Ganz klar: Hunde zählen zu den Carnivoren – den Fleischfressern. Nicht umsonst wirbt Hundefutter mit einem hohen Fleischanteil. Je höher der Fleischanteil, desto besser – in der Regel – die Qualität des Futters. Beim Barfen werden Hunde mit einem großen Teil rohem Fleisch gefüttert, dennoch wird das Zufüttern von Gemüse empfohlen. Auch sonst mögen manche Hunde Gemüse, wie Herrchen und Frauchen oft überrascht feststellen. Gemüsesorten, die unbedenklich gefüttert werden können, sind vielfältig: Gurke, gekochte Kartoffeln, Karotten. – Aber was ist eigentlich mit Paprika?

Kann ich meinen Hund mit Paprika füttern?

Wenn Du Dich fragst, ob Du Deinem Hund bedenkenlos Paprika füttern kannst, wirst du ein vorsichtiges „Jein“ ernten. Du solltest zwei Dinge beachten:

1. Paprika zählt zu den Nachtschattengewächsen

Dass Kartoffeln und Tomaten zu den Nachtschattengewächsen zählen, wissen sicher die meisten. Auch Paprika gehört in diese Kategorie. Nachtschattengewächse enthalten Solanin – einen Stoff, der dazu führen kann, dass Zellen absterben, der Krebs verursachen und bei Verzehr zu großer Mengen zu Vergiftungen führen kann. Deshalb: Füttere Deinem Hund am besten nur kleine Mengen Paprika, und – sofern möglich – beschränke dich auf durchgereifte, rote Paprika. Die rote Paprika hat im Vergleich zur gelben und grünen am wenigsten Solanin und kann damit in kleinen Mengen bedenkenlos gefüttert werden. Wenn Du Deinem Hund Paprika füttern möchtest, dann am besten ohne Strunk. Im Strunk ist der Solanin-Gehalt am höchsten. Normalerweise sollte Dein Hund den Strunk ohnehin nicht mögen – in vielen Fällen wissen Tiere einfach, was gut für sie ist.

2. Gekochte Paprika ist besser verträglich

Nicht nur die Reife bestimmt, wie gut verträglich Paprika für Deinen Hund ist – wichtig ist auch die Darreichungsform. Gibst Du die Paprika roh, ist der Solaningehalt höher als bei gekochten Paprika. Dementsprechend ist es – insbesondere, wenn Du größere Mengen fütterst – eine gute Idee, dieses Gemüse zu kochen. Dabei löst sich das Solanin von der Paprika ins Kochwasser. Wichtig: Solltest Du barfen und Deinem Vierbeiner das Gemüse püriert füttern, solltest Du das Kochwasser abschütten, sobald Kartoffeln oder Paprika mitgekocht wurden.

Was Du tun kannst, wenn Dein Hund zu viel Paprika gefressen hat

Im ersten Schritt: Ruhe bewahren und tief durchatmen. Am besten ist, Du hast schon vorher einen Notfallplan mit möglichen Szenarien. Wenn Du das hier gerade liest, weil Du noch keinen Notfallplan hast – nochmal, tief durchatmen.

Du hast im Grunde drei Optionen:

  1. Du beobachtest Deinen Hund und gehst zum Tierarzt, sobald er Vergiftungssymptome zeigt.
  2. Du gehst sofort zum Tierarzt – am besten innerhalb der ersten Stunde, nachdem Dein Hund zu viel Paprika gefressen hat. Dann kann der Tierarzt ein Medikament spritzen, dass den Hund zum Erbrechen bringt, wodurch er weniger Solanin aufnehmen kann. Hier spielt der Zeitfaktor eine wichtige Rolle.
  3. Du gibst Deinem Hund Aktivkohle. Sie bindet das Gift zu einem Teil und verringert so die Menge an Solanin, die in die Blutbahnen Deines Vierbeiners gelangt. Bist Du Dir unsicher: bitte einmal zu häufig zum Tierarzt als zu wenig!

 

Mögliche Vergiftungsanzeichen sind Erbrechen, Durchfall, Atemprobleme und Fieber. Auch die Farbe der Schleimhäute (z.B. die der Lefzen) ist ein wichtiger Indikator: Normalerweise sind die Schleimhäute rosarot – bei Vergiftungserscheinungen werden sie blass bis weiß.

Fazit

Auch, wenn das hier ein bisschen so aussieht, als solltest Du die Paprika verteufeln - so schlimm ist es nicht. In geringen Mengen, gut gereift (also rot) und gekocht ist Paprika gut verträglich und kann eine Bereicherung für den Speiseplan Deines Vierbeiners sein. Ansonsten kannst du einfach auf Karotten, Gurke, gekochte(!) Kartoffeln und viele andere Gemüsesorten zurückgreifen.

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