Obst und Gemüse für Hunde

Inhaltsverzeichnis

  1. Vegetarisches für den Hund?
  2. BARF-Lebensmittelampel für Hunde
  3. Dürfen Hunde Bananen essen?
  4. Hunde und Erdbeeren
  5. Dürfen Hunde Gurken essen?
  6. Hunde und Tomaten
  7. Geriebener Apfel
  8. Welches Obst ist am gesündesten?
  9. Nüsse und Hunde
  10. Kartoffelflocken für Hunde
  11. Hund und Paprika
  12. Was Hunde nicht essen dürfen
  13. Hunde und Wassermelone
  14. Weintrauben und Hunde
  15. Gekocht oder roh?
  16. Mandarinen: dürfen Hunde das essen?
  17. Spinat für Hunde
  18. Avocado: wie gefährlich sind sie für Hunde?
  19. Kohlrabi und Hunde
  20. Welche Beeren dürfen Hunde essen?
  21. Dürfen Hunde Ananas essen?
  22. Dürfen Hunde Feigen essen?

Obst und Gemüse zum BarfenVegetarisches für den Hund?

Hunde sind Fleischfresser. Wie ihre Vorfahren, die Wölfe, lieben sie tierische Nahrung. Doch etwas in Vergessenheit geraten ist, dass Hunde auch pflanzliche Kost benötigen. Vegetarisches Futter ist eine sinnvolle Ergänzung zur biologisch artgerechten Rohfütterung (BARF). Obst und Gemüse enthalten wertvolle Vitamine und Mineralstoffe, die sich positiv auf die Gesundheit des Hundes auswirken.

Auch der Wolf greift auf Pflanzliches zurück: So ist der vorverdaute Inhalt eines Magens ein willkommenes Fressen für diesen Vierbeiner. Barfer's Wellfood bietet deshalb auch für Hunde leckeres Obst und Gemüse in der Frischfleischtheke an. Der grüne Magen vom Rind enthält gesunde Gräser. Weil Hunde Obst und Gemüse schlecht verdauen, der Mageninhalt eines Rindes aber bereits leicht zersetzt ist, lieben viele Hunde grünen Rinderpansen.

Wegen des für Hunde spezifischen Verdauungssystems sind Hundehalter gut beraten, Obst und Gemüse zu pürieren. Kerne und Steine sollten vorher entfernt werden. Prinzipiell sollten die Früchte in kleinen Mengen zum frischen Fleisch gefüttert werden. Bananen schützen die Magen- und Darmschleimhaut und enthalten Kalium, Johannisbeeren wirken gegen Durchfall. Zucchini beugen der Übersäuerung des Körpers vor und Salate enthalten Spuren-Elemente und Mineralstoffe.

BARF-Lebensmittelampel für Hunde

Nicht jede Obst- und Gemüsesorte ist beim Barfen für den Hund unbedenklich. Manche Sorten sollten nur gekocht verfüttert werden, andere nur, wenn sie bereits überreif sind. Bei Steinobst sind die Steine vor dem Füttern zu entfernen, da diese oft giftige Substanzen enthalten. Unsere BARF-Ampel signalisiert Dir, welches Obst und Gemüse eine unbedenkliche Bereicherung für den Speiseplan eines Hundes darstellt, welche Sorten nur mit Einschränkungen gefüttert werden und auf welchen Sorten Du beim Barfen grundsätzlich verzichten solltest.

Unbedenkliche Obst- und Gemüsesorten für Hunde Diese Sorten sind nur mit Einschränkungen für Hunde geeignet Auf dieses Obst und Gemüse sollte bei Hunden verzichtet werden
Äpfel Ananas (viel Säure, nur überreif füttern) Auberginen
Aprikosen Birnen (nur überreif füttern) Avocados
Bananen Blumenkohl (blähend, daher vor dem Verzehr kochen) Bittermandel
Chicoree Broccoli (blähend, daher vor dem Verzehr kochen) Rohe grüne Bohnen
Chinakohl Feigen (wirken abführend) Hülsenfrüchte
Erdbeeren Grünkohl (blähend, daher nur in geringen Mengen füttern) Knoblauch und Lauchgewächse
Fenchel Blaubeeren (nur überreif füttern) Paprika
Johannisbeeren Kartoffeln (nur gekocht füttern, rohe Kartoffeln enthalten giftiges Solanin) Tomaten
Karotten Kirschen (Steine entfernen, enthalten giftige Blausäure) Weintrauben
Kohlrabi Melonen (nur überreif füttern) Zwiebeln und Zwiebelgewächse
Pflaumen Orangen (nur kleine Mengen und überreif füttern)  
Rote Beete    
Spargel    
Spinat    

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Generell kann BARF-Gemüse roh gefüttert werden. Gleiches gilt auch für Obst. Jedoch muss bei der Fütterung bedacht werden, dass Hunden das Enzym fehlt, mit dem die Zellwände der Pflanzen aufgespalten werden. Daher sollten Obst und Gemüse vor der Fütterung auf jeden Fall püriert werden, um die Struktur bereits so weit zu zerstören, dass der Hund sie aufnehmen und verarbeiten kann. Gleiches passiert, wenn das Gemüse leicht gekocht wird.

