Havaneser sind früh ausgewachsen
Ein Aspekt, den viele Halter kleiner Rassen unterschätzen: Havaneser haben mit etwa einem halben Jahr fast ihre Endgröße erreicht, während große Rassen zu diesem Zeitpunkt erst rund zwei Drittel ihres Höhenwachstums abgeschlossen haben.
Das bedeutet, dass Dein Havaneser schon deutlich früher in den Erhaltungsstoffwechsel wechselt als etwa ein Golden Retriever oder Schäferhund.
Gleichzeitig erklärt das, warum ein ausgewachsener Havaneser mit rund 3 % seines Körpergewichts relativ gesehen mehr BARF braucht als mittlere oder große Rassen im Erhaltungsstoffwechsel, die meist mit 2.5 % auskommen (es sei denn, sie sind sportlich sehr aktiv oder trächtig).
Wie viel BARF braucht ein Havaneser am Tag?
Als grobe Orientierung bekommt ein ausgewachsener Havaneser mit Idealgewicht täglich etwa 3 % seines Körpergewichts an BARF-Ration, bei einem 5 kg schweren Hund also rund 150 g.
Bei sehr aktiven Tieren darf es auch Richtung 4 % gehen, bei ruhigeren Vertretern der Rasse reicht der untere Wert meist aus.
Diese Werte sind eine Orientierung. Wie viel BARF Dein Hund tatsächlich braucht, hängt von Gewicht, Aktivität, Alter und Körperform ab, die genaue Menge berechnen wir in der BARF-Beratung individuell für Deinen gesunden Hund.
Als Warnzeichen für eine Unterversorgung gilt eine Tagesration unter 2,7 % des Körpergewichts, das solltest Du im Blick behalten, falls Dein Havaneser trotz ausreichend wirkender Portion abnimmt.
Welpen und Junghunde brauchen anteilig deutlich mehr, das Wachstumstempo lässt aber auch hier schnell nach:
- Mit etwa 9 Wochen: rund 6 bis 7 % des Körpergewichts täglich
- Mit etwa 16 Wochen: rund 4 bis 5 % des Körpergewichts täglich
- Mit etwa 6 Monaten: rund 3 bis 4 % des Körpergewichts täglich, hier ist Dein Havaneser fast schon ausgewachsen
- Mit 12 Monaten: weiterhin rund 3 bis 4 %, da der Havaneser sich bereits im Erhaltungsstoffwechsel befindet
Weil sich das genaue Gewicht Deines Welpen von Wurf zu Wurf unterscheidet, rechnest Du die Gramm-Menge am besten anhand des aktuellen Gewichts und der passenden Prozentzahl aus, statt Dich an starren Grammangaben zu orientieren.
Was Du beim Barfen eines Havanesers vermeiden solltest
Der häufigste Fehler beim Havaneser ist schlicht zu viel Futter, oft in guter Absicht serviert.
Weil die Tagesration insgesamt so klein ausfällt, wirkt sich jedes zusätzliche Leckerli oder jede großzügig geschätzte Portion überproportional aufs Gewicht aus.
Auch zu große oder zu harte Knochenstücke sind bei dieser kleinen Rasse keine gute Wahl. Sie sollten immer zur Kiefergröße des Havanesers passen, damit weder Zähne noch Verdauung überfordert werden.
Wiege Deinen Havaneser am besten regelmäßig und behalte seine Körperform im Blick, denn schon kleine Gewichtsschwankungen fallen bei dieser Rasse schnell auf.
Ein wachsender Havaneser-Welpe braucht eine andere Zusammensetzung als ein ruhiger, älterer Havaneser mit geringerem Bewegungsdrang.
Fazit: Havaneser barfen heißt genau dosieren
Havaneser sind unkompliziert im Wesen, bei der Futtermenge aber ein Fall für Präzision.
Wer die Ration an Gewicht, Alter und Aktivität anpasst und passend dimensionierte Komponenten wählt, tut seinem kleinen Begleiter einen großen Gefallen.
Und wer weiß, dass sein Havaneser mit einem halben Jahr fast fertig gewachsen ist, füttert ihn erst gar nicht zu lange wie einen Welpen weiter.
Wenn Du Dir unsicher bist, wie Du die Mahlzeiten für Deinen Havaneser konkret zusammenstellst, kannst Du auf fertig abgestimmte BARF-Menüs zurückgreifen.
Natürlich kannst Du bei uns auch eine BARF-Beratung für Deinen Havaneser buchen! So stellst Du sicher, dass Dein Havaneser nicht nur satt wird, sondern langfristig gesund, fit und in Form bleibt.