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Allergiker Hunde

Ratgeber für allergische Hunde mit Futtermittelallergie

In diesem Beitrag erhältst Du hilfreiche Tipps und Hinweise zum Thema: Allergiker Hunde. Du erfährst, welche Arten von Allergien bei Hunden auftreten können und vor allem, wie Du Deinen Hund richtig fütterst, sollte der Verdacht einer Futtermittelallergie vorliegen oder sich bestätigen. Eine Ausschlussdiät hilft bei der Suche nach dem Allergieauslöser.

Inhaltsverzeichnis

  1. Allergie-Ursachen finden und künftig vermeiden
  2. Ursachenforschung bei Allergie: Hundegewohnheiten genau beobachten
  3. Krankheiten ausschließen und mögliche Allergietests
  4. Ausschlussdiät hilft bei der Suche nach dem Allergieauslöser
  5. Wie funktioniert die Ausschlussdiät?
  6. Wichtige Fragen vor dem Beginn der Diät
  7. Welche Fleischsorte ist dem Hund bis dato unbekannt?
  8. Eher fettes oder mageres Fleisch für Allergiker Hunde?
  9. Ist das Fleisch ganzjährig problemlos verfügbar?
  10. Welche Komponenten der Proteinquelle sind erhältlich?
  11. Konsequenz und Zeit sind wichtige Faktoren der Ausschlussdiät
  12. Bei Zusatzpräparaten und Medikamenten genau auf den Inhalt achten
  13. Gründliche Ausschlussdiät bildet die Basis für die künftige Fütterung

Allergie-Ursachen finden und künftig vermeiden

Ähnlich wie beim Menschen treten auch bei Hunden immer wieder Allergien auf. Diese äußern sich mit Durchfall oder Erbrechen, die Hunde kratzen sich oder haben Ausschläge, Haarausfall oder wiederkehrende Entzündungen in den Ohren oder an den Genitalien. Die Auslöser können vielfältig sein. Meistens sind es Parasiten, die für die Allergien bei Hunden verantwortlich sind. Flöhe, Milben und andere kleine Tierchen machen den Hunden das Leben nicht nur durch teils schmerzhafte Bisse schwer, sondern sie verursachen auch anhaltende Beschwerden bei allergischen Hunden. An zweiter Stelle der Allergieauslöser stehen Umweltfaktoren. Dies sind äußere Einflüsse, die Allergien verursachen und fördern können, wie beispielsweise Pollen oder Hausstaubmilben. An dritter Stelle steht die Futtermittelallergie. Hunde mit einer solchen Allergie reagieren bei einer Futterumstellung oft mit Verdauungsproblemen, typisch sind aber auch Hautreaktionen und vor allem Juckreiz. Auch permanent auftretende Zwischenzehgranulome sind ein mögliches Merkmal für eine bestehende Allergie, ebenso wie Ohrenentzündungen, die sich durch häufiges Kopfschütteln, einen unangenehmen Ohren-Geruch oder sogar eine Schiefstellung des Kopfes äußern.

Ursachenforschung bei Allergie: Hundegewohnheiten genau beobachten

Eine Allergie bei Hunden zu diagnostizieren, ist nicht immer leicht. Denn alle möglichen Symptome für eine Allergie können auch andere Ursachen haben. Daher ist der Besuch beim Tierarzt unerlässlich. Besteht der Verdacht auf eine Allergie, solltest Du Deinen Hund genau beobachten. Leidet der Hund bereits länger unter Symptomen, wird der Tierarzt Ihnen einige Fragen stellen, zum Beispiel ob die Probleme das ganze Jahr über bestehen oder saisonal unterschiedlich stark auftreten. Wo schläft der Hund und gab es vielleicht in der jüngeren Vergangenheit ein neues Körbchen? Was bekommt er zu fressen und gab es eine Futterumstellung, hat er besondere Vorlieben beim Gassigehen, wälzt er sich plötzlich vermehrt oder hat sich irgendetwas verändert in letzter Zeit? Bei den meisten Hunden treten Allergien erstmals in einem Alter zwischen einem und drei Jahren auf. Vor allem bei Umweltallergien sind diese in der Regel zunächst saisonal beschränkt, bis sie sich nach und nach verschlechtern und Allergiker-Hunde ganzjährig belasten.

