Der Cocker Spaniel neigt wie Labradore und Golden Retriever zu Übergewicht sowie mehreren rassetypischen Organerkrankungen, zum Beispiel Pankreatitis.


Eine BARF-Ration lohnt sich bei ihm deshalb besonders, denn sie kommt ohne versteckte Kohlenhydrate und Füllstoffe aus, egal ob Du sie aus Einzelzutaten zusammenstellst oder auf fertige BARF-Komplett-Mixe setzt.

Merkmale des Cocker Spaniels

Cocker Spaniel gibt es in zwei Hauptvarianten, dem Amerikanischen und dem Englischen Cocker Spaniel.


Beide haben ein seidiges, mittellanges Fell in zahlreichen Farben, darunter Schwarz, Schokolade, Orange und Blau-Roan, sowie die charakteristischen langen, hängenden Schlappohren.


Da Cocker Spaniel recht häufig an Ohrenentzündungen leiden, ist eine regelmäßige Kontrolle und Pflege ihrer Ohren sehr wichtig.


Auch das Fell selbst ist pflegeintensiv: Ohne regelmäßiges Bürsten verfilzt es leicht, besonders an Ohren, Beinen und Bauch.


Charakterlich gilt der Cocker Spaniel als freundlich, verspielt und anhänglich gegenüber seiner Familie. Er ist intelligent und lernwillig, was ihn gut für Gehorsamkeitstraining und Hundesportarten wie Agility oder Apportierspiele geeignet macht.


Ursprünglich als Jagdhund für die Vogeljagd gezüchtet, steckt in ihm bis heute ein ausgeprägter Spür- und Stöberinstinkt, der bei Spaziergängen gerne mal die Nase übernehmen lässt.


Auch Wasser liebt er meist sehr: Da Cocker Spaniel früher auch Wasservögel apportierten, schwimmen und planschen die meisten von ihnen mit großer Begeisterung.

Grundprinzipien der BARF-Ernährung für Cocker Spaniel

Das Barfen orientiert sich am Fressverhalten von Wölfen und besteht aus:

Diese Komponenten kannst Du entweder selbst kombinieren oder bereits fertig zusammengemischt als BARF-Komplett-Mixe kaufen.

einzelne BARF-Zutaten in einem Hundenapf

Cocker Spaniel Ernährung – was ist wichtig?

Beim Fettgehalt im Muskelfleisch bewegt sich die sinnvolle Spanne für den Cocker Spaniel zwischen 15 und 25 %.


Normalgewichtige, durchschnittlich aktive erwachsene Hunde kommen gut mit rund 20 % zurecht, sehr aktive oder sportlich geführte Tiere können auch von 25 % profitieren.


Übergewichtige, ältere oder wenig aktive Cocker Spaniel sowie Tiere, die ihr Futter besonders effizient verwerten, fahren dagegen mit 15 % besser.


Bei wachsenden Welpen empfiehlt sich unabhängig vom Temperament ein moderater Fettgehalt von etwa 15 %, da Stoffwechsel und Wachstum von einer kontrollierten, nicht zu energiedichten Fütterung profitieren.


Bei der Fütterungsfrequenz hast Du die Wahl: Manche Halter füttern ihren erwachsenen Cocker Spaniel einmal täglich, andere teilen die Tagesmenge bewusst auf zwei Mahlzeiten auf, etwa weil es besser in den Alltag passt oder der Hund empfindlich auf Nüchternerbrechen reagiert.


Bei Welpen sieht das anders aus: Bis zur 16. Woche sind 4 Mahlzeiten am Tag üblich, bis zum 6. Monat 3 Mahlzeiten, danach 2 Mahlzeiten, bis der Hund ab etwa einem Jahr auf die für Erwachsene übliche Fütterung umgestellt wird.

Wie viel BARF braucht ein Cocker Spaniel?

Für einen ausgewachsenen Cocker Spaniel mit einem typischen Gewicht zwischen 10 und 16 kg liegt die tägliche BARF-Menge meist zwischen 2,5 und 4 % des Körpergewichts.


