Hunde dürfen Pflaumen nur in kleinen Mengen fressen, wir empfehlen sie aber nicht als regelmäßigen Snack. Das Risiko von Verdauungsproblemen sowie die Gefahr durch Kern und Schale machen andere Obstsorten zur besseren Wahl.

Sind Pflaumen gesund für Hunde?

Pflaumen wirken stark verdauungsfördernd, deshalb profitieren vor allem Hunde mit Darmträgheit davon.


Gibst Du zu viel, kehrt sich der positive Effekt aber schnell um und Dein Hund bekommt Bauchschmerzen statt Verdauungshilfe.

Kein echter Mehrwert für Hunde

Anders als viele andere Obstsorten bieten Pflaumen für Hunde keinen echten ernährungsphysiologischen Mehrwert.


Während ÄpfelBeeren oder Bananen Vitamine und Mineralstoffe in gut bekömmlicher Form liefern, ist das Risiko bei Pflaumen durch Zucker, Kern und Schale deutlich höher.

Schwarzer Hund im Freien blickt auf zwei dunkle Pflaumen, die eine Hand ihm entgegenhält

Getrocknete Pflaumen: Vorsicht wegen des Zuckers

Getrocknete Pflaumen schmecken besonders süß, da sie durch den Wasserentzug einen sehr hohen Fruchtzuckergehalt haben.


Viele Hunde mögen diese Leckerei zwar, die Zuckerkonzentration ist aber deutlich höher als bei frischen Pflaumen und kann schnell ungesund werden.


Eine zu hohe Menge kann bei Deinem Vierbeiner außerdem zu Durchfall, Erbrechen und Blähungen führen.

Pflaumen und die BARF-Ration: warum sie keine gute Wahl sind

Beim Barfen macht der pflanzliche Anteil rund 20 % der täglichen Ration aus, davon entfallen etwa 30 % auf Obst.


Für diesen Obstanteil eignen sich Pflaumen aber schlecht: Das Verhältnis von Nutzen zu Risiko stimmt einfach nicht, Kern und Schale bergen echte Gefahren, während der ernährungsphysiologische Mehrwert gering bleibt.


Setze für den Obstanteil Deiner BARF-Ration stattdessen lieber auf bewährte, risikoärmere Sorten wie Heidelbeeren, Äpfel oder Wassermelone.

Symptome einer Pflaumenunverträglichkeit beim Hund

Treten die folgenden Symptome nach dem Verzehr von Pflaumen auf, solltest Du Deinen Hund genau beobachten und im Zweifel einen Tierarzt aufsuchen:

  • Durchfall oder breiiger Kot
  • Erbrechen
  • Blähungen und aufgeblähter Bauch
  • Bauchschmerzen (z. B. gekrümmte Haltung, Winseln)
  • Appetitlosigkeit
  • Lethargie / ungewöhnliche Müdigkeit

Wann Vorsicht geboten ist

Nicht nur die Menge, auch die Art der Pflaume spielt eine Rolle.


Keine vergorenen Pflaumen Pflaumen im vergorenen Zustand sind für Hunde absolut tabu. Sie können Alkohol enthalten, der für Hunde giftig ist.


Ohne Schale und Kerne Pflaumenschalen sind schwer verdaulich und können im Hundedarm gären. Kerne bergen gleich mehrere Gefahren: Sie können zu Verstopfungen führen und enthalten zusätzlich Cyanverbindungen (Blausäure), die gesundheitsschädlich sein können.


In kleinen Mengen können Pflaumen die Verdauung anregen, gerade bei Hunden, die zu Darmträgheit neigen. Zu viele Pflaumen können jedoch Durchfall, Blähungen oder Erbrechen verursachen und Deinem Hund Bauchschmerzen bereiten.

Fazit: Pflaumen lieber meiden

Pflaumen sind für Hunde nicht giftig, bieten aber im Vergleich zu anderen Obstsorten kaum einen Mehrwert und bergen durch Kern, Schale und Zucker unnötige Risiken.


Greife für den Obstanteil der BARF-Ration lieber zu Heidelbeeren, Äpfeln oder Wassermelone, das ist die sicherere und gesündere Wahl für Deinen Hund.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.