Das einzige Gemüse, das vor dem Verzehr gargekocht werden muss, sind Kartoffeln, denn rohe Kartoffeln enthalten giftiges Solanin.

 Bei rohem Gemüse die Verträglichkeit beachten

Soll der Hund Gemüse oder Obst bekommen, muss immer auf die Verträglichkeit geachtet werden. Frisst der Hund Broccoli oder Blumenkohl roh, kann dies beispielsweise zu Blähungen führen. Kochen kann die Verträglichkeit erhöhen. Bei Obst sind viele Sorten bekömmlicher, wenn sie zum Zeitpunkt der Fütterung bereits überreif sind. Aufgrund ihres hohen Säuregehalts sollten Obstsorten wie Orange oder Ananas nur selten und nur in geringen Mengen gefüttert werden. Generell gilt, dass rohes Gemüse und Obst die Verdauung anregt, während gekochtes Gemüse eher stopft. Verträgt ein Hund rohes Gemüse und Obst gut, muss es daher nicht extra vorgekocht werden. Wichtig ist, Obst und Gemüse immer zusammen mit Fett zu füttern, da viele fettlösliche Vitamine sonst vom Hund nicht aufgenommen werden können.

Gemüsemix für wählerische Hunde

Für die artgerechte Ernährung von Hunden sind Gemüse und Obst nicht unbedingt notwendig. Für die Darmtätigkeit, die Aufnahme von Ballaststoffen und bioaktiven Substanzen sind dies aber sinnvolle Ergänzungen beim BARF. Manche Hunde mögen jedoch kein Obst oder rohes Gemüse. Wenn jede Sorte frischen Gemüses verweigert wird, kann der Hundehalter zu speziellen Gemüsemischungen aus dem Fachhandel greifen. Der Lunderland Fruchtmix besteht beispielsweise aus mehreren leckeren und getrockneten Obstsorten, die ebenfalls die tägliche Hundemahlzeit ergänzen können.

Dürfen Hunde Bananen essen?

Ja, aber… Bananen sind zwar reich an Magnesium und Calcium. Allerdings enthalten Bananen auch viel Zucker. Daher raten wir eher zu einer mäßigen Fütterung von Bananen. Große Mengen dieser Frucht können beim Hund auch zu Verdauungsproblemen führen. Beim Füttern von Bananen ist auch immer zu beachten, wie gesund und wie groß der Hund ist: Kleine Hunde sollten eher weniger Banane bekommen, da es sonst schnell zu einer Verstopfung kommen kann. Größere Rassen können bis zu einer halben Banane bekommen. Für besonders aktive Hunde ist die Banane ein zusätzlicher Energielieferant.

Hunde und Erdbeeren

Es ist ein weitverbreiteter Mythos, dass Hunde keine Erdbeeren fressen dürfen. Dies ist ein Irrtum. Erdbeeren können durchaus in einem angemessenen Maß verfüttert werden. Je nachdem, wie viel Dein Hund verträgt. Das gesunde Leckerlie ist der perfekte Snack für zwischendurch. Allerdings ist bei der Verfütterung zu beachten, dass es sich bei der Frucht um ungespritztes Bio-Obst handelt oder um frische Walderdbeeren.

Dürfen Hunde Gurken essen?

Prinzipiell ist die Fütterung von Gurken ungefährlich, sie dienen sogar als Schonkost, da sie größtenteils aus Wasser bestehen. Allerdings gilt es zu beachten, dass Gurken aus dem eigenen Garten zu Vergiftungserscheinungen bei dem Hund führen können. Da die Gurke zu den Kürbisgewächsen gehört, enthält sie den Bitterstoff Cucurbitacin. Die Kerne sind daher vor der Verfütterung zu entfernen.

Hunde und Tomaten

Tomaten sind Nachtschattengewächse und daher für Deinen Hund eher ungeeignet, da sie das für Hunde giftige Solanin enthalten. Es gilt jedoch: je reifer die Tomate ist, desto weniger Solanin enthält sie. Weitere Nachtschattengewächse sind Kartoffeln, Paprika, Goji-Beeren, Aubergine. Gekochte oder passierte Tomaten kannst Du unbedenklich verfüttern, wenn sie reif sind.