Krankheiten ausschließen und mögliche Allergietests

Bevor eine Allergie bei Hunden diagnostiziert werden kann, müssen zunächst andere Krankheiten ausgeschlossen werden. Denn Symptome wie Juckreiz oder Ausschlag können beispielsweise auch auf einen Parasitenbefall hindeuten. Die genaue Betrachtung von Haut und Fell, das Auskämmen der Haare und eine Hautprobe geben einen ersten Hinweis auf mögliche Haarmilben oder Flöhe. Wird ein Befall festgestellt, wird dieser zunächst behandelt, denn ein Juckreiz durch Parasiten ist nicht gleichbedeutend mit einer Allergie. Hunde erhalten in der Regel ein sogenanntes Spot-On-Präparat, das in den Nacken getropft wird und von dort aus seine Wirkung auf den ganzen Hund ausweitet. Treten auch nach der Parasitenbehandlung noch Symptome auf, können Bluttests und ein sogenannter Intrakutantest helfen, Allergene auszumachen. Der Intrakutantest funktioniert wie ein großer Allergietest beim Menschen. Potenzielle Allergene werden unter die Haut gespritzt und anschließend wird die Reaktion beobachtet. Gibt es auch hier kein eindeutiges Ergebnis, kann eine Futtermittelallergie vorliegen. Eine Allergie bei Hunden kann wie beim Menschen nicht wirklich behandelt werden. Mit Hyposensibilisierung kann die allergische Reaktion abgeschwächt werden, eine Heilung ist jedoch nicht möglich. In akuten Situationen können Symptome wie Juckreiz oder Durchfall behandelt werden, dies hat allerdings keine Auswirkungen auf die Ursachen. Bei einer Futtermittelallergie kannst Du bekannte Allergene vergleichsweise leicht vermeiden. Hierfür müssen Hundehalter jedoch erst einmal herausfinden, was die Allergie verursacht hat.

Ausschlussdiät hilft bei der Suche nach dem Allergieauslöser

Um dem Auslöser einer Futtermittelallergie auf die Schliche zu kommen, hilft eine Ausschluss- oder Eliminationsdiät. Allergiker Hunde bekommen über einen Zeitraum von mehreren Wochen einen speziellen Diätplan. Hierbei zeigt sich früher oder später der oder die Auslöser der Allergie. Hunde können alternativ auch ein spezielles Allergiker-Futter bekommen. Da die Auslöser für Allergien oft Eiweißquellen sind, sind hier die enthaltenen Proteine in ihre Aminosäuren aufgespaltet, sodass sie vom allergischen Hund nicht mehr als körperfremde Stoffe registriert werden. Allerdings kann es passieren, dass der Hund auf nicht deklarierte Zusatzstoffe reagiert. Da Fertigfutter oft nur unzureichend gekennzeichnet sind, kann der Hundehalter sich nie sicher sein, was genau er seinem Hund in den Napf füllt. Und selbst bei korrekter Deklaration hat sich bei vielen Allergiker-Hunden gezeigt, dass sie selbstgekochtes Futter mit exakt den selben Inhaltsstoffen im Gegensatz zu Fertigfutter gut vertragen. Hier hilft also nur ein individueller Test. Ebenfalls oft ungeeignet sind Reinfleischdosen als Proteinquelle. Sie sind zwar praktisch, aber wenn sie Magen oder Pansen enthalten, können sich darin allergieauslösende Stoffe befinden. Sinnvoller, effektiver und natürlicher ist es daher, die Ausschlussdiät im Sinne der biologisch artgerechten Rohfütterung (kurz: BARF) durchzuführen. Hierbei gilt es allerdings zu testen, ob eventuell gekochtes Fleisch besser vertragen wird als rohes, da sich die Allergenbelastung während des Garprozesses ändert.

Futtermittelplan für eine Aussschlussdiät eines Hundes
Futterplan bei einer Ausschlussdiät für Hunde

Wie funktioniert die Ausschlussdiät?

