Veränderte Bedürfnisse im Alter: Was der Körper jetzt braucht
Stoffwechsel und Energiebedarf
Der Stoffwechsel verlangsamt sich im Alter – das ist bei Hund und Katze gleichermaßen der Fall. Geringere Aktivität, ein höherer Anteil kastrierter Tiere und ein sinkender Muskelmasseanteil führen dazu, dass der Energiebedarf insgesamt abnimmt.
Eine unverändert kalorienreiche Ration kann deshalb schnell zu Übergewicht führen, das sich wiederum negativ auf Gelenke, Herz und Lebenserwartung auswirkt.
Die Anpassung sollte aber immer individuell erfolgen: Aktive Senior-Hunde haben einen völlig anderen Bedarf als ein Hund, der kaum noch läuft.
Protein – mehr, nicht weniger
Ein weit verbreiteter Irrtum: Ältere Tiere brauchen weniger Eiweiß. Das stimmt so nicht. Der Proteinbedarf bleibt im Alter mindestens gleich – und steigt tendenziell sogar an, weil die Proteinsynthese nachlässt und der Proteinumsatz im Körper zunimmt.
Eine Reduktion der Eiweißzufuhr ist nur bei bestimmten Erkrankungen wie Niereninsuffizienz angezeigt – nicht generell bei Senioren. Gleichzeitig gilt: Zu viel Protein ist auch nicht sinnvoll, denn es verhindert keinen Muskelabbau und belastet den Stoffwechsel unnötig.
Entscheidend ist vor allem die Qualität der Proteinquellen: Hochwertiges Muskelfleisch mit einer guten Aminosäurezusammensetzung belastet Leber und Niere deutlich weniger als schwer verdauliche Proteine aus bindegewebsreichem Fleisch. Letztere sollten im Alter nach Möglichkeit durch hochwertiges Muskelfleisch ersetzt werden.
Omega-3-Fettsäuren: Jetzt besonders wichtig
Im Alter nehmen stille Entzündungsprozesse im Körper zu – in Gelenken, Gefäßen, Gehirn. Omega-3-Fettsäuren, insbesondere EPA und DHA, wirken diesen Prozessen entgegen und unterstützen gleichzeitig Herz, Nieren, Immunsystem und kognitive Funktion.
Die Empfehlung: Die Ölmenge in der BARF-Ration etwas erhöhen. Unser Lachsöl oder das Basis-Öl 3-6-9 eignen sich dafür besonders gut. Wer auf den Komplett-Mix Senior setzt, profitiert direkt von der enthaltenen Kombination aus Lachsöl, Leinöl und Dorschlebertran – alle drei Öle gemeinsam decken ein breites Fettsäurespektrum ab.
Zink und Antioxidantien: Zellschutz im Alter
Auch Zink gewinnt im Alter an Bedeutung, denn es spielt eine wichtige Rolle für Haut, Fell und Immunsystem. Gute natürliche Zinkquellen sind Leber, Muskelfleisch und Knochen. Diese sollten in einer ausgewogenen BARF-Ration ohnehin enthalten sein.
In unserem Komplett-Mix Senior wird der Zinkbedarf Deines alten Hundes über die Rinderleber, das Muskelfleisch sowie das Kalbsbrustbein abgedeckt.
Wenn Du die Ration selbst zusammenstellt, solltest Du auf eine entsprechend ausgewogene Zusammenstellung dieser Komponenten achten.
Vitamine und Mineralstoffe anpassen
Ältere Hunde und Katzen reagieren empfindlicher auf sehr hohe Vitamin-A-Dosen. Das bedeutet nicht, dass Lebertran im Alter grundsätzlich tabu ist - in kleinen Mengen, wie er in unserem Komplett-Mix Senior enthalten ist, ist er weiterhin unbedenklich. Wer selbst portioniert, sollte die Menge im Blick behalten und die Vitamin-D-Versorgung alternativ über fettreichen Fisch sicherstellen.
Für die Versorgung mit B-Vitaminen – die für Zellfunktion und Nervensystem im Alter besonders wichtig sind – eignen sich hochwertige Innereien wie Leber und Niere hervorragend, da diese natürliche B-Vitamin-Lieferanten sind und in einer ausgewogenen BARF-Ration ohnehin enthalten sein sollten.
B-Vitamine unterstützen im Alter nicht nur Zellfunktion und Nervensystem, sondern spielen auch für die Gehirngesundheit eine Rolle. Wer selbst portioniert, kann die Versorgung zusätzlich über unsere Basismineralien Senior sicherstellen, die B-Vitamine aus Bierhefe enthalten.
Barfen alter Hund: So passt Du die Ration an
Beim Barfen eines alten Hundes kommt es vor allem auf diese Punkte an:
Fettmenge kontrollieren: Viele ältere Hunde vertragen fettreiche Mahlzeiten schlechter, was sich in weichem Kot oder Verdauungsproblemen äußern kann. Mageres Muskelfleisch und eine reduzierte Menge Zusatzfett sind oft hilfreicher als eine komplette Futterumstellung.
Zeichnet sich eine Gewichtszunahme ab, lohnt sich zunächst der Blick auf Snacks und Kauartikel – sie liefern oft viele Kalorien, aber wenig Nährstoffe und lassen sich leicht reduzieren, bevor an der Hauptration selbst etwas verändert wird.
Knochen im Blick behalten: Die nachlassende Darmmotilität und reduzierte Magensäure können dazu führen, dass harte rohe fleischige Knochen (RFK) im Alter nicht mehr gut vertragen werden. Wenn das der Fall ist, sind gewolfte Knochen oder ein geeignetes Calciumpräparat – zum Beispiel Knochenmehl – die bessere Wahl.
Schwer verdauliche Zutaten reduzieren: Stark bindegewebsreiche Fleischteile können im Alter schlechter vertragen werden und zu weichem Kot oder Blähungen führen. Hochwertiges Muskelfleisch ist hier die verträglichere Wahl.
Bindegewebsärmere Innereien wie Herz, Lunge oder Niere sind in der Regel weiterhin gut bekömmlich. Grüner Blättermagen ist zwar ein Pansenprodukt, enthält aber deutlich weniger grobes Bindegewebe als grüner Pansen – in kleinen Mengen wird er von den meisten Senioren gut vertragen.
Trockenkauartikel streichen: Getrocknete Schweineohren oder ähnliche Produkte liefern viel Energie, aber wenig verwertbare Nährstoffe und sind wegen ihres hohen Bindegewebsanteils schwer verdaulich. Sie sollten bei Senior-Hunden aus der Ration gestrichen werden.
Fertiglösung: Unser Komplett-Mix Senior Rind & Huhn ist speziell auf die Bedürfnisse älterer Hunde abgestimmt. Die Rezeptur setzt auf leicht verdauliche Proteinquellen wie Hühner- und Rindfleisch sowie Hühnermagen, ergänzt durch einen moderaten Anteil an grünem Rinderblättermagen – der aufgrund seines geringen Bindegewebsanteils auch von Senioren gut vertragen wird.
Dazu kommen Süßkartoffel als sanfte Energiequelle, ein hochwertiges Öl-Trio aus Lein-, Lachs- und Dorschlebertran sowie Seealgenmehl für die Jodversorgung. Wer selbst portioniert, kann ergänzend unsere Basismineralien Senior und Collagen zur Unterstützung von Gelenken und Bindegewebe einsetzen.