Fett – Energiequelle Nummer eins im BARF
Während Sehnen vor allem Struktur und Kollagen liefern, ist Fett die wichtigste Energiequelle beim Barfen – sowohl für Hunde als auch für Katzen.
Viele Halter denken bei Fett sofort an etwas „Ungesundes“. Schließlich schneiden wir uns beim eigenen Essen gerne die Fettränder weg oder greifen zu fettarmen Produkten.
Diese Denkweise übertragen viele auch auf ihre Tiere – und landen damit oft in der Falle.
Warum Fett so wichtig ist
Ich habe schon erlebt, dass Hunde trotz großer Futtermengen abnehmen, wenn sie nur mageres Fleisch bekommen. Von Kolleg:innen hier bei BARFER'S höre ich ähnliche Erfahrungen bei Katzen: zu wenig Fett = Energiemangel, teilweise mit ernsten Folgen wie Leberproblemen.
Primäre Energiequelle
Hunde und Katzen decken ihren Energiebedarf vor allem über Fett – nicht über Kohlenhydrate.
Hohe Energiedichte
1 g Fett liefert über 9 kcal, Eiweiß und Kohlenhydrate nur rund 4 kcal.
Fettlösliche Vitamine
Ohne Fett können Vitamine A, D, E und K nicht verwertet werden.
Essenzielle Fettsäuren
Unverzichtbar für Haut, Fell, Hormone und Immunsystem.
Schmackhaftigkeit
Fett macht BARF-Mahlzeiten für Hunde und Katzen besonders attraktiv.
Unterschied zwischen Sehnen und Fett – und warum sie sich ergänzen
Auf den ersten Blick könnten Sehnen und Fett nicht unterschiedlicher sein – doch im Napf ergänzen sie sich perfekt:
Fett = Energie
Sorgt für Kalorien, essenzielle Fettsäuren und die Aufnahme fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K).
Sehnen = Struktur & Kollagen
Bieten wertvolles Kollagen für Gelenke, fördern das Kauen und tragen zur Zahnpflege bei.
Das Zusammenspiel
Fett stillt den Energiebedarf, während Sehnen den Kautrieb befriedigen und den Bewegungsapparat unterstützen. Gemeinsam sorgen sie für eine abwechslungsreiche, nährstoffreiche und artgerechte BARF-Mahlzeit.
Bildlich gesprochen ist Fett der Treibstoff, der den Motor am Laufen hält, und Sehnen sind das Schmiermittel, das für Stabilität und Beweglichkeit sorgt.
Kleine Mengen Sehnen im Fleisch – kein Grund zur Sorge
Wenn Du beim Portionieren von Muskelfleisch – etwa beim Pferd – auf Sehnen stößt, ist das völlig normal.
Eine kleine Menge Sehnen im Fleisch ist nicht schädlich und mindert die Qualität des Produkts nicht. Im Gegenteil: Sie liefern Kollagen und gehören ganz natürlich zum Beutetier dazu.
Wie hoch sollte der Fettgehalt beim Barfen sein?
Das Beutetierkonzept gibt eine gute Orientierung: Muskelfleisch enthält im Durchschnitt 15–25 % Fett.
Welpen & Kitten
Rund 15 %, damit die Verdauung nicht überlastet wird.
Normale erwachsene Hunde & Katzen
ca. 20 % Fett im Muskelfleisch ist ein guter Richtwert.
Sehr aktive Tiere, Sporthunde oder säugende Hündinnen / Kätzinnen
25–30 %, in Ausnahmefällen bis 35 %.
Wichtig: Diese Werte beziehen sich auf das Muskelfleisch. Über die gesamte Ration liegt der Fettgehalt niedriger, da Innereien, Pansen oder Knochen weniger Fett enthalten.
Orientierung beim Einkauf
Bei BARFER’S findest Du auf jeder Muskelfleisch-Verpackung den Fettgehalt angegeben. So weißt Du sofort, ob ein Fleischstück eher mager oder durchwachsen ist.
Sehr mager
Pferdemuskelfleisch, Kaninchenmuskelfleisch, Hühnerbrust
Durchwachsen
Rindfleisch mager, Truthahnmuskelfleisch
Fettig
Lammfleisch oder Ziegenfleisch
Ist das Muskelfleisch zu mager, lässt es sich problemlos ergänzen: Bei BARFER’S bekommst Du Rinderfett und Pferdefett, die Du untermischen kannst.
Gerade bei Katzen und Hunden mit Allergien (z. B. Pferdefleisch als Ausschlussdiät) ist das eine große Hilfe.