Ja, Katzen dürfen Paprika essen, allerdings nur reife, rote, orange oder gelbe Paprika, in kleinen Mengen und nur gelegentlich.


Grüne, unreife Paprika solltest Du dagegen meiden.


Paprika liefert Vitamin A und C, ersetzt aber keinesfalls die proteinreiche Fleischernährung Deiner Katze.

Warum die Paprika-Farbe eine Rolle für Katzen spielt

Paprika gehört zur Familie der Nachtschattengewächse, genau wie Tomaten, Auberginen und Kartoffeln.


Diese Pflanzenfamilie bildet Solanin, einen sekundären Pflanzenstoff, der bei Katzen Magen-Darm-Beschwerden auslösen kann.


Der Solaningehalt sinkt mit zunehmender Reife deutlich, deshalb ist reife, rote, orange oder gelbe Paprika die bessere Wahl, während grüne, unreife Paprika gemieden werden sollte.

Worauf Du bei der Fütterung achten musst

Biete Paprika immer frisch, roh oder ohne Gewürze und Fett gedünstet an, nie gewürzt, gesalzen oder aus einem fertigen Gericht.


Entferne vor dem Füttern Strunk, Kerne und die weißen Trennwände im Inneren, sie sind schwer verdaulich. Schneide die Paprika in kleine, mundgerechte Stücke, damit Deine Katze sich nicht verschluckt.


Gefüllte Paprika oder Paprikagerichte vom eigenen Teller sind tabu, sie enthalten häufig Zwiebeln, Knoblauch, Salz oder andere Zutaten, die für Katzen ungeeignet oder giftig sind.

Rote Paprika wird auf einem Schneidebrett in Streifen geschnitten

Wie viel Paprika verträgt Deine Katze?

Ein kleines Stück Paprika ein- bis zweimal pro Woche ist eine unbedenkliche Abwechslung.


Teste beim ersten Mal nur ein winziges Stückchen und beobachte, wie Deine Katze reagiert, manche Katzen vertragen rohes Gemüse schlechter und kommen mit einer gedünsteten Variante besser zurecht.

Paprika in der BARF-Fütterung für Katzen

Paprika ist keine klassische BARF-Zutat, in kleinen Mengen und reif spricht als gelegentlicher Snack aber nichts dagegen.


Als festen Bestandteil der pflanzlichen Komponente eignen sich Gemüsesorten wie Karotte oder Kürbis besser, sie sind unkomplizierter in der Handhabung und werden von den meisten Katzen besser vertragen.

Fazit

Paprika ist für Katzen nicht giftig, aber auch kein notwendiger Bestandteil der Ernährung.


Reife, rote oder orange Paprika kann in kleinen Mengen und gelegentlich eine willkommene Abwechslung sein, grüne, unreife Paprika solltest Du dagegen meiden.


Entferne immer Strunk, Kerne und Trennwände, und verzichte auf gewürzte oder verarbeitete Varianten.

Autor

Nele Marie Ott
Nele Marie OttZertifizierte BARF-Ernährungsberaterin


Nele ist zertifizierte BARF-Ernährungsberaterin der THP-Schule (nach Swanie Simon) und begeisterte BARFerin – ihr Tierschutzhund Archie, ein Terriermischling, hat sie 2023 dazu gebracht.


Nach ihrem Abschluss Anfang 2024 befasst sich Nele mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zuhause.

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