Die Antwort ist eindeutig: Ja, Hunde dürfen Fisch essen, und für viele Hunde ist er eine ausgezeichnete Ergänzung ihrer Ernährung. Besonders im Rahmen einer BARF-Ernährung (Biologisch Artgerechte Rohfütterung) kann Fisch eine gesunde und nahrhafte Abwechslung zum Fleisch darstellen. Allerdings gibt es einige Punkte, die Du beachten solltest, wenn Du Deinem Hund Fisch fütterst.
Dürfen Hunde Fisch essen? Alles, was Du wissen musst
Fisch ist eine wertvolle Nahrungsquelle, die reich an essentiellen Nährstoffen ist. Viele Hundehalter fragen sich, ob sie Fisch in die Ernährung ihrer Hunde integrieren dürfen.
Vorteile von Fisch in der Hundeernährung
Fisch bietet zahlreiche gesundheitliche Vorteile für Hunde und sollte aufgrund seiner Nährstoffdichte regelmäßig in kleinen Mengen auf den Speiseplan kommen:
1. Vitamin D Quelle
Fisch wird in der BARF Ernährung unteranderem zur Deckung des Vitamin D Bedarfs eingesetzt. Jedoch ist Fisch nur optional und kann auch durch Lebertran ersetzt werden. Wenn Fisch gefüttert wird, sollte dieser einmal pro Woche den Muskelfleischanteil der Mahlzeit ersetzen.
Da der Fisch zur Deckung des Vitamin D Bedarfs eingesetzt wird, sollten Fische wie Hering, Sardelle, Seeforelle, Sprotte, Lachs und Forelle verwendet werden, da diese einen hohen Vitamin D Gehalt haben.
2. Reich an Omega-3-Fettsäuren
Fisch ist eine der besten Quellen für Omega-3-Fettsäuren, die für Hunde zahlreiche gesundheitliche Vorteile bieten.
Diese Fettsäuren wirken entzündungshemmend, unterstützen die Gelenkgesundheit und sorgen für ein glänzendes Fell und gesunde Haut. Omega-3-Fettsäuren sind zudem gut für das Herz-Kreislauf-System und können das Immunsystem Deines Hundes stärken.
Dennoch sind die im Fisch enthaltenen Omega-3 Fettsäuren nicht ausreichend, um das Fettsäurenverhältnis zwischen Omega-3 und Omega-6 Fettsäuren auszugleichen. Hierzu benötigst Du Öle mit konzentrierten Omega-3 Fettsäuren wie zum Beispiel Lachsöl.
3. Hochwertiges Protein
Fisch enthält hochwertiges tierisches Protein, das für Hunde leicht verdaulich ist. Protein ist entscheidend für den Muskelaufbau und die allgemeine Gesundheit Deines Hundes. Besonders für Hunde, die aktiv sind oder sich in der Genesung von Krankheiten befinden, kann Fisch eine wertvolle Proteinquelle sein.
4. Essentielle Vitamine und Mineralstoffe
Fisch ist reich an Vitaminen und Mineralstoffen wie Vitamin D und A, Jod und Natrium, die wichtige Funktionen im Körper Deines Hundes erfüllen. Vitamin D spielt eine Schlüsselrolle für die Knochengesundheit, während Jod für die Schilddrüsenfunktion wichtig ist.
Darf mein Hund Fisch essen?
Welcher Fisch ist für Hunde geeignet?
Nicht jeder Fisch ist für Hunde gleich gut geeignet. Es gibt Fischarten, die besonders gesund sind, während andere eher vermieden werden sollten. Hier ist ein Überblick:
Lachs
Reich an Omega-3-Fettsäuren und leicht verdaulich. Lachs kann roh oder gekocht gefüttert werden, ist jedoch in roher Form nur geeignet, wenn er tiefgefroren war, um Parasiten abzutöten.
Sprotten
Sprotten sind kalziumreiche, kleine Fische, die eine gute Quelle für Omega-3-Fettsäuren sind. Sie eignen sich hervorragend für die Hundeernährung und können roh oder gekocht gefüttert werden. Dank ihrer weichen Gräten liefern sie sicher Kalzium und fördern die Gelenk- und Fellgesundheit.
