Ja, Hunde dürfen Gurken essen. Die Salatgurke ist kalorienarm, magenfreundlich und für Deinen Hund in Maßen eine gesunde, erfrischende Ergänzung, solange Du auf Bitterstoffe achtest.

Warum Gurken gesund für Hunde sind

Erfrischung im Sommer Gurken bestehen zu rund 95 % aus Wasser und eignen sich deshalb besonders im Sommer als erfrischende Abwechslung für Deinen Hund.


Schonkost bei Magen-Darm-Problemen Gurken sind leicht verdaulich und magenfreundlich, weshalb sie sich hervorragend als Schonkost eignen, wenn Dein Hund Probleme mit Magen oder Darm hat.


Geeignet bei Übergewicht Da Gurken sehr wenige Kalorien enthalten, lassen sie sich gut in die Ernährung einbinden, wenn Dein Hund mit Übergewicht zu kämpfen hat.


Vitamine und Mineralstoffe Gurken liefern Vitamin A und Vitamin B sowie Kalium, einen wichtigen Nährstoff für Muskeln und Nerven Deines Hundes.

Hund mit aufgestellten Ohren sitzt aufmerksam vor einer Hand, die zwei aufgeschnittene Gurkenscheiben hält

Gurken beim Barfen: Gemüseanteil mit Mehrwert

Beim Barfen macht der pflanzliche Anteil rund 20 % der täglichen Ration aus, davon entfallen etwa 70 % auf Gemüse und rund 30 % auf Obst.


Gurken sind ein idealer Baustein für diesen Gemüseanteil, sie liefern Feuchtigkeit, Vitamine und Kalium, ohne die Ration mit zusätzlichen Kalorien zu belasten.


In unserem Basis-Mix Gemüse ist die Gurke bereits fester Bestandteil, mit einem Anteil von 20 % neben Blattsalat, Apfel, Möhre, Kürbis und Spinat.

Wie viel Gurke darf mein Hund essen?

Kleine Hunde vertragen zwei bis drei dünne Scheiben Gurke, mittelgroße Hunde eine viertel bis halbe Gurke, große Hunde eine halbe Gurke pro Portion.


Wie bei jedem neuen Lebensmittel gilt: erst eine kleine Menge anbieten und beobachten, wie Dein Hund darauf reagiert.

Gurke richtig zubereiten und servieren

Schäle die Gurke nur, wenn sie nicht aus biologischem Anbau stammt, ansonsten kann die Schale mitgefüttert werden und liefert zusätzliche Ballaststoffe.


Schneide die Gurke in dünne Scheiben oder kleine Würfel, damit Dein Hund sie leicht kauen kann, das gilt besonders für kleine Hunde und Welpen, bei denen ganze Stücke ein Erstickungsrisiko darstellen.


Die weichen Kerne im Inneren der Gurke sind unbedenklich und müssen nicht entfernt werden.


An heißen Sommertagen kannst Du Gurkenstücke auch kurz anfrieren und Deinem Hund als kühlende Erfrischung anbieten. Bei Welpen, die gerade zahnen, wirkt gekühlte Gurke zusätzlich angenehm auf das gereizte Zahnfleisch.


Wichtig: Salz- und Gewürzgurken aus dem Glas sind für Deinen Hund tabu. Der hohe Salzgehalt, Essig und Gewürze wie Knoblauch oder Senfkörner können Magen und Nieren belasten. Verfüttere ausschließlich frische, unbehandelte Salatgurke.

Vorsicht bei bitteren Gurken

Trotz aller Vorteile solltest Du einen Punkt beachten: Gurken enthalten den Bitterstoff Cucurbitacin. Dieser kommt in den meisten Kürbisgewächsen vor, zu denen auch die Gurke zählt, und verursacht einen bitteren Geschmack.


Ist zu viel Cucurbitacin in einer Gurke enthalten, erkennst Du das sofort am stark bitteren Geschmack und würdest sie ohnehin weder selbst essen noch Deinem Hund anbieten.


Die toxische Wirkung des Bitterstoffs kann bei Deinem Hund zu Erbrechen, Durchfall, starkem Speicheln und Benommenheit führen, in seltenen Fällen sogar zu einem lebensbedrohlichen Schock.


Bei im Supermarkt gekauften Gurken musst Du Dir deswegen keine Sorgen machen, diese Sorten sind in der Regel frei von Bitterstoffen. Baust Du Gurken selbst im Garten an, kann sich Cucurbitacin allerdings bilden, wenn die Pflanzen während des Wachstums unter Stress stehen, etwa durch Hitze oder Wassermangel.


Achtest Du bei der Auswahl der Gurken auf diesen Punkt, kannst Du Deinem Hund bedenkenlos eine gesunde Abwechslung bieten.

Fazit: Gurken sind ein gesunder Snack für Deinen Hund

Gurken sind kalorienarm, wasserreich und leicht verdaulich, damit eine ideale Ergänzung für den Gemüseanteil einer BARF-Ration. Achte lediglich auf einen bitteren Geschmack als Warnsignal für Cucurbitacin, dann steht der gesunden Erfrischung für Deinen Hund nichts im Weg.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.