 

Bei diesen Hunden ist es sinnvoll, die Tagesmenge auf mindestens zwei Mahlzeiten zu verteilen. 

Das gilt auch für Welpen, Senioren und Hunde mit einem hohen Futterbedarf, denn kleinere Portionen entlasten die Verdauung.

BARF für jedes Alter

  • BARF für Welpen

    Welpen lassen sich in der Regel gut und schnell an die artgerechte Rohfütterung gewöhnen. 

    Wurde Dein Welpe schon beim Züchter gebarft, kannst Du einfach mit rohem Fleisch weitermachen. Andernfalls stellst Du ihn behutsam auf BARF um.

    Da sich Welpen im Wachstum befinden, haben sie einen höheren Energiebedarf als erwachsene Hunde. 

    Die tägliche Futtermenge liegt deshalb bei 5 bis 7 % des aktuellen Körpergewichts. Welpen großer Rassen bekommen dabei prozentual etwas weniger als Welpen kleiner Rassen.

    Eine ausgewogene BARF-Mahlzeit besteht zu 80 % aus tierischen Bestandteilen wie Muskelfleisch, Innereien und rohen fleischigen Knochen. 

    Die übrigen 20 % entfallen auf Obst und Gemüse, wobei Gemüse mit etwa 70 % den größeren Anteil ausmacht. Ergänzt wird das Ganze durch wertvolle Zusätze wie Öle und Mineralien.

    Mehr zum Welpen barfen lesen
  • BARF für erwachsene Hunde

    Wie viel ein erwachsener Hund braucht, hängt vor allem von seinem Aktivitätslevel ab. 

    Als Faustregel kannst Du Dich an 2 bis 4 % seines aktuellen Körpergewichts orientieren.

    Sehr aktive Hunde haben einen höheren Energiebedarf. 

    Da Fett beim Barfen die wichtigste Energiequelle ist, kannst Du ihnen zusätzlich eine tierische Fettquelle füttern oder auf fettreicheres Muskelfleisch zurückgreifen. 

    Je nach Aktivität sollte der Fettanteil im Muskelfleisch zwischen 15 und 25 % liegen.

    Bei Knochen gilt: Blanke Knochen ohne Fleisch solltest Du vermeiden. Besser geeignet sind rohe fleischige Knochen, die neben Kalzium auch Fleisch und Knorpel liefern.

  • BARF für Senioren

    Ist Dein Hund im Seniorenalter, hat er schon so manches Abenteuer hinter sich. 

    Oft lässt mit den Jahren auch der Bewegungsdrang nach, und damit sinkt sein Energiebedarf. 

    Die Futtermenge kannst Du deshalb auf 2 bis 3 % des aktuellen Körpergewichts reduzieren.

    Achte dabei darauf, Deinen Senior nicht zu überfüttern. 

    Zusätzliche Pfunde belasten das Herz-Kreislauf-System und den Bewegungsapparat und können sein allgemeines Wohlbefinden spürbar einschränken.

    Auch die Zähne sind im Alter nicht mehr immer so belastbar. Biete Deinem Hund dann lieber weichere rohe fleischige Knochen an, damit er weiterhin ausreichend Kalzium bekommt. 

    Kann er gar keine Knochen mehr kauen, greifst Du auf gewolfte Knochen oder eine Ergänzung wie Knochenmehl zurück.

    Mehr zum Senioren barfen lesen
  • BARF für trächtige Hündinnen

    In den ersten drei Wochen der Trächtigkeit braucht Deine Hündin noch nicht mehr Futter als sonst. 

    Umso wichtiger ist jetzt die Qualität, denn sie muss, auch im Sinne der Welpen, besonders sorgfältig mit Mineralstoffen, Vitaminen, Spurenelementen und essenziellen Fettsäuren versorgt werden.

    Ab der vierten Woche werden die Embryonen über die Blutgefäße der Mutter mitversorgt. 

    Jetzt kannst Du die Futtermenge um bis zu 10 % erhöhen. Behalte dabei aber ihr Gewicht im Blick, denn Übergewicht kann bei der Geburt zu Komplikationen führen.

    Ab der fünften Trächtigkeitswoche steigt vor allem der Eiweißbedarf. 