Hering
Hering ist reich an gesunden Fetten wie Omega-3 und enthält wichtige Nährstoffe wie Vitamin D und Jod. Dieser Fisch kann ebenfalls roh oder gekocht gefüttert werden und ist eine gute Kalziumquelle, besonders, wenn er mit Gräten angeboten wird.
Makrele
Diese fettreiche Fischart liefert viele Omega-3-Fettsäuren und ist besonders gut für die Herzgesundheit.
Sardinen
Sardinen sind klein, kalziumreich und haben einen hohen Anteil an gesunden Fetten. Sie sind eine ausgezeichnete Ergänzung zur Hundeernährung und können sowohl roh als auch gekocht gefüttert werden.
Forelle
Forellen sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und eignen sich als leicht verdauliche Fischart für Hunde.
Hinweis: Das Garen ist ausschließlich bei Fischfilets zu empfehlen. Gräten – ebenso wie Knochen – dürfen nicht erhitzt verfüttert werden, da sie durch das Erhitzen ihre Elastizität verlieren und splittern können. Ganze Fische sind daher entweder ungeeignet zum Garen oder müssen vorab sorgfältig von Gräten befreit werden.
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Fischarten, die Du Deinem Hund besser nicht fütterst
Thunfisch
Aufgrund des potenziell hohen Gehalts an Schwermetallen wie Quecksilber sollte Thunfisch nur in sehr geringen Mengen gefüttert werden.
Roher Süßwasserfisch
Dieser kann Parasiten wie Nematoden enthalten, die dem Hund schaden können. Roher Fisch sollte vor dem Füttern immer tiefgefroren oder gekocht werden.
Fisch roh, gekocht oder getrocknet füttern?
Fisch kann auf verschiedene Arten zubereitet werden, je nachdem, welche Präferenz Du und Dein Hund haben. Hier sind die Vor- und Nachteile der verschiedenen Methoden:
Roher Fisch
Im Rahmen einer BARF-Ernährung ist roher Fisch eine nahrhafte Ergänzung, die besonders reich an Nährstoffen bleibt, da sie nicht durch das Kochen verloren gehen.
Allerdings sollte roher Fisch vor der Fütterung mindestens 24 Stunden tiefgefroren werden, um mögliche Parasiten abzutöten. Einige Fische, wie Lachs, sind in roher Form eine ausgezeichnete Wahl, sofern die Hygiene beachtet wird.
Gekochter Fisch
Gekochter Fisch ist eine sichere Alternative, wenn du keinen rohen Fisch füttern möchtest. Beim Kochen bleiben die meisten Nährstoffe erhalten, und der Fisch wird leichter verdaulich. Achte darauf, den Fisch ohne Gewürze, Salz oder Öle zu kochen.
Getrockneter Fisch
Getrockneter Fisch ist eine praktische und nahrhafte Option, die als Leckerli oder Ergänzung zur Hauptmahlzeit gegeben werden kann. Achte darauf, dass der getrocknete Fisch naturbelassen ist und keine Konservierungsstoffe oder Salz enthält.
Fisch in der BARF-Ernährung
Im Rahmen der BARF-Ernährung kann Fisch eine wertvolle Ergänzung zu Fleisch sein, um die Vielfalt und den Nährstoffgehalt der Ernährung Deines Hundes zu steigern. Da Hunde Karni-Omnivore sind, sollte der Großteil ihrer Nahrung aus tierischen Proteinen bestehen, und Fisch kann hier eine hervorragende Quelle sein.
In der BARF-Ernährung wird Fisch in der Regel roh gefüttert, um alle Nährstoffe zu erhalten. Achte dabei darauf, Fischarten zu wählen, die reich an Vitamin-D sind, und vermeide Fischarten, die zu viele Schwermetalle enthalten.
Wie oft darf ein Hund Fisch essen?
Fisch kann 1 Mal pro Woche gefüttert werden und stellt so eine gute Ergänzung zu einer fleischbasierten Ernährung dar. Er kann als Hauptmahlzeit oder als Ergänzung zu einer Fleischration dienen, je nach Vorliebe Deines Hundes und den Nährstoffanforderungen.
Beim Barfen ersetzt man 1x pro Woche das Muskelfleisch gegen Fisch, um den Vitamin-D Bedarf zu decken. Solltest Du das nicht wollen, musst Du Dorschlebertran als Vitamin-D-Quelle füttern.