Geriebener Apfel

Geriebener Apfel ist für den Hund vollkommen verträglich. Generell gilt für Hunde, dass sie Obst (und Gemüse) besonders gut verdauen könne, wenn es (fein) gerieben oder sogar püriert ist. Wenn Du Deinem Hund Apfel verfütterst, dann reinigst Du somit auch auf ganz natürliche und schonende Art und Weise das Gebiss Deines Vierbeiners.

Welches Obst ist am gesündesten?

Generell gilt für die Fütterung von Obst, dass es reif und im besten Fall fein zerkleinert bzw. püriert wurde, sodass Dein Vierbeiner es besser verdauen kann. Zum gesunden Obst für Hunde zählen vor allem Birnen und Äpfel, da diese mit einem hohen Anteil an Vitaminen und dem Ballaststoff Pektin für eine ausgewogenen Verdauung sorgen. Ebenfalls gut verträglich aufgrund ihrer Enzyme sind Ananas und Papaya.

Nüsse und Hunde

Die meisten Nüsse werden von Hunden gut vertragen. Allerdings sollten die Nüsse nur in Maßen gefressen werden, da sie sehr fettreich sind und insbesondere bei kleinen Hunden zu Gewichtsproblemen führen kann. Dies sind Nussorten, die im Allgemeinen verfüttert werden können:

  • Haselnüsse
  • Walnüsse
  • Pekannüsse
  • Cashewnüsse
  • Mandeln (ja, Mandeln können in Maßen verfüttert werden, solange es sich nicht um Bittermandeln handelt, denn diese sind für Hunde giftig.)

Kartoffelflocken für Hunde

Warum sind Kartoffelflocken beim Barfen so besonders? Diese sind für Hunde und Katze gleichermaßen geeignet und gesund. Die schonend getrockneten Kartoffeln sind reich an Ballaststoffen und frei von Gluten. Somit sind leicht verdaulich und gut verträglich. In unserem Online-Shop findest Du die Lunderland Bio-Kartoffelflocken: eine geringe Menge reicht aus, um ein futterfertiges Kartoffelpüree herzustellen.

Hund und Paprika

Da Paprika zu den Nachtschattengewächsen gehört, die das für Hunde giftige Solanin enthalten, sollten nur die roten und am besten gegart verfüttert werden. Auf gelbe, grüne und orangene Paprika sollte gänzlich verzichtet werden, da diese giftig sind. Paprika ist zudem reich an Nährstoffen wie zum Beispiel Vitamin A und Kalium.

Was Hunde nicht essen dürfen

Nicht jede Obst- und Gemüsesorte ist beim Barfen des Hundes unbedenklich. Im Folgenden zeigen wir Dir, auf welches Obst und Gemüse Du bei der Barf-Fütterung Deines Hundes lieber verzichten solltest: Auberginen, Avocados, Bittermandel, Rohe grüne Bohnen, Hülsenfrüchte, Knoblauch, Lauchgewächse, Paprika (gelb, grün, orange), Tomaten, Weintrauben, Zwiebeln und Zwiebelgewächse

Hunde und Wassermelone

Hunde vertragen Wassermelone generell. Wie bei vielen Früchten, sollte es sich hierbei um eine reife Frucht handeln. Ebenfalls wie bei allen Obst- und Gemüsesorten, kommt es auch auf die Menge an, die dem Hund verfüttert wird. Eine zu hohe Menge kann abführend wirken. Die Kerne sollten dafür entfernt werden. Insbesondere im Sommer sind sie eine willkommene Erfrischung an heißen Tagen.

Weintrauben und Hunde

Der Verzehr von Weintrauben kann bei Hunden zu Nierenerkrankungen oder sogar Nierenversagen führen. Aus diesem Grund, wird dieses Obst nicht zur Fütterung empfohlen. Ebenfalls kann die Verfütterung von Weintrauben zu Durchfall oder Magenkrämpfen führen. Das Gleiche gilt für die Verfütterung von Rosinen. Von der Verfütterung von Weintrauben ist abzusehen. Sollte es doch passieren, dass Dein Hund Weintrauben frisst, dann achte darauf, ob Dein Hund evtl. Vergiftungserscheinungen (wie z.B. Lethargie, Appetitlosigkeit und Durchfall) hat. Dann solltest Du einen Tierarzt aufsuchen. 

Gekocht oder roh?

Manche Gemüsesorten (wie zum Beispiel Brokkoli oder rote Paprika) müssen vor der Fütterung gegart werden, dass sie besser verdaut werden können. Prinzipiell gilt, dass das Gemüse und auch das Obst vor der Fütterung reif ist und fein püriert wird, sodass es von Deinem Vierbeiner besser verdaut werden kann.