Eine Eliminationsdiät sollte immer in Absprache mit dem Tierarzt und erst nach gründlicher Untersuchung durchgeführt werden. Wichtig ist vor allem, dass der Tierhalter konsequent ist bei der Ursachenforschung der Allergie. Hunde mit Allergieverdacht dürfen für die Zeit der Diät keinerlei andere Komponenten bekommen als die in der Diät enthaltenen. Leckerlis, Belohnungen oder mal ein Happen vom Tisch sind streng verboten, wenn eine ernsthafte Ursachenforschung betrieben werden soll. Auch Geduld trägt wesentlich zum Erfolg der Diät bei. Werden zu schnell neue Komponenten ergänzt, kann dies das Ergebnis verfälschen. Zum Beginn der Diät bekommen Allergiker Hunde nur eine Proteinquelle, die durch eine Kohlehydratquelle ergänzt wird. Ideal ist es, wenn Du als Eiweißquelle eine Fleischsorte wählst, die der Hund noch nie bekommen hat. Es besteht die Möglichkeit, die Ausschlussdiät auch ohne Kohlehydratquelle durchzuführen. Allerdings muss der Hund die Energie dann komplett aus der Proteinquelle ziehen, was je nach Fleischsorte schwierig sein kann. Daher ist die Zwei-Komponenten-Diät die bessere Wahl.

Wichtige Fragen vor dem Beginn der Diät

Ein klassischer Einstieg in die Ausschlussdiät wäre zum Beispiel die Fütterung von Pferd und Kartoffel oder Reis. Ebenfalls empfehlenswert sind Hirschfleisch, Lammfleisch oder Ziegenfleisch. Je nach Größe des Hundes kann Reis sinnvoller sein, weil er mehr Energie liefert. Liegt jedoch bekanntermaßen eine Getreideunverträglichkeit vor, sind Kartoffeln die bessere Wahl. Bei der Auswahl der Proteinquelle können folgende Überlegungen im Vorfeld die Entscheidung erleichtern:

  1. Welche Fleischsorten hat mein Hund noch nicht gefüttert bekommen?
  2. Soll er eher mageres oder eher fettes Fleisch bekommen?
  3. Bekomme ich das Fleisch das ganze Jahr über oder handelt es sich um ein saisonales Produkt (zum Beispiel Wild)?
  4. Gibt es verschiedene Komponenten des Tieres zu kaufen, um den Speiseplan zu füllen (Muskelfleisch, Fett etc.)?

Welche Fleischsorte ist dem Hund bis dato unbekannt?

Allergiker Hunde reagieren meist auf bekanntes Futter. Daher ist es sinnvoll, mit einer komplett neuen Fleischsorte zu starten - zum Beispiel Kamel, Zebra oder Känguru - um eine Basis für die künftige Fütterung zu bekommen. Fleisch von Pferd, Lamm oder Ziege wird oft gut vertragen und bietet sich daher für den Start der Ausschlussdiät an. Hat der Hund bereits eine Vielzahl an Fleischsorten gefüttert bekommen oder ist die Futterhistorie unbekannt, sollte zum Start der Diät auf allergieträchtige Fleischsorten wie Rind verzichtet werden.

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Eher fettes oder mageres Fleisch für Allergiker Hunde?

Fett ist wichtig für den Hund. Neigt ein Hund zu Untergewicht, ist eine fettreiche Proteinquelle wie Ente, Ziege oder Lachs sinnvoll. Bei schweren Hunden, die zu Übergewicht neigen, empfehlen sich magere Fleischsorten wie Huhn, z. B. Hühneroberschenkel.

Ist das Fleisch ganzjährig problemlos verfügbar?

Nach einer Ausschlussdiät kennen Hundehalter den oder die Auslöser für die Allergie. Hunde müssen anschließend so gefüttert werden, dass schädliche Komponenten dem Napf fernbleiben. Sinnvoll ist es daher, zunächst Proteinquellen zu testen, die leicht zu beschaffen sind, um die passende Fütterung langfristig zu gewährleisten. Fleischsorten wie Reh, Hirsch oder Känguru sollten daher erst getestet werden, wenn die Alternativen langsam knapp werden.

