Ja, Hunde dürfen Radieschen in kleinen Mengen als gelegentlichen Snack essen.


Das Gemüse ist reich an Vitaminen und Mineralien, mit rund 15 kcal und 1,6 g Ballaststoffen pro 100 Gramm sind sie zudem sehr kalorienarm.


Roh, gut gewaschen und in mundgerechte Stücke geschnitten oder auch püriert sind sie für die meisten ausgewachsenen Hunde unbedenklich.


Da Radieschen aber zur Familie der Rettiche gehören und auch scharfe Senföle enthalten, die bei zu großen Mengen den Magen reizen können, sollten Welpen aufgrund ihres empfindlicheren Verdauungstrakts eher noch nicht damit gefüttert werden.

Als gelegentlicher Snack unbedenklich

Verträgt Dein Hund Radieschen gut, spricht nichts dagegen, ihm hin und wieder eines als Leckerli zu geben. Gefüttert werden kann dabei nicht nur die Knolle, auch die Blätter dürfen mit in den Napf.


Radieschen lassen sich roh und püriert genauso anbieten wie gekocht und in Stücken, je nachdem, was Dein Hund lieber mag und wie gut er sie verträgt.


Als täglicher oder regelmäßiger Bestandteil der Fütterung eignen sich die kleinen Knollen aber nicht.

In Scheiben geschnittene Radieschen auf Salatblättern in einer Holzschale, daneben frische, ganze Radieschen

Wie viel Radieschen verträgt Dein Hund?

Eine pauschale Menge gibt es nicht, hier kommt es stark auf den einzelnen Hund an.


Als grobe Orientierung gilt: kleine Hunde vertragen ein bis zwei kleine Radieschen pro Woche, mittelgroße und große Hunde etwas mehr.


Wichtig ist in jedem Fall, langsam mit einer kleinen Menge zu starten und zu beobachten, wie Dein Hund reagiert, bevor Du die Menge steigerst.


Wie scharf ein Radieschen schmeckt, hