Ja, Hunde dürfen Orangen essen. Anders als Zitrone oder Limette ist die Orange in Maßen unbedenklich, solange sie unbehandelt ist und die Kerne entfernt werden.

Darf ich meinem Hund Orangen füttern?

Solange die Orange nicht mit Chemikalien behandelt wurde, kannst Du sie unter fließendem Wasser reinigen und Deinem Hund ohne Bedenken anbieten.


Damit Dein Hund die Inhaltsstoffe der Orange besser aufnehmen kann, ist es sinnvoll, ein Orangenmus herzustellen. Püriere dafür das Fruchtfleisch (nicht die Schale), bis das Mus die gewünschte Konsistenz erreicht. Beim Pürieren werden die Inhaltsstoffe aufgespalten und lassen sich durch die höhere Bioverfügbarkeit besser vom Organismus Deines Hundes aufnehmen.

Nahaufnahme von Orangen im Baum

Warum Orangen gesund für Hunde sind

Knochen, Gelenke und Nerven Magnesium, Kalzium und Kalium wirken unterstützend auf Knochen, Gelenke und das Nervensystem Deines Hundes.


Fell und Haut Beta-Carotin senkt den Blutdruck und stärkt Fell und Haut.


Energiestoffwechsel Vitamin B12 und Vitamin B6 wirken sich positiv auf den Energiestoffwechsel aus.


Immunsystem Vitamin C unterstützt besonders das Immunsystem Deines Hundes.

Orangen beim Barfen: pflanzlicher Anteil mit Mehrwert

Im Gegensatz zu Zitrone oder Limette darf die Orange tatsächlich mit auf den Teller.


Als Obstanteil einer BARF-Ration, der laut Faustregel etwa 5 bis 10 % des pflanzlichen Anteils ausmachen sollte, bringt sie genau die Vitamine und Mineralstoffe mit, die eine ausgewogene Ration ergänzen, allen voran Vitamin C sowie Magnesium, Kalzium und Kalium.


Damit ist die Orange eine der wenigen Zitrusfrüchte, die sich sinnvoll in den pflanzlichen BARF-Anteil einbauen lässt, statt wie Limette oder Zitrone komplett gemieden zu werden.


Unsere Fertig-BARF Komplett-Mixe für Hunde enthalten bereits einen ausgewogen abgestimmten pflanzlichen Anteil, frisches Orangenmus kannst Du dann gezielt als kleine, saisonale Ergänzung obendrauf geben.


Achtung: Ist Dein Hund übergewichtig, solltest Du Orangen wegen des Fruchtzuckers nur einmal pro Woche als kleines Leckerli anbieten.

Was Du beim Verfüttern von Orangen beachten solltest

Orangen enthalten neben vielen Vitaminen und Mineralien auch Säure, deshalb solltest Du die Frucht nur in Maßen verfüttern und Dich an der Größe Deines Hundes orientieren.


Kleine Hunde vertragen nur wenige Spalten oder einen kleinen Löffel Orangenmus, mittelgroße Hunde etwa eine halbe Orange, große Hunde eine ganze Orange.


Größere Mengen können aufgrund des hohen Säuregehalts zu Verdauungsbeschwerden, Erbrechen oder Durchfall führen. Die Kerne solltest Du in jedem Fall entfernen, da sie Blausäure enthalten.

Wann solltest Du Deinem Hund keine Orangen geben?

Grundsätzlich ist die Orange gut verträglich für Hunde. Stellst Du fest, dass Deine Fellnase Orangen nicht gut verträgt, solltest Du sie nur noch wenig bis gar nicht anbieten. In der Regel haben die meisten Hunde jedoch keine Probleme mit dieser Zitrusfrucht.

Fazit: Orangen sind für Hunde in Maßen unbedenklich

Orangen sind, anders als Zitrone oder Limette, für Deinen Hund grundsätzlich verträglich und liefern wertvolle Vitamine und Mineralstoffe.


Achte auf unbehandelte Ware, entferne die Kerne und biete Deinem Hund die Frucht, am besten als Mus, nur in Maßen als Teil des pflanzlichen BARF-Anteils an.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.