Wenn Du möchtest, kannst Du auch Milchprodukte in den Napf geben. Hunde vertragen Hüttenkäse, Quark und Sauermilchprodukte wie Kefir, Buttermilch oder Joghurt besser als pure Milch.
Milchprodukte sollten höchstens 5 % des tierischen Anteils ausmachen und werden vom Muskelfleisch abgezogen, weil ihnen im Vergleich zu Fleisch unter anderem Zink, Eisen und Kupfer fehlen.
Im Beispiel oben wären das rund 30 g Hüttenkäse und dafür nur noch 280 g Muskelfleisch.
Wie viel BARF braucht ein Rhodesian Ridgeback am Tag?
Als Richtwert gilt für einen ausgewachsenen, normal aktiven Ridgeback mit Idealgewicht:
- 30 kg Körpergewicht: 2 bis 2,5 %, also rund 600 bis 750 g täglich
- 40 kg Körpergewicht: 1,9 bis 2,2 %, also rund 760 bis 880 g täglich
Die genaue Menge hängt von Aktivität, Stoffwechsel und Alter ab. Sportlich oder jagdlich geführte Ridgebacks liegen eher am oberen Ende. Ruhigere Hunde kommen mit weniger aus.
Sinkt die Futtermenge bei einem 30 kg schweren Hund unter 1,8 % oder bei einem 40 kg schweren Hund unter 1,7 %, droht eine Unterversorgung mit Nährstoffen.
Dann solltest Du den Futterplan anpassen oder ein Nährstoffsupplement einsetzen.
Ob die Menge passt, zeigt Dir am besten die Figur Deines Hundes: Die Rippen sollten sich mit leichtem Druck ertasten lassen, aber nicht sichtbar hervorstehen.
Rhodesian Ridgeback Welpen barfen
Ridgeback-Welpen wachsen schnell. Mit etwa sechs Monaten haben sie bereits mehr als zwei Drittel ihres Höhenwachstums hinter sich.
Genau in dieser Phase ist Zurückhaltung beim Füttern wichtig: Zu große Futtermengen fördern Fehlentwicklungen des Skeletts, zu schnelles Wachstum und Übergewicht. Eine kontrollierte Futtermenge hat aber nichts mit „Großhungern“ zu tun.
Für große Rassen wie den Ridgeback gelten diese Richtwerte, bezogen auf das aktuelle Körpergewicht:
- mit 9 Wochen: 6 bis 8 %
- mit 16 Wochen: 4 bis 6 %
- mit 6 Monaten: 3 bis 4 %
- mit 12 Monaten: 2 bis 3 %
Orientiere Dich eher am unteren Wert und erhöhe bei Bedarf. Die richtige Menge erkennst Du an einer rassetypischen Gewichtszunahme und daran, dass Dein Welpe eine sichtbare Taille hat.
Der Napf wird grundsätzlich wie beim erwachsenen Hund aufgebaut. Welpen brauchen nicht automatisch mehr Knochen: Bei gemischten Knochen, also einer Mischung aus weichen Geflügelknochen und härteren Knochen von Lamm, Ziege oder Kalb, bleibt der Anteil bei 15 %.
Nur wenn Du ausschließlich weiche Knochen fütterst, steigt er auf 20 %.
Das Muskelfleisch sollte bei großwüchsigen Rassen höchstens 15 % Fett enthalten. Für einen einfachen Start eignet sich unser Komplett-Mix Junior.
So oft solltest Du Deinen Welpen füttern:
- bis zur 16. Lebenswoche: 4 Mahlzeiten
- bis 6 Monate: 3 Mahlzeiten
- ab 6 Monaten: 2 Mahlzeiten
- ab 1 Jahr: 1 Mahlzeit
Ein Punkt, der beim Ridgeback besonders zählt: Welpen, die im ersten Lebenshalbjahr mehr als 20 % typische Rohfutterbestandteile wie Pansen, Innereien und Fischöl bekommen, entwickeln später deutlich seltener Allergien (Hinweis: die Studie ist auf Englisch verfasst).
Denke im Training auch an die Leckerlis: Trockenfleisch oder getrockneter Pansen werden im Verhältnis 1:4 vom Pansen oder Muskelfleisch abgezogen. Für 100 g Trockenpansen pro Woche fallen also 400 g frischer Pansen oder Muskelfleisch weg.
Rhodesian Ridgeback im Alter barfen
Als großer Hund zählt der Ridgeback ab etwa 7 Jahren zu den Senioren. Oft zeigt sich schon mit 6 bis 7 Jahren eine Neigung zu Übergewicht.
Dann reduzierst Du die Gesamtfuttermenge in der Regel um 10 bis 20 %. Den Fettanteil solltest Du dabei nicht zu stark senken.
Streiche zuerst Snacks und Kauartikel, damit das eigentliche Futter nicht zu knapp wird. Wird die Futtermenge sehr gering, kann eine Vitamin- und Mineralstoffmischung nötig sein.
Das Kalenderalter allein sagt allerdings wenig aus. Entscheidend ist, wie fit Dein Hund ist, ob er Muskulatur abbaut oder ob Erkrankungen hinzukommen. Einen fertig abgestimmten Napf bietet unser Komplett-Mix Senior.