Hinweis: Barfer's Wellfood bietet diese Fleischsorten ganzjährig an, so dass auch Saison-unabhängig die gewünschten Fleischsorten bequem online bestellt werden können. Unser Service für Sie: Sollte ein Artikel mal nicht sofort lieferbar sein, kannst Du Dich per E-Mail informieren lassen, sobald der Artikel wieder auf Lager ist.

Welche Komponenten der Proteinquelle sind erhältlich?

Auf den Speiseplan von Hunden mit Futtermittelallergie gehören neben reinem Fleisch auch andere Komponenten wie Innereien (z. B. Lamm-Innereien) und Fett. Um den Hund vielseitig und vollwertig zu ernähren, sollte es vom gewählten Fleischlieferanten also verschiedene Teile wie Muskelfleisch und Fett geben. Innereien können gefüttert werden, allerdings sollten Hundehalter auf die Fütterung von Magen beziehungsweise Pansen verzichten, weil der allergische Hund auf den Mageninhalt reagieren könnte.

Futtermittelallergie Hunde
Proteinquellen und Kohlenhydratquellen bei einer Ausschlussdiät für Hunde

Konsequenz und Zeit sind wichtige Faktoren der Ausschlussdiät

Sind Protein- und Kohlehydratquelle ausgewählt, kann die Ausschlussdiät losgehen. Für mindestens 8 bis 10 Wochen bekommt der Hund ausschließlich diese beiden Dinge zu fressen. Bessern sich die Symptome in dieser Zeit, bist Du auf dem richtigen Weg und der Körper des Hundes kann sich von der Allergie erholen. Hunde mit starken Symptomen sollten etwas mehr Zeit bekommen als solche mit leichten Beschwerden. Danach kannst Du eine dritte Komponente einführen, beispielsweise Mineralien, Gemüse, ein hochwertiges Öl oder eine andere Proteinquelle. Um deren Verträglichkeit zu testen, solltest Du etwa zwei bis vier Wochen abwarten, bevor Du den Speiseplan erneut erweiterst.

Bei Zusatzpräparaten und Medikamenten genau auf den Inhalt achten

Während der Ausschlussdiät ist es nicht möglich, dass Allergiker Hunde alle benötigten Vitamine und Mineralien durch die Nahrung bekommen. Dies ist vorübergehend jedoch unproblematisch. Sollen einzelne Komponenten wie beispielsweise Calcium supplementiert werden, müssen unbedingt die Inhaltsstoffe überprüft werden. Anbieten würden sich hierfür neben speziellen Calciumpräparaten auch Knochenmehle, die der jeweiligen Proteinquelle entsprechen. Hier kann es jedoch bei Allergiker-Hunden zu Reaktionen auf eventuelle Futtermilben kommen. Bei allen zugefütterten Mineralien sowie bei Medikamenten solltest Du unbedingt die Trägerstoffe checken. Häufig werden Gelatine oder Maisstärke eingesetzt. Beides ist im Rahmen einer Ausschlussdiät nicht empfehlenswert. Handelt es sich nicht um absolut notwendige Medikamente, sollte darauf während der Diätphase verzichtet werden.

Gründliche Ausschlussdiät bildet die Basis für die künftige Fütterung

Im Laufe der Ausschlussdiät zeigen sich nach und nach mögliche Unverträglichkeiten und Allergien. Hunde mit Allergien müssen fortan entsprechend ihrer Unverträglichkeiten gefüttert werden, um ein erneutes Auftreten von Symptomen zu vermeiden. Leider ist es häufig der Fall, dass eine Allergie nicht alleine kommt und sich diese entweder verschlechtert oder weitere Allergene hinzukommen. Hier kannst Du entweder erneut eine Ausschlussdiät durchführen oder sich zurück auf eine sichere Basis begeben mit Futtermitteln, die Dein Hund sicher verträgt. Sinnvoll ist es daher genau aufzulisten, welche Zutaten im Rahmen der Diät getestet wurden und wie die Reaktionen darauf waren.

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