    Der Eiweißanteil sollte dann um 40 bis 70 % erhöht werden, am besten mit Produkten, deren Eiweiß sich besonders gut verwerten lässt, zum Beispiel Rindermuskelfleisch. 

    In dieser Phase ähnelt der Bedarf Deiner Hündin dem eines Welpen, weshalb sich auch unser Junior Komplett-Mix gut für sie eignet.

    Mehr zu BARF für trächtige Hündinnen lesen

Die Berechnung der Futtermenge

Für das ausgewogene Barfen des Hundes muss vor allem der Fleischanteil im Hundefutternapf ausreichend hoch sein. 

Dabei soll es nicht nur pures Fleisch sein, auch fleischige Knochen und Innereien sind für den täglichen Bedarf an Nährstoffen wichtig. 

Ausgehend von einer Futtermenge, die 3 Prozent des Körpergewichts entspricht, bekommt ein Deutscher Schäferhund mit einem Durchschnittsgewicht von 35 Kilogramm täglich ca. 1050 Gramm Futter. 

Bei einem Beagle mit 14 Kilogramm Körpergewicht werden täglich etwa 420 Gramm gefüttert. 

Der Rest des BARF-Hundefutters setzt sich aus Obst & Gemüse, Eiern und bis zu 5% Milchprodukten zusammen. 

Dabei darf gerne Abwechslung im Napf herrschen: Sowohl die Fleischsorten als auch die sonstigen Bestandteile können nach Belieben und Geschmack variiert werden, um eine artgerechte Ernährung sicherzustellen.

BARF nimmt Rücksicht auf den individuellen Bedarf

Beim Barfen kann die Futtermenge leicht an den individuellen Bedarf des Hundes angepasst werden. Nicht für alle Hunde eignet sich die Berechnung der Futtermenge ausschließlich anhand des Körpergewichts.

Besonders aktive Rassen wie Border Collie oder Jack Russell Terrier benötigen mehr Energie als beispielsweise ein träger Neufundländer oder eine ältere Dogge.

Auch eine Kastration kann den Futterbedarf verändern. Da viele Hunde durch die Hormonumstellung nach einer Kastration zur Gewichtszunahme neigen, kann hier einfach reagiert werden, indem entweder die Gesamtfuttermenge reduziert oder einfach der Gemüseanteil erhöht wird.

BARF ist eine sehr flexible und artgerechte Ernährung, die individuell an die Bedürfnisse des Hundes angepasst werden kann.

Haltbarkeit von BARF

Prinzipiell ist es kein Problem, aufgetaute Ware auch wieder einzufrieren. Viele eingefleischte Barfer wenden diese Methode an, da sie das Futter so besser portionieren können. 

Das Futter kannst Du auch ganz schonend im Kühlschrank über Nacht auftauen lassen. Die aufgetaute Ware hält sich im Kühlschrank bei 4°C maximal 1-2 Tage. 

Bis dahin solltest Du das BARF-Futter auf jeden Fall verbraucht haben. 

Ebenfalls gilt, dass Du darauf achten kannst, ob die Ware verdorben riecht oder ob die Pakete aufgequollen sind, dann solltest Du diese auf keinen Fall mehr verfüttern.

BARFER’S Napf mit einzelnen BARF-Zutaten – Fleischstücke, Innereien, Knochen und pflanzliche Komponenten für artgerechte Hunde-und Katzenernährung

Was kostet BARF?

Dass BARF teuer ist, gehört zu einem der weit verbreitetsten Missverständnisse, dabei ist es preislich vergleichbar mit hochwertigem Trocken- oder Dosenfutter. 

Da beim Barfen die Nährstoffe optimal aufgenommen werden können, verringert sich zudem die Futtermenge, welches sich ebenfalls positiv auf die Kosten auswirkt. 

Zudem unterstützt die artgerechte BARF-Ernährung die Gesundheit Deines Tieres, sodass Du ggf. einige Tierarztbesuche vermeiden kannst. 

Hund wird draußen mit einem BARFER’S Snack direkt aus der Hand gefüttert, Nahaufnahme

Was halten Tierärzte von BARF?

Viele Tierärzte stehen BARF kritisch gegenüber und halten die Rohfütterung sogar für gesundheitsschädlich. Für Hundehalter ist das verständlicherweise verunsichernd.

