Ja, Hunde dürfen Kokosnuss essen, ob als frisches Fruchtfleisch, getrocknete Flocken oder Öl, in Maßen ist das für die meisten Hunde nicht nur unbedenklich, sondern sogar gesund.


Botanisch ist die Kokosnuss trotz ihres Namens übrigens keine echte Nuss, sondern eine Steinfrucht, ähnlich wie Pflaumen oder Nektarinen.


In Form von Kokosraspeln steckt sie bereits in all unseren BARFER'S Komplett-Mixen für Hunde, zusätzliches frisches Fruchtfleisch oder Kokosöl bleiben eine optionale Ergänzung obendrauf.

Was ist eigentlich eine Kokosnuss?

Die Kokosnuss ist die Frucht eines tropischen Palmengewächses, das vor allem im pazifischen Raum kultiviert wird. Die Früchte wachsen hoch oben an der Palme und fallen entweder von selbst zu Boden oder werden geerntet.


Unter der dicken, grünen Außenschale verbirgt sich der harte Kern mit dem bekannten Fruchtfleisch und dem Kokoswasser.


Aus der Frucht lassen sich verschiedene Produkte gewinnen:

  • frisches Kokosnussfleisch
  • frisches Kokosnusswasser
  • konzentrierte Kokosmilch
  • getrocknete Kokosraspeln
  • Kokosöl

Für die Hundefütterung sind vor allem Kokosraspeln und Kokosöl relevant, Kokosnuss für Hunde bedeutet in der Praxis also meist eine dieser beiden Formen statt der ganzen Frucht.

Blick von unten auf eine Kokospalme mit einem großen Bündel reifer, brauner Kokosnüsse zwischen den Palmwedeln

Ist Kokosnuss nahrhaft für Hunde?

Über den Nährwert der Kokosnuss für Hund und Mensch gibt es unterschiedliche Einschätzungen. Kokosöl besteht zu einem großen Teil aus gesättigten, mittelkettigen Fettsäuren.


Diese werden vom Körper direkt über die Leber aufgenommen, ohne vorher durch Gallenflüssigkeit aufgespalten werden zu müssen, und eignen sich deshalb besonders gut als Energiequelle für Tiere mit Problemen an Bauchspeicheldrüse oder Leber.


Wichtige andere Nährstoffe liefert Kokosöl aufgrund seines hohen Anteils an gesättigten Fettsäuren dagegen kaum, weshalb es tierische Fette in der Ration nicht ersetzen sollte. Kokosnuss, etwa in Flockenform, enthält zudem nennenswerte Mengen an Selen.


Ihr wird außerdem eine wurmwidrige Wirkung nachgesagt: Die in Kokosöl enthaltenen Biphenyle sollen gegen bestimmte Darmparasiten wie Spulwürmer helfen.

Wie kannst Du Kokosnuss an Deinen Hund verfüttern?

Hier gibt es mehrere bewährte Wege: Viele Barfer geben ihren Hunden Kokosflocken unter das Futter. Die Flocken liefern Fasern beziehungsweise Kohlenhydrate, etwas Fettsäuren und Ballaststoffe.


Mag Dein Hund die Kokosnuss, kannst Du ihm auch frisches oder getrocknetes Fruchtfleisch in kleinen Mengen anbieten.


Alternativ eignet sich Kokosöl in kleinen Mengen als gelegentliche Ergänzung, zum Beispiel als leicht verdauliche Energiequelle.

Kokosnuss beim Barfen: bereits fester Bestandteil unserer Komplett-Mixe

Beim Barfen macht der pflanzliche Anteil rund 20 % der täglichen Ration aus, davon entfallen etwa 30 % auf Obst und 70 % auf Gemüse.


Kokosnuss zählt zwar nicht zu den klassischen Obstsorten einer BARF-Ration, in Form von Kokosraspeln ist sie aber bereits fester Bestandteil in all unseren BARFER'S Komplett-Mixen.


Möchtest Du zusätzlich frisches Fruchtfleisch oder Kokosöl anbieten, setze das als gelegentliche, wechselnde Beigabe ein, nicht als Ersatz für die üblichen Omega-3-Öle Deiner BARF-Ration.

Fazit: Kokosnuss steckt schon in Deiner BARF-Ration

Kokosnuss ist für Deinen Hund in Maßen unbedenklich und in Form von Kokosraspeln bereits Teil aller BARFER'S Komplett-Mixe für Hunde.


Zusätzliches frisches Fruchtfleisch, Flocken oder Öl können eine willkommene Abwechslung im Napf sein, für den Fettsäuren-Ausgleich der Ration sollten aber weiterhin andere Omega-3-Öle die Grundlage bilden.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (nach Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.

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