Ja, Hunde dürfen Granatapfel essen, auch als Obstkomponente im BARF-Napf, allerdings nur in kleinen Mengen als Teil des Obstanteils, der bei rund 6 % der Tagesration liegt.


Die Frucht ist reich an Vitaminen, Mineralstoffen und Antioxidantien, hat einen vergleichsweise niedrigen Zuckergehalt und ist, anders als viele andere Obstsorten mit Kernen wie Nektarinen oder Pflaumen, für Deinen Hund völlig unbedenklich. Die Kerne kannst Du also mitfüttern.

Warum Granatapfel gesund für Hunde ist

Erfrischung im Sommer Granatäpfel sind reich an Wasser und eignen sich deshalb gerade im Sommer als erfrischender Snack für Deinen Hund.


Zellschutz Granatäpfel enthalten besonders viel Ellagsäure, ein natürliches Zellschutzmittel, das sich positiv auf Herz und Kreislauf Deines Hundes auswirken kann.


Mineralstoffe und Vitamine Kalium, Kalzium, Eisen und Phosphor unterstützen Knochen, Muskeln und den Elektrolythaushalt Deines Hundes, dazu kommen Vitamin B, Vitamin C und Folsäure sowie essentielle Fettsäuren.

Napf mit BARF-Portion aus Fleisch, Knochen, Apfel und Granatapfelkernen neben einem aufgeschnittenen Granatapfel und Pastinaken, dekoriert mit Tannenzweigen

Dürfen Hunde Granatapfelkerne essen?

Anders als bei vielen anderen Kernobstsorten musst Du Dir beim Granatapfel keine Sorgen machen: Die Kerne enthalten keine Blausäure und sind damit für Deinen Hund nicht giftig. Viele Hunde mögen sogar den Knack der Kerne und die leichte Süße der roten Frucht.

Granatapfel beim Barfen: pflanzlicher Anteil mit Mehrwert

Wer seinen Hund nach dem BARF-Prinzip ernährt, ergänzt Muskelfleisch, Innereien und Rohknochen um einen pflanzlichen Anteil aus Gemüse und Obst, der rund 20 % der täglichen Ration ausmacht, davon entfallen etwa 30 % auf Obst.


Granatapfel bringt für diesen Obstanteil gleich zwei Vorteile mit: Er liefert nennenswerte Mengen Antioxidantien und Mineralstoffe, ohne die Ration mit viel Zucker zu belasten, und ist dabei einer der wenigen Kernobstsorten, bei denen Du Dir um die Kerne keine Sorgen machen musst.


Unser Basis-Mix Obst deckt den Obstanteil Deiner BARF-Ration bereits mit einer ausgewogenen Mischung ab, frischen Granatapfel kannst Du dann gezielt und saisonal als zusätzliches Topping obendrauf geben.

Wie viel Granatapfel darf mein Hund essen?

Auch wenn Granatapfel gut verträglich ist, gilt: die Menge macht den Unterschied. Orientiere Dich am Obstanteil des BARF-Hundefutters, der bei rund 30 % des pflanzlichen Anteils liegt, das entspricht etwa 6 % der gesamten Tagesration.


Granatapfelkerne können einen Teil dieses Obstanteils ausmachen, sollten aber nicht die alleinige Obstkomponente der Ration sein, sondern mit anderen Obstsorten wie Apfel und Kürbis abwechseln.

Granatapfel richtig zubereiten

Schneide den Granatapfel auf und löse die roten Kerne vorsichtig aus der weißen Trennhaut. Diese weiße Haut schmeckt bitter und kann bei Deinem Hund zu Magenbeschwerden führen, deshalb solltest Du sie nicht mitfüttern.


Die Kerne selbst kannst Du Deinem Hund pur anbieten, unters Futter mischen oder an heißen Tagen kurz anfrieren und als kühle Erfrischung servieren.


Achtung: Fertiger Granatapfelsaft oder Granatapfelprodukte aus dem Supermarkt sind für Deinen Hund keine gute Wahl, sie enthalten häufig zugesetzten Zucker oder Konzentrate, die die Vorteile der frischen Frucht zunichtemachen. Verfüttere ausschließlich die frischen, unbehandelten Kerne.

Fazit: Granatapfel ist ein gesunder Snack für Deinen Hund

Granatapfel ist für Deinen Hund unbedenklich, sogar samt Kernen, und liefert wertvolle Antioxidantien und Mineralstoffe. Als Teil des pflanzlichen BARF-Anteils ist er eine gesunde, erfrischende Ergänzung, die Du bedenkenlos mit Deinem Vierbeiner teilen kannst.

Autor

Nele Marie Ott
Nele Marie OttZertifizierte BARF-Ernährungsberaterin


Nele ist zertifizierte BARF-Ernährungsberaterin der THP-Schule (Swanie Simon) und begeisterte BARFerin – ihr Tierschutzhund Archie, ein Terriermischling, hat sie 2023 dazu gebracht.


Nach ihrem Abschluss Anfang 2024 befasst sich Nele mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zuhause.