Wie viel Gurke darf mein Hund essen?
Kleine Hunde vertragen zwei bis drei dünne Scheiben Gurke, mittelgroße Hunde eine viertel bis halbe Gurke, große Hunde eine halbe Gurke pro Portion.
Wie bei jedem neuen Lebensmittel gilt: erst eine kleine Menge anbieten und beobachten, wie Dein Hund darauf reagiert.
Gurke richtig zubereiten und servieren
Schäle die Gurke nur, wenn sie nicht aus biologischem Anbau stammt, ansonsten kann die Schale mitgefüttert werden und liefert zusätzliche Ballaststoffe.
Schneide die Gurke in dünne Scheiben oder kleine Würfel, damit Dein Hund sie leicht kauen kann, das gilt besonders für kleine Hunde und Welpen, bei denen ganze Stücke ein Erstickungsrisiko darstellen.
Die weichen Kerne im Inneren der Gurke sind unbedenklich und müssen nicht entfernt werden.
An heißen Sommertagen kannst Du Gurkenstücke auch kurz anfrieren und Deinem Hund als kühlende Erfrischung anbieten. Bei Welpen, die gerade zahnen, wirkt gekühlte Gurke zusätzlich angenehm auf das gereizte Zahnfleisch.
Wichtig: Salz- und Gewürzgurken aus dem Glas sind für Deinen Hund tabu. Der hohe Salzgehalt, Essig und Gewürze wie Knoblauch oder Senfkörner können Magen und Nieren belasten. Verfüttere ausschließlich frische, unbehandelte Salatgurke.
Vorsicht bei bitteren Gurken
Trotz aller Vorteile solltest Du einen Punkt beachten: Gurken enthalten den Bitterstoff Cucurbitacin. Dieser kommt in den meisten Kürbisgewächsen vor, zu denen auch die Gurke zählt, und verursacht einen bitteren Geschmack.
Ist zu viel Cucurbitacin in einer Gurke enthalten, erkennst Du das sofort am stark bitteren Geschmack und würdest sie ohnehin weder selbst essen noch Deinem Hund anbieten.
Die toxische Wirkung des Bitterstoffs kann bei Deinem Hund zu Erbrechen, Durchfall, starkem Speicheln und Benommenheit führen, in seltenen Fällen sogar zu einem lebensbedrohlichen Schock.
Bei im Supermarkt gekauften Gurken musst Du Dir deswegen keine Sorgen machen, diese Sorten sind in der Regel frei von Bitterstoffen. Baust Du Gurken selbst im Garten an, kann sich Cucurbitacin allerdings bilden, wenn die Pflanzen während des Wachstums unter Stress stehen, etwa durch Hitze oder Wassermangel.
Achtest Du bei der Auswahl der Gurken auf diesen Punkt, kannst Du Deinem Hund bedenkenlos eine gesunde Abwechslung bieten.
Fazit: Gurken sind ein gesunder Snack für Deinen Hund
Gurken sind kalorienarm, wasserreich und leicht verdaulich, damit eine ideale Ergänzung für den Gemüseanteil einer BARF-Ration. Achte lediglich auf einen bitteren Geschmack als Warnsignal für Cucurbitacin, dann steht der gesunden Erfrischung für Deinen Hund nichts im Weg.