Ein Grund dafür ist, dass sich die meisten Veterinäre nie im Detail mit BARF beschäftigt haben.

In ihrem Studium ist Ernährung oft kein Pflichtfach, und so sieht sich laut einer Befragung die Hälfte der Tierärzte nicht in der Lage, eine kompetente Ernährungsberatung anzubieten. 

82 % haben außerdem noch nie eine Fortbildung zum Thema Ernährung besucht.

Die Skepsis gegenüber BARF beruht also häufig nicht auf schlechten Erfahrungen, sondern auf fehlendem Fachwissen in diesem Bereich. 

Das ist kein Vorwurf, denn die meisten Tierärzte sind schlicht nicht auf Ernährung spezialisiert. 

Wenn Du fundierte Unterstützung beim Barfen suchst, wendest Du Dich deshalb am besten an einen zertifizierten BARF-Ernährungsberater.

Tierarzt mit Klemmbrett im Gespräch mit einer Hundehalterin, deren Golden Retriever entspannt auf dem Behandlungstisch liegt

Vorteile von BARF für den Hund

Wer möchte nicht genau wissen, was im Napf seines Vierbeiners landet, in welcher Zusammensetzung und mit welchen Nährstoffen für ein gesundes, langes Leben? 

Genau hier liegt einer der größten Vorteile von BARF.

Beim Barfen bestimmst Du selbst, was Dein Hund bekommt. 

Ändern sich die Bedürfnisse Deines Hundes, kannst Du den Speiseplan jederzeit anpassen. 

So lassen sich Allergien, Fellwechsel, Stress, Krankheiten, das Alter oder eine Trächtigkeit gezielt berücksichtigt. Und natürlich dürfen auch die Vorlieben Deines Hundes mitbestimmen.

Auch für Welpen ist BARF geeignet. Eine ausgewogene Rohfütterung unterstützt die gesunde Entwicklung von Bewegungsapparat und Immunsystem, weil der junge Organismus nicht mit unnötigen Futterbestandteilen belastet wird.

Viele BARF-Halter beobachten außerdem, dass ihr Hund weniger Kot absetzt. 

Da BARF ohne unnötige Füllstoffe auskommt, wird das Futter sehr gut verwertet, und es bleibt weniger übrig, was ausgeschieden werden muss. 

Häufig berichten Halter auch von einem ausgeglicheneren Hund, dichterem und glänzenderem Fell sowie einem geringeren Eigengeruch.

Und der Preis? Da sich BARF-Zutaten gut einfrieren lassen, kannst Du größere Mengen günstiger einkaufen und flexibel auf Angebote reagieren. 

Wer es noch bequemer mag, greift direkt auf Frostfutter zurück. Mit saisonalem Obst und Gemüse ist Barfen dann nicht teurer als ein hochwertiges Dosen- oder Trockenfutter.

Zusammenfassung

  • Das Futter kann jederzeit an die Bedürfnisse des Hundes angepasst werden.

  • Der Organismus des Tieres wird von künstlichen Zusätzen und Getreide verschont.

  • Die Tiere sind fitter, agiler, gesünder, ruhiger, gelassener.

  • Das Fell und die Haut wird positiv unterstützt, sodass es dicht und seidig ist.

  • Der Eigengeruch ist deutlich geringer.

  • Das Immunsystem ist stärker.

  • Die Muskulatur und Bänder des Tieres sind kräftiger.

  • Welpen leiden nicht/selten unter Wachstumsproblemen.

  • Hunde leiden deutlich weniger an Parasitenbefall.

  • Oft sind nur wenige Tierarztbesuche erforderlich.

  • Barfen ist im Vergleich zu hochwertigem Dosenfutter meist günstiger.

Wie gefährlich ist BARFEN?

Ein weit verbreiteter Mythos ist, dass das Barfen Gefahren mit sich bringt. 

Sei es in Form von zu hoher Keim- oder bakterieller Belastung, aber auch, dass der Vierbeiner aufgrund einer falschen Futterzusammenstellung gegebenenfalls Mangelerscheinungen erleiden könnte. 

Wir räumen mit diesen Vorurteilen auf!

