Was Du beim Barfen eines Sibirian Huskys vermeiden solltest
Der häufigste Fehler beim Husky ist, die Futtermenge nach seinem Energielevel statt nach seinem tatsächlichen Verbrauch zu bemessen.
Beobachte deshalb regelmäßig Gewicht und Figur, statt Dich allein auf sein aktives Erscheinungsbild zu verlassen.
Eine rassetypische Besonderheit beim Husky betrifft die Zinkversorgung: Sibirian Huskys gelten wie Alaskan Malamute, Akita Inu und Bullterrier als genetisch anfälliger für einen Zinkmangel, der sich als Hautprobleme (Zinkdermatose) oder, bei Welpen, als Fehlentwicklung des Skeletts im Wachstum zeigen kann.
Zink aus tierischen Quellen wie Fleisch, Leber und Knochen wird dabei deutlich besser aufgenommen als aus pflanzlichen Zutaten.
Mehr ist hier aber nicht automatisch besser: Eine zu hohe Zinkzufuhr kann einen Kupfer- oder Calciummangel auslösen, da sich diese Nährstoffe gegenseitig in der Aufnahme behindern.
Zeigt Dein Husky Hautauffälligkeiten oder wächst ein Welpe nicht rassetypisch, lass das tierärztlich abklären, bevor Du eigenständig Zink ergänzt.
Bleib außerdem bei frischem Wasser, Huskys trinken abgestandenes Wasser oft ungern, was bei warmem Wetter schnell zu einer unbemerkt zu geringen Flüssigkeitsaufnahme führen kann.
Praxis: Fütterung an den Hund anpassen
Wiege Deinen Husky regelmäßig und beurteile seine Figur über den Rippentest, gerade weil die Rasse zu Untergewicht in der Wildnis, aber zu Übergewicht im gemütlichen Zuhause neigen kann, wirkt eine pauschale Einschätzung hier schnell daneben.
Führst Du Deinen Husky sportlich, etwa im Zughundesport, erhöhst Du die Ration an intensiven Trainings- oder Renntagen und reduzierst sie an ruhigeren Tagen wieder, statt eine feste Menge unabhängig von der Belastung zu füttern.
Fazit
Der Sibirian Husky wirkt mit seinem Bewegungsdrang und seiner Wolfsähnlichkeit wie ein Hund mit riesigem Futterbedarf, sein tatsächlicher Bedarf hängt aber stark davon ab, wie aktiv er im Alltag wirklich geführt wird.
Wer die Ration an seinem tatsächlichen Aktivitätslevel statt an seinem Erscheinungsbild ausrichtet, beugt effektiv Übergewicht vor und liefert ihm trotzdem alles, was er für sein dichtes Fell und seine Ausdauer braucht.
Mit hochwertigem Muskelfleisch, dem von Natur aus geschätzten Fisch, angepasstem Fettanteil und einer auf den individuellen Hund abgestimmten Menge deckst Du den Bedarf Deines Huskys, ohne ihn zu überfüttern.
Wenn Du Dir unsicher bist, wie Du die Mahlzeiten konkret zusammenstellst, kannst Du auf fertig abgestimmte BARF-Menüs zurückgreifen oder eine BARF-Beratung buchen.