Ja, Himbeeren sind für Hunde unbedenklich und können in kleinen Mengen sogar eine gesunde Ergänzung im Napf sein. Sie liefern Antioxidantien, Ballaststoffe und Vitamin C, wichtig ist aber, wie viel Du fütterst und wie Du sie zubereitest.


Wir zeigen Dir, worauf Du achten musst, wie viele Himbeeren für Deinen Hund geeignet sind und wie sie sich sinnvoll in eine BARF-Mahlzeit einfügen.

Sind Himbeeren gesund für Hunde?

Himbeeren gehören zu den beliebtesten Beerenfrüchten und sind reich an Vitaminen, Antioxidantien und Ballaststoffen. Sie enthalten unter anderem Vitamin C, Vitamin K, Mangan und Folsäure.


Himbeeren zählen außerdem zu den ballaststoffreichsten Früchten überhaupt, was sich positiv auf die Verdauung Deines Hundes auswirken kann.

Wie viele Himbeeren darf mein Hund fressen?

Himbeeren sind kein tägliches Muss im Hundefutter, sondern ein gelegentlicher Snack oder Teil des Obst-Anteils der BARF-Mahlzeit (6 %).


Führe sie beim ersten Mal langsam ein, beginne mit ein bis zwei Beeren und beobachte, wie Dein Hund reagiert. Dabei kannst Du Dich grob an diesen Mengenangaben orientieren:

  • Kleine Hunde: 2 bis 4 Himbeeren
  • Mittelgroße Hunde: 5 bis 8 Himbeeren
  • Große Hunde: bis zu 10 Himbeeren

Welpen: Bis zu einem Alter von etwa 10 bis 12 Wochen sollte der Verdauungstrakt Deines Welpen noch kein zusätzliches Obst verarbeiten müssen. Ab etwa 3 Monaten kannst Du vorsichtig mit einer halben Himbeere starten.


Hunde mit Diabetes: Aufgrund des enthaltenen Fruchtzuckers solltest Du bei diabeteserkrankten Hunden vorher mit Deiner Tierarztpraxis Rücksprache halten.

Frisch geerntete Himbeeren in kleinen Papp-Schälchen, geeignet als gesunder Snack für Hunde

Vorteile von Himbeeren für Hunde

Wenn sie in Maßen gefüttert werden, können Himbeeren einige gesundheitliche Vorteile für Deinen Hund bieten:

  1. Reich an Antioxidantien: Antioxidantien können helfen, Zellschäden durch freie Radikale zu bekämpfen und das Immunsystem Deines Hundes zu unterstützen.
  2. Ballaststoffe für die Verdauung: Himbeeren gehören zu den ballaststoffreichsten Früchten überhaupt und können die Verdauung fördern.
  3. Vitamin C für das Immunsystem: Himbeeren sind eine gute Quelle für Vitamin C.
  4. Geschmackliche Abwechslung: Als gelegentliche Belohnung oder Snack bieten sie eine willkommene Abwechslung im Napf.

Himbeeren im BARF-Napf: mehr als nur ein Snack

Rechnest Du es Dir einmal durch, landest Du bei einem überschaubaren, aber festen Posten: Der pflanzliche Anteil einer BARF-Mahlzeit liegt bei rund 20 %, davon sind wiederum etwa 30 % Obst.


In Summe machen Obstsorten wie Himbeeren also rund 6 % der gesamten Tagesration aus, den Rest des pflanzlichen Anteils übernimmt Gemüse.


Himbeeren müssen bei Dir also nicht zwingend die Ausnahme-Belohnung zwischendurch bleiben. Sie können genauso gut ein regelmäßiger Baustein im Napf sein, dosiert wie oben beschrieben und eingebettet in eine vollständige BARF-Mahlzeit mit MuskelfleischInnereien und rohen fleischigen Knochen.


Falls Dir das eigenständige Zusammenstellen von Fleisch, Gemüse und Obst zu aufwendig ist: Unsere Fertig-BARF Komplett-Mixe für Hunde übernehmen das Verhältnis für Dich, Obst und Gemüse sind darin bereits ausgewogen eingearbeitet.

Worauf solltest Du bei der Fütterung achten?

Wasche die Himbeeren gut: Vor dem Verfüttern solltest Du gekaufte Himbeeren gründlich waschen, um Schmutz, Pestizidrückstände oder andere Verunreinigungen zu entfernen. Himbeeren aus dem eigenen, unbehandelten Garten kannst Du direkt vom Strauch anbieten.


Nur reife Himbeeren verfüttern: Unreife Früchte können bei Deinem Hund Magenverstimmungen auslösen.


Füttere nur frische Himbeeren: Vermeide Himbeeren in Sirup, gezuckerten Konserven oder mit anderen Zusätzen. Entferne vor dem Füttern den grünen Stiel.


Vorsicht bei wild gepflückten Himbeeren: Wildwachsende Himbeeren am Wegesrand können in seltenen Fällen mit Fuchsbandwurm-Eiern belastet sein. Wasche wild gepflückte Beeren daher besonders gründlich oder verzichte im Zweifel darauf.


Überwache mögliche allergische Reaktionen: Himbeeren gehören nicht zu den typischen Allergieauslösern für Hunde, dennoch können manche Hunde empfindlich reagieren. Achte in den ersten Stunden nach der Fütterung auf Anzeichen wie Juckreiz, Schwellungen, Erbrechen oder Durchfall.

Häufige Fragen zu Himbeeren für Hunde

Sind Himbeeren giftig für Hunde? Nein, Himbeeren sind für Hunde nicht giftig, solange Du sie frisch, unbehandelt und in Maßen fütterst.


Darf mein Welpe schon Himbeeren essen? Ab etwa 3 Monaten kannst Du vorsichtig mit einer halben Himbeere starten und die Reaktion Deines Welpen beobachten. Vorher sollte der Speiseplan noch kein zusätzliches Obst enthalten.


Wie oft darf mein Hund Himbeeren bekommen? Als gelegentlicher Snack oder kleiner Teil des Obst-Anteils der BARF-Mahlzeit, nicht als tägliches Hauptfutter.


Sind gefrorene Himbeeren für Hunde geeignet? Ja, angetaute oder leicht angefrorene Himbeeren sind unbedenklich und besonders im Sommer eine erfrischende Belohnung. Ganz gefrorene, harte Beeren solltest Du bei kleinen Hunden vermeiden, da sie eine Verschluckungsgefahr darstellen können.


Was tun, wenn mein Hund zu viele Himbeeren gefressen hat? In der Regel kommt es höchstens zu weichem Kot, Blähungen oder leichtem Durchfall durch den Fruchtzucker und die Ballaststoffe. Das klingt normalerweise am nächsten Tag von selbst ab. Zeigt Dein Hund starke Symptome oder einen schlechten Allgemeinzustand, kontaktiere eine Tierarztpraxis.

Fazit: Himbeeren für Hunde

Himbeeren können eine gesunde und schmackhafte Ergänzung zur BARF-Fütterung Deines Hundes sein, wenn Du auf die richtige Menge und Zubereitung achtest.


Wasche sie gründlich, füttere nur reife und frische Früchte und beobachte Deinen Hund auf mögliche Reaktionen.


Mehr zu anderen Beerensorten erfährst Du in unseren Ratgebern zu BlaubeerenErdbeeren und in unserer allgemeinen Beeren-Übersicht.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.