Roh oder gekocht: Was ist besser verträglich?
Nicht nur die Reife, auch die Zubereitung entscheidet über die Verträglichkeit.
Rohe Paprika enthält mehr Solanin als gekochte, deshalb ist es vor allem bei größeren Mengen sinnvoll, das Gemüse vor dem Füttern zu kochen. Beim Kochen löst sich ein Teil des Solanins ins Kochwasser.
Wichtig: Fütterst Du Deinem Hund das Gemüse püriert und hast dabei Kartoffeln oder Paprika mitgekocht, schütte das Kochwasser weg, statt es mit zu verwenden.
Was tun, wenn Dein Hund zu viel Paprika gefressen hat?
Bleib zunächst ruhig, ein durchdachtes Vorgehen hilft Deinem Hund mehr als Panik. Grundsätzlich hast Du drei Optionen:
- Beobachten und reagieren: Du beobachtest Deinen Hund genau und suchst einen Tierarzt auf, sobald erste Vergiftungssymptome auftreten.
- Sofort zum Tierarzt: Am besten innerhalb der ersten Stunde nach dem Verzehr. Der Tierarzt kann ein Medikament spritzen, das Erbrechen auslöst, wodurch weniger Solanin aufgenommen wird. Hier zählt jede Minute.
- Aktivkohle geben: Aktivkohle bindet einen Teil des Giftstoffs und verringert so die Menge an Solanin, die in die Blutbahn Deines Hundes gelangt.
Bist Du Dir unsicher, gilt: lieber einmal zu häufig zum Tierarzt als zu wenig.
Mögliche Vergiftungsanzeichen:
- Erbrechen
- Durchfall
- Atemprobleme
- Fieber
- Blasse bis weiße Schleimhäute statt der normalen, rosaroten Farbe, zum Beispiel an den Lefzen
Paprika beim Barfen: Ergänzung mit Vorsicht
Beim Barfen macht der pflanzliche Anteil rund 20 % der täglichen Ration aus, davon entfallen etwa 70 % auf Gemüse.
Rote, gekochte Paprika kann in kleinen Mengen Teil dieses Gemüseanteils sein, sollte aber wegen des Solanin-Gehalts nicht die Hauptkomponente sein und nicht regelmäßig in größeren Portionen gefüttert werden.
Setze für die tägliche Grundversorgung lieber auf unbedenklichere Sorten wie Blattsalat, Kürbis oder Spinat, und nutze Paprika eher als gelegentliche, kleine Abwechslung.