Nein, normale Kuhmilch ist für die meisten erwachsenen Katzen kein geeignetes Getränk.
Das liegt daran, dass sie nach dem Abstillen die Fähigkeit verlieren, Laktose zu verdauen, und das kann zu Blähungen, Durchfall oder Erbrechen führen.
Wasser bleibt für Katzen jeden Alters das wichtigste und einzig notwendige Getränk.
Warum Katzen Milch schlecht vertragen
Kätzchen trinken in den ersten Lebenswochen Muttermilch, die alle wichtigen Nährstoffe liefert.
Mit zunehmendem Alter nimmt die Produktion des Enzyms Laktase ab, das für die Aufspaltung von Milchzucker notwendig ist.
Ohne ausreichend Laktase gelangt die Laktose unverdaut in den Dickdarm, dort kann sie Blähungen, Durchfall oder Erbrechen auslösen.
Wie stark die Reaktion ausfällt, ist von Katze zu Katze unterschiedlich, das Risiko besteht aber grundsätzlich bei jeder ausgewachsenen Katze.
Welche Milchsorten sind für Katzen eher geeignet, welche nicht?
Eher geeignet, nur gelegentlich und in kleinen Mengen:
- Laktosefreie Kuhmilch, industriell von der Laktose befreit
- Speziell hergestellte Katzenmilch aus dem Zoofachhandel
Nicht geeignet:
- Normale Kuhmilch, zu viel Laktose
- Ziegen- und Schafmilch, enthalten zwar etwas weniger Laktose als Kuhmilch, sind aber weiterhin schwer verdaulich und zusätzlich sehr fettreich
- Kondensmilch, stark konzentriert, dadurch besonders viel Laktose, Fett und oft zusätzlich Zucker
- Pflanzliche Alternativen wie Kokos-, Mandel- oder Sojamilch, für Katzen ernährungsphysiologisch nicht sinnvoll und oft mit Zucker versetzt
Auch laktosefreie Milch oder spezielle Katzenmilch sollten nicht öfter als ein- bis zweimal pro Woche und nur in kleinen Mengen angeboten werden, sie sind kein Ersatz für Wasser, sondern ein gelegentliches Extra.
Tipp: Bei Käse gilt eine ganz ähnliche Logik, auch hier kommt es stark auf die Sorte an.