Wie kann eine Vergiftung mit Zucchini vermieden werden?
Da sich Zucchini mit hohem Cucurbitacin-Anteil optisch kaum von unbedenklichem Kürbisgemüse unterscheidet, dient vor allem der Geschmack als Warnsignal, manchmal ist auch die Schale etwas härter.
Schneide deshalb vor dem Verfüttern immer eine kleine Scheibe ab und probiere sie selbst. Schmeckt sie bitter, entsorgst Du die Zucchini am besten direkt, füttere sie in diesem Fall auf keinen Fall an Deinen Hund.
Wichtig: Cucurbitacine sind, anders als viele andere Giftstoffe, hitzestabil. Kochen oder Anbraten macht eine bittere Zucchini also nicht sicherer. Hat Dein Hund doch einmal eine bittere Zucchini gefressen, zögere nicht und suche schnellstmöglich einen Tierarzt auf.
Dürfen Hunde rohe Zucchini essen?
Ja, unbedenkliche, nicht bittere Zucchini darf Dein Hund auch roh essen. Da das Kochen ohnehin keinen Einfluss auf Cucurbitacine hat, geht es bei der Frage roh oder gekocht in erster Linie um die Verträglichkeit, nicht um die Sicherheit.
Rohe Zucchini ist etwas fester und ballaststoffreicher, aber manche Hunde vertragen sie roh weniger gut als gedünstet oder püriert. Führe rohe Zucchini deshalb zunächst in kleiner Menge ein und beobachte, wie Dein Hund darauf reagiert.
Kleine Hunde oder Hunde mit empfindlichem Magen fahren oft besser mit gedämpfter oder pürierter Zucchini.
Wie viel Zucchini dürfen Hunde essen?
Zucchini besteht zu einem großen Teil aus Wasser und ist kalorienarm, trotzdem sollte sie wie jedes Gemüse in Maßen gefüttert werden.
Zur groben Orientierung: Der Gemüseanteil einer BARF-Fütterung liegt bei rund 14 % der Tagesmenge (70 % des 20 % pflanzlichen Anteils).
Zucchini kann einen guten Teil davon ausmachen, sollte aber nicht die alleinige Gemüsekomponente sein und mit anderen Sorten wie zum Beispiel Salat, Gurke und Karotten abwechseln.
Übertragen auf konkrete Mengen bedeutet das bei einer Tagesmenge von 200 g rohem Futter etwa 20 bis 30 g Zucchini, bei 400 g Tagesmenge entsprechend 40 bis 55 g.
Zucchini beim Barfen: unkomplizierte Ergänzung zum Gemüseanteil
Beim Barfen macht der pflanzliche Anteil rund 20 % der täglichen Ration aus, davon entfallen etwa 70 % auf Gemüse.
Zucchini ist mit ihrem hohen Wassergehalt und wenigen Kalorien ein unkomplizierter Baustein für diesen Gemüseanteil, solange Du auf die Bitterstoff-Problematik achtest.
Der Fleischanteil aus Muskelfleisch, Innereien und Knochen bleibt für Deinen Hund in jedem Fall mit 80 % der zentrale Bestandteil der BARF-Ration, Zucchini liefert lediglich eine leichte, wasserreiche Ergänzung.