Beim Barfen richtet sich die ausgewogene Fütterung nach verschiedenen Faktoren. Um die Zusammensetzung und die Mischverhältnisse eines ausgewogenen BARF-Menüs zu bestimmen, wird in erster Linie das Gewicht des Hundes herangezogen.

Die ideale Fütterungsmenge sollte ca. 2 bis 4 Prozent vom Körpergewicht des Hundes ausmachen. Ausgehend von 3 Prozent sollten für einen 40 Kilo schweren Hund täglich also ca. 1,2 kg Futter in den Napf. Wiegt der Hund nur 10 Kilo, sind es ca. 300 Gramm. Bei kleinen Hunden kann man prozentual auch etwas mehr Futter anbieten, bei großen Hunden etwas weniger.

Barfen nach Rezept ist der beste Einstieg in die Rohfütterung

Bei der Zusammenstellung von einem individuellen BARF-Futterplan sollte berücksichtigt werden, dass etwa 70 bis 90 Prozent des täglichen Futters durch Fleisch und fleischige Komponenten gedeckt werden sollten. Ein gutes BARF-Rezept berücksichtigt das und ergänzt die übrigen 10 bis 30 Prozent durch Obst, Gemüse, Milchprodukte oder Eier.

Viele Einsteiger sind anfangs verunsichert, schließlich erscheint es zunächst schwieriger, eine ausgewogene Mahlzeit selbst zusammenzustellen, als eine Dose zu öffnen oder einen Becher Trockenfutter abzumessen.

In der Praxis ist Barfen jedoch wesentlich unkomplizierter, als es zunächst scheint. Um den Hund ausgewogen zu ernähren, muss nicht jede einzelne Mahlzeit perfekt ausgewogen sein. Vielmehr kommt es darauf an, dass die gesamte Ernährung zum Hund passt. Das Barfen nach Rezept ist für viele Einsteiger eine gute Möglichkeit, sich mit der Materie vertraut zu machen.

Der richtige Mix im Futternapf

Der BARF-Futterplan für den Hund richtet sich nicht nur nach dem Gewicht, sondern auch nach dem Alter, seinen Aktivitäten und seinem Gesundheitszustand. Für einen gesunden Hund eignen sich die meisten BARF-Rezepte.

Du musst lediglich entscheiden, ob Du getreidefrei oder getreidehaltig füttern willst. Viele Hunde vertragen Getreide nicht oder können es nur schwer verwerten. Für die ausgewogene Ernährung ist es daher nicht notwendig, Getreide zu füttern.

In manchen Fällen kann es jedoch sinnvoll sein, Getreide zu füttern, etwa wenn der Hund zunehmen soll. In den ersten Wochen der Rohfütterung ist es ratsam, sich beim Barfen ans Rezept zu halten. Später stellt sich ein Gefühl für die richtigen Mengen ein und Du kommst beim Barfen ohne Speiseplan aus.

Was gehört in den Napf?

Das wichtigste bei jedem BARF Rezept ist natürlich Fleisch. Doch neben reinem Muskelfleisch gehören auch Innereien wie Leber und Niere in den Napf, die unerlässlich für die Ernährung sind. Milz, Herz und Lunge werden ebenfalls verfüttert.

Pansen und fleischige Knochen runden die Fleischauswahl ab. Obst und Gemüse versorgen den Hund mit Vitaminen, Ballaststoffen und Spurenelementen.

Quark, Eier, Hüttenkäse sowie Öle, Mineralien und Flocken sollten bei einem gesunden Hund nicht mehr als 30 Prozent des Futters ausmachen.

Einmal wöchentlich kann ein Fastentag eingelegt werden, an dem entweder gar nichts oder zumindest kein Fleisch gefüttert wird. Dies kann der Regeneration dienen und entspricht dem natürlichen Fressverhalten von Wildtieren, die auch nicht täglich Beute machen. Wasser ist jedoch auch an Fastentagen wichtig - alternativ kannst Du auch Knochenbrühe anbieten.

Einfach starten mit fertigen Fleischmischungen

Für den Einstieg in die BARF-Welt empfehlen wir einen unserer fertigen Monoprotein-Mixe (erhältlich in Rind, Geflügel, Lamm, Pferd und Kaninchen).

Alternativ kannst Du auch Fleisch-Mixe nehmen, die aus verschiedenen Proteinen bestehen (z.B. Rind mit Huhn, Fisch mit Huhn & Rind oder Wild mit Lamm, Rind und Geflügel).

Beide Mix-Varianten bestehen aus Muskelfleisch, Innereien und Knochen und müssen mit pflanzlichen Komponenten sowie Omega-3-Ölen und Dorschlebertran sowie Seealgenmehl vermischt werden.

Für Deine ganz eigenen BARF-Rezepte bieten wir Dir Innereien-Mixe vom Rind, vom Lamm und vom Pferd an, sowie fertige Obst- und Gemüsemischungen. Für den BARF-Anfang ist es sinnvoll, das Fleisch gewolft anzubieten, da viele Hunde mit größeren Fleischstücken Probleme haben oder sie nicht fressen wollen.

Später kannst Du beim Barfen die Rezepte anpassen und größere Stücke füttern. Es eignen sich verschiedene Fleischsorten wie Lamm, Geflügel oder Rind. Für Hunde mit Futterunverträglichkeiten haben wir auch Proteinsorten wie Hirsch und Känguru.

Tipp: Wenn Du nach BARF-Menüs suchst, die bereits alle Nährstoffe enthalten, empfehlen wir Dir unsere Komplett-Mixe für Hunde. Diese sind ein BARF-Alleinfuttermittel, in dem bereits alle Zutaten enthalten sind.

Einfacher geht's nicht

BARF-Fertigmixe zum Zeitsparen

Du hast keine Lust auf das Selbermischen? Unsere DLG-zertifizierten Alleinfuttermittel-Mixe ermöglichen Dir das schnelle & einfache Barfen Deines Hundes.

DLG-Qualitätssiegel für BARFER’S Komplett-Mix Junior – geprüftes Alleinfuttermittel für junge Hunde, ausgewogen und einfach zu füttern
Gefüllter Napf mit BARFER’S Komplett-Mix Junior – erkennbar frisches Gemüse und Fleischstücke, daneben DLG-Siegel, im Hintergrund Gemüse und Kräuter
Nahaufnahme eines Dalmatiners mit rotem Halsband, der aus einem Edelstahl-Napf frisst

Unsere BARF-Rezepte

Im Folgenden stellen wir gern praxistaugliche BARF-Rezepte in einem BARF-Futterplan zur Verfügung.

BARF-Rezept für ausgewachsene Hunde

BARF-Rezept für Junghunde

BARF-Rezept für Senioren-Hunde ab 10 Jahren

Autor

Nele Marie Ott
Nele Marie OttZertifizierte BARF-Ernährungsberaterin


Nele ist zertifizierte BARF-Ernährungsberaterin der THP-Schule (nach Swanie Simon) und begeisterte BARFerin – ihr Tierschutzhund Archie, ein Terriermischling, hat sie 2023 dazu gebracht.


Nach ihrem Abschluss Anfang 2024 befasst sich Nele mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zuhause.

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