Mandarinen: dürfen Hunde das essen?

Auch für die Mandarine gilt, dass sie vor allem reif gefüttert wird und auch nur, wenn es sie saisonal zu kaufen gibt. Im Vergleich zur Orange ist die Mandarine säureärmer, aber nicht weniger reich an Vitamin C, Kalzium und Phosphor. Mandarinen enthalten, insbesondere in der weißen Schicht, Pektine, die für Deinen Hund gut sind, da sie den Cholesterinspiegel senken. In einem ausgewogenem Maß sind Mandarinen ein gesunder Snack für Hunde.

Spinat für Hunde

Neben einer Extraportion Vitamine, lieferst Du Deinem Vierbeiner mit der Fütterung von Spinat auch viele wertvollen Vitaminen und Eisen. Da Spinat Oxalsäure enthält, ist er für die Welpen-Fütterung nicht geeignet. Für adulte Hunde ist er allerdings ein reichhaltiger Zusatz im Barf-Menü. Wenn Du Deinem Hund Spinat verfütterst, dann sollte er in kleinen Mengen portioniert werden.

Avocado: wie gefährlich sind sie für Hunde?

Da einige Avocados für Hunde giftig sein können, ist von der Verfütterung abzusehen. Vor allem der Avocadokern enthält das giftige Persin, welches im Fruchtfleisch in geringen Spuren enthalten sein kann. Der hohe Fettgehalt der Avocado kann beim Hund zu Durchfall. Zudem kann die Gefahr bestehen, dass Dein Vierbeiner sich am Kern verschluckt

Kohlrabi und Hunde

Wenn Du Deinem Hund Kohlrabi verfütterst, dann sollte er vorher gekocht werden. Kohlrabi enthält besonders viele Nährstoffe.

Welche Beeren dürfen Hunde essen?

Brombeere: sind ein hervorragender Vitamin C-Lieferant. Sie reinigen das Blut und wirken harnfördernd. Ebenfalls wirken Brombeeren entgiftend für die Leber, enthalten viel Vitamin A und können sogar krebshemmend wirken. Ebenfalls kann man aus den Brombeerblättern einen Tee brühen, der dann unter das Futter gemengt werden kann.

Blaubeeren (nur überreif): Viele Hundebesitzer stellen sich die Frage, ob sie ihrem Vierbeiner Blaubeeren verfüttern dürfen. Ja, dürfen sie! Vitamine und Nährstoffe liefern Deinem Vierbeiner einen großen Nährwert. Wichtig ist, dass Du Deinem Hund die kleinen Beeren überreif verfütterst.

Himbeere: Wie für alle Obstsorten, gilt auch für die Himbeere, dass Du sie reif an Deinen Vierbeiner verfütterst. Himbeeren sind kleine Powerpakete, die den Organismus Deines Lieblings unterstützen können. Sie kann Deinem Haustier

Holunder: Holunder darf auf gar keinen Fall roh verfüttert werden, denn dann ist er giftig. Wenn der Holunder gegart wurde, dann liefert er Deinem Vierbeiner allerdings wichtige Gerbstoffe, die sich positiv auf den Magen-darm-Trakt auswirken.

Stachelbeere: Stachelbeeren sind ein hervorragender Kalium-, Kalzium-, und Phosphorlieferant. Stachelbeeren zu verfüttern, ist kein Muss. Da sie sehr sauer sind, werden sie von den meisten Vierbeinern auch eher ungern angenommen.

Johannisbeere: Diese Frucht steckt voller Vitamin C ist allerdings auch ziemlich sauer. Wenn man sie jedoch mit anderem/süßerem Obst vermischt, dann wird Dein Hund auch dieses Obst fressen. Für Katzen ist es allerdings nicht geeignet, da diese Frucht tödlich für Samtpfoten ist.

Dürfen Hunde Ananas essen?

Beim Verfüttern der Ananas ist es sehr wichtig, dass sie reif ist, da die unreife Frucht für den Hund tödlich sein kann.  Du kannst die Ananas gerne als gesundes Leckerlie für Zwischendurch verfüttern, achte allerdings darauf, dass es nicht zu viel ist, da die enthaltene Fruchtsäure sehr stark ist.

Dürfen Hunde Feigen essen?

Feigen fördern besonders die Verdauung und sind reich an Ballaststoffen. Getrocknet oder frisch können sie auf jeden Fall verfüttert werden, sie müssen nur reif sein. Wenn Du die frische Frucht verfütterst, dann muss sie gut gewaschen sein und das Fruchtfleisch muss sorgfältig aus der Schale gelöst werden.