BARF-Missverständnisse

In der Welt des Barfens sind Vorurteile immer noch weit verbreitet. Wir von BARFER'S schauen uns die größten Missverständnisse an und liefern Dir eine entscheidende Erklärung, welche folgende Missverständnisse aus dem Weg räumt.

BARF macht Hunde aggressiv

Dieses Gerücht hält sich hartnäckig, ist aber unbegründet. Es gibt keine Belege dafür, dass rohes Fleisch einen Hund aggressiv macht. Viele BARF-Halter erleben sogar eher das Gegenteil: Weil der Organismus nicht mit unnötigen Futterbestandteilen belastet wird, wirken ihre Hunde oft entspannter und ausgeglichener.

Durch rohes Fleisch bekommen Hunde Würmer

Das Risiko ist geringer, als viele denken. In Muskelfleisch und Innereien aus kontrollierter Schlachtung finden sich in der Regel keine infektiösen Wurmstadien. Zusätzlich macht das Tiefkühlen bei mindestens minus 18 Grad die meisten Parasiten unschädlich. Rohes Schweinefleisch gehört allerdings grundsätzlich nicht in den Napf.

Rohes Fleisch ist eine Salmonellengefahr

Salmonellen können in rohem Fleisch vorkommen, für gesunde Hunde stellen sie aber selten ein Problem dar. Ihre stark saure Magensäure macht die meisten Keime unschädlich, bevor sie Schaden anrichten können. Wichtiger ist die Hygiene in Deiner Küche. Wasche Dir nach dem Zubereiten gründlich die Hände, reinige Arbeitsflächen, Schneidebrett und Napf und taue das Fleisch im Kühlschrank auf. Dann ist der Umgang mit rohem Fleisch genauso sicher wie beim Zubereiten Deines eigenen Essens.

Barfen ist teuer

Nicht unbedingt. Im Vergleich mit einem hochwertigen Trockenfutter liegt Barfen preislich oft auf einem ähnlichen Niveau. Wer saisonales Gemüse nutzt, größere Mengen einfriert und auf Angebote achtet, kann die Kosten zusätzlich senken. Hinzu kommt, dass Du genau weißt, wofür Du bezahlst. Statt Füllstoffen landen hochwertige Zutaten im Napf, die Dein Hund sehr gut verwerten kann.

Barfen ist kompliziert

Zugegeben, am Anfang ist Barfen etwas aufwendiger, als eine Futterdose aus dem Zooladen zu öffnen. Hast Du Dich aber einmal eingelesen, wird es schnell zur Routine. Du weißt dann, welche Bestandteile Dein Hund in welchem Verhältnis braucht, und stellst daraus seine Mahlzeiten zusammen. Wer es noch einfacher mag, greift auf BARF-Komplett-Mixe zurück, die bereits alle Bestandteile im richtigen Verhältnis enthalten.

Barfen ist ein Trend

BARF hat sich in den letzten Jahren zu einem echten Trend entwickelt, und wir sind überzeugt, dass daraus ein Dauerbrenner wird. Viele Menschen achten heute bewusster auf ihre eigene Ernährung und stellen sich deshalb auch die Frage, was eigentlich im Napf ihres Hundes landet. Da sich BARF ganz individuell zusammenstellen lässt, ist es besonders für Allergiker oder Hunde mit besonderen Bedürfnissen eine interessante Option.

Barfen führt zu Nährstoffmangel

Ein Nährstoffmangel entsteht beim Barfen nicht, solange Du die Mahlzeiten ausgewogen nach dem BARF-Prinzip zusammenstellst. Da das Futter unverarbeitet in den Napf kommt, liegen die Nährstoffe zudem in ihrer natürlichen Form vor. Entscheidend ist vor allem die richtige Zusammensetzung, denn wer einzelne Bestandteile wie Knochen oder Innereien dauerhaft weglässt, riskiert tatsächlich Versorgungslücken.

Autor

Nele Marie Ott
Nele Marie OttZertifizierte BARF-Ernährungsberaterin


Nele ist zertifizierte BARF-Ernährungsberaterin der THP-Schule (nach Swanie Simon) und begeisterte BARFerin – ihr Tierschutzhund Archie, ein Terriermischling, hat sie 2023 dazu gebracht.


Nach ihrem Abschluss Anfang 2024 befasst sich Nele mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zuhause.

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