Um Deinem Hund das bestmögliche Futter zu bieten, wird beim BARFEN die natürliche Ernährung aus ganzen Beutetieren nachgestellt. Aus diesem Grund sollten Innereien ebenfalls den Weg in den Napf Deines Vierbeiners finden, da diese wichtige Vitamin- und Mineralstofflieferanten sind. Ebenfalls enthalten die Innereien notwendige Spurenelemente.

Die Vorfahren Deines Vierbeiners – ob Wolf oder Raubkatze – fressen bei der Nahrungsaufnahme sogar die Innereien zuerst, da diese eine besonders schmackhafte Delikatesse im Tierreich sind. Hunde können also bedenkenlos Innereien fressen. Mehr noch: sie profitieren gesundheitlich davon, da Innereien voller wichtiger Nährstoffe sind. Welche das sind, werden wir im Folgenden genauer erläutern.

Was gehört zu den Innereien?

Zu den klassisch beim BARF eingesetzten Innereien zählen Leber, Nieren, Milz, Lunge und Herz. Der Pansen und der Blättermagen werden bei der BARF Fütterung gesondert aufgeführt.

  • Leber

    Die Leber enthält im Vergleich zu Muskelfleisch oder anderen Innereien besonders viel Kupfer, Mangan, Phosphor, Vitamin A, Vitamin K, Vitamin B2, Vitamin B12, Vitamin B5, Vitamin B3, Biotin und Folsäure. Sie ist damit eine echte Vitaminbombe und ein wertvoller Nährstofflieferant.

  • Milz

    Die Milz ist eine sehr proteinreiche Innerei. Durch die starke Durchblutung enthält sie viel Eisen. Auch liefert sie Deinem Liebling reichlich Phosphor und Kalium. Kurzum: sie ist eine wichtige Zutat im gesunden BARF Mix.

  • Nieren

    Die Nieren weisen einen hohen Gehalt an Magnesium, Natrium, Selen und Biotin auf. Zudem verschiedenen B-Vitamine, Kupfer und Folsäure. Auch hier wieder: ein reichhaltiger Vitamin- und Nährstoffmix, von dem Dein Hund direkt profitieren kann!

  • Lunge

    Die Lunge ist das nährstoffärmste Organ und lässt sich am einfachsten ersetzen, ohne dass bei Deinem Hund oder Deiner Katze Mängel zu befürchten sind. Der große Vorteil der Lunge beim BARFEN ist jedoch, dass sie sehr mager ist und somit optimal auch bei übergewichtigen oder sehr hungrigen Vierbeinern eingesetzt werden kann, zur moderaten Steigerung der Futtermenge. Auch in getrockneter Form als Leckerli wird sie von Deiner Fellnase heiß begehrt.

  • Herz

    Das Herz ist immer wieder ein Diskussionspunkt bei BARF-Liebhabern und sorgt für Verwirrung, ob dieses nun eine Innerei ist oder zum Muskelfleisch gehört. Die Wahrheit liegt wie oft in der Mitte. Ob nun Innerei oder Muskelfleisch, fest steht: BARFEN mit Herz ist eine wunderbare Art, Deinen Hund mit ausreichend Nährstoffen zu versorgen. Das Herz enthält Eisen, Natrium, Jod und Selen sowie Vitamin D und E.

Sind Innereien nicht schädliche Entgiftungsorgane?

Oft liest und hört man, dass Innereien Entgiftungsorgane sind und damit schädlich. Natürlich fungieren einige der Organe im Körper als Reinigungseinheit und helfen dabei, Stoffwechselprodukte abzubauen oder auszuscheiden. Dies heißt jedoch nicht automatisch, dass diese Abfallstoffe auch innerhalb der Organe angereichert sind und im Napf landen. De facto werden die schädlichen Stoffe über die Organe ausgeschieden und sind danach nicht mehr in den Innereien enthalten. Mach Dir somit also keine Sorgen: ein Verfüttern von Innereien führt nicht dazu, dass Dein Hund Schadstoffe frisst!

Wie viele Innereien gehören in den Napf?

Die beste Aufteilung der Innereien orientiert sich stark am Vorbild des Beutetieres. Wenn wir uns die gesamte Menge an Fleisch eines Beutetieres ansehen, machen Innereien etwas 10-15% des Beutetieres aus. Dementsprechend sollte ein Anteil von etwa 10-15% an Innereien im Wochenplan Deines Lieblings enthalten sein.

30-40% sollten dabei aus Leber bestehen. Die anderen Bestandteile setzten sich gleichermaßen aus Niere, Milz, Lunge und Herz zusammen, somit ca. 15% pro Innerei.

Wichtig ist, dass der Anteil der Innereien an Deinen Hund angepasst und auf mehrere Tage verteilt wird, da viele Tiere sonst zu Durchfall neigen. Eine übermäßige Fütterung an einem einzigen Tag ist nicht zu empfehlen!

Wie Du Deinem Hund Innereien schmackhaft machst

Manche Hunde und Katzen lehnen Innereien ab und lassen diese im Napf zurück. Dies liegt oftmals an der Konsistenz und am speziellen Geruch. Oft tritt die Ablehnung auch bei Vierbeinern auf, die nur Fertigfutter gewohnt sind. Lass Dich dadurch nicht beirren! Es gibt einige Tricks, Deinem Liebling Innereien schmackhaft zu machen:

  • Überbrühen
  • In kleineren Mengen im gewolften Fleisch dazugeben
  • Andere Beutetierarten ausprobieren und somit z.B. Lammleber anstatt Leber vom Rind verfüttern

Wie kannst Du Innereien ersetzen?

Wenn alle Tipps und Tricks nicht helfen und Dein Hund weiterhin Innereien ablehnt oder wenn eine Futtermittelallergie vorliegt, muss eine andere Lösung her. Doch keine Sorge! Auch der komplette Verzicht auf Innereien kann zu einer ausgewogenen BARF Ernährung führen, wir müssen nur die enthaltenen Nährstoffe adäquat ersetzen. Im BARF gilt: es gibt immer einen guten Weg für Dich und Deinen Schützling!

Ohne Innereien fehlt es Deinem Hund vor allem an Kupfer, Selen und den Vitaminen A, B2, D und Folsäure. Im Weiteren findest Du eine Liste der möglichen Ersatzmittel. Bitte achte genau auf die Dosierung die auf den entsprechenden Verpackungen der hier empfohlenen Produkte vermerkt ist und wende Dich bei Unsicherheiten an fachkundige Hilfe durch Deinen Tierarzt oder Ernährungsberater.

Wir bieten Dir bei BARFER’S PLUS eine große Auswahl an Ersatz- und Zusatzmitteln.

Vitamine & Mineralien ersetzen

So kannst Du einzelne Innereien ersetzen.

Vitamin A

Lebertran

Vitamin D

Lebertran, Salzwasserfische, Eigelb

Vitamin B2

Bierhefe

Pantothensäure

Bierhefe, Eigelb

Biotin

Eigelb, Bierhefe, Walnüsse

Folsäure

Bierhefe, Weizenkeime, Brokkoli, Blattspinat

Eisen

Blut oder Blutpulver

Kupfer

Meeresfrüchte, Hagebutten, Cashew-Kerne, Haselnüsse, Bierhefe, Blutpulver

Selen

Kokosnuss, Sesam, Paranüsse

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