Rezept: BARF-Napf mit Fisch für Hunde
Zutaten (für eine 500 g-Portion):
- 280 g Fisch (z.B. Lachs von BARFER'S, roh)
- 60 g rohe fleischige Knochen (RFK) (z.B. Hühnerhälse von BARFER'S)
- 60 g Innereien (z.B. Innereien-Mix Rind mit Herz von BARFER'S)
- 100 g Gemüse und Obst Mix
- BARFER'S Lachsöl (für Omega-3-Fettsäuren)
- BARFER'S Seealgenmehl (für Jod und die Unterstützung der Schilddrüsenfunktion)
Zubereitung
Fisch vorbereiten
Wähle hochwertigen Fisch, wie gewolften Lachs oder ganzen Hering von BARFER'S. Wenn Du Fisch im Stück nimmst, schneide ihn in mundgerechte Stücke. Fisch liefert hochwertige Proteine und ist reich an Omega-3-Fettsäuren, die die Haut- und Fellgesundheit unterstützen.
Rohe fleischige Knochen (RFK)
Verwende Hühnerhälse, die Kalzium sowie Phosphor liefern. Achte darauf, dass die Knochen roh gefüttert werden, da gekochte Knochen splittern und gefährlich sein können. Die Knochen liefern zudem mechanische Reinigung für die Zähne.
Innereien zubereiten
Verwende am besten einen fertigen Mix, um Dir Zeit bei der Zubereitung zu sparen. Die Innereien liefern essentielle Nährstoffe wie Vitamin A, Eisen und Zink. Sie sollten etwa 15 % der Gesamtmahlzeit ausmachen.
Obst und Gemüse vorbereiten
Obst und Gemüse sollten etwa 20 % der Mahlzeit ausmachen. Verwende leicht verdauliche Sorten wie Zucchini, Karotten, Apfel und Blaubeeren.
Schäle den Apfel und entferne die Kerne. Schneide das Obst und Gemüse fein oder püriere es, damit Dein Hund es verdauen kann. Diese Zutaten liefern Ballaststoffe, Vitamine und Antioxidantien.
Lachsöl und Seealgenmehl hinzufügen
BARFER'S Lachsöl erhöht den Gehalt an Omega-3-Fettsäuren, die wichtig für die Herzgesundheit und das Immunsystem Deines Hundes sind. Zudem wird damit das Omega-3 und –6 Verhältnis ausgeglichen für eine optimale Aufnahme der Nährstoffe im Körper.
Gib zusätzlich etwas BARFER'S Seealgenmehl hinzu, das die Schilddrüsenfunktion unterstützt. Achte dabei auf eine genaue Dosierung, da Seealgenmehl schnell überdosiert werden kann.
Alle BARF-Zutaten mischen
Mische den Fisch, die Knochen, die Organe sowie das Obst und Gemüse gut miteinander. Füge das Lachsöl und das Seealgenmehl hinzu, um die BARF-Mahlzeit vollständig abzurunden.
Fazit: Dürfen Hunde Fisch essen?
Ja, Hunde dürfen Fisch essen, und in vielen Fällen ist es sogar empfehlenswert, Fisch in den Ernährungsplan Deines Hundes aufzunehmen.
Fisch bietet hochwertiges Vitamin D, Proteine, wertvolle Omega-3-Fettsäuren und eine Vielzahl von Vitaminen und Mineralstoffen, die die Gesundheit Deines Hundes fördern.
Achte jedoch darauf, Fisch in moderaten Mengen zu füttern, um potenzielle Risiken wie Schwermetalle zu vermeiden. Wenn Du Fisch in die BARF-Ernährung Deines Hundes integrieren möchtest, ist er eine hervorragende Wahl, die die Nährstoffvielfalt unterstützt.
Autor
Carolin KrollZertifizierte BARF-Ernährungsberaterin
Carolin ist zertifizierte BARF-Ernährungsberaterin der THP-Schule (Swanie Simon) und begleitet bei BARFER'S seit 2023 Hunde- und Katzenbesitzer auf dem Weg zur artgerechten Rohfütterung. Ihre Leidenschaft fürs BARFen begann ebenfalls 2023, als ihre Hündin Fragola aus dem Tierschutz bei ihr einzog. Seitdem befasst sich Carolin mit BARF sowohl im Berufsalltag als auch zuhause.
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