Normal aktive, ruhigere Tiere kommen eher mit dem unteren Bereich dieser Spanne aus, während sehr aktive, sportliche Cocker Spaniel sowie trächtige oder säugende Hündinnen durchaus im oberen Bereich um 4 % liegen können, da ihr Energiebedarf deutlich höher ist.


Welpen brauchen dabei prozentual deutlich mehr als ausgewachsene Tiere.


Am genauesten ermittelst Du die passende Menge für Deinen Cocker Spaniel mit einer individuellen BARF-Beratung oder in unserem BARF-Rechner, der Gewicht, Alter und Aktivitätslevel berücksichtigt.

Selbst zusammenstellen oder BARF-Komplett-Mix?

Du musst das BARF-Futter für Deinen Cocker Spaniel nicht zwingend selbst aus Einzelkomponenten zusammenstellen.


Die BARF-Komplett-Mixe von BARFER'S sind DLG-zertifizierte Alleinfuttermittel, die Muskelfleisch, Innereien, Knochen, Gemüse, Obst sowie Öle und Mineralien bereits in einem ausgewogenen Verhältnis enthalten.


Du musst also nicht selbst abwiegen, berechnen oder supplementieren, sondern einfach auftauen, portionieren und servieren.


Für den Cocker Spaniel eignen sich die Komplett-Mixe besonders gut im stressigen Alltag oder auch wenn Du als BARF-Anfänger erst einmal unkompliziert starten willst.

Cocker Spaniel: rassetypische Gesundheitsrisiken im Blick

Der Cocker Spaniel zählt zu den Rassen mit einer bekannten Veranlagung für einige Erkrankungen.


Dazu gehören chronische Enteropathien (Darmentzündungen), Pankreatitis (Bauchspeicheldrüsenentzündung), chronische Niereninsuffizienz, chronische Hepatitis sowie Schilddrüsenunterfunktion.


Das bedeutet nicht, dass jeder Cocker Spaniel erkrankt, wohl aber, dass sich regelmäßige tierärztliche Kontrollen und eine bewusste Fütterung besonders lohnen.


Zwei Punkte mit direktem Bezug zur Fütterung: Bei der Pankreatitis-Veranlagung passt die moderate Fettmenge im Rahmen des BARF-Konzepts gut, da Du den Fettgehalt über das Muskelfleisch gezielt steuerst und die Futterzusammenstellung im Bedarfsfall unkompliziert anpassen kannst, etwa nach Rücksprache mit dem Tierarzt.


Bei der Veranlagung für chronische Enteropathien ist vor allem die Welpenzeit relevant: Eine fettreiche, fleischbasierte Ernährung mit unverarbeiteten Lebensmitteln in den ersten sechs Lebensmonaten sowie eine entsprechende Ernährung der Mutterhündin während der Säugezeit können das spätere Risiko senken.


Wer einen Cocker-Spaniel-Welpen von Anfang an barft, unterstützt also genau in der Phase, die für diese Rassedisposition am wichtigsten ist.


Hinweis: Bei bestehenden oder akuten Gesundheitsproblemen sollte immer zusätzlich eine tierärztliche Einschätzung eingeholt werden.

Fazit

Der Cocker Spaniel ist ein verspielter, anhänglicher Familienhund mit ausgeprägtem Spürsinn, der bei der Fütterung vor allem eines braucht: Kontrolle über die Futtermenge.


Seine Neigung, schnell und viel zu fressen, macht ihn anfällig für Übergewicht, was wiederum Gelenke und Herz-Kreislauf-System zusätzlich belasten kann.


Hinzu kommt eine rassetypische Veranlagung für mehrere Organerkrankungen, bei der eine bewusste, individuell dosierte Fütterung ebenfalls unterstützend wirken kann.


Mit BARF-Hundefutter lässt sich die Fütterung exakt auf Gewicht, Alter, Aktivitätslevel und gegebenenfalls gesundheitliche Besonderheiten Deines Cocker Spaniels abstimmen, ganz ohne versteckte Kohlenhydrate und Füllstoffe.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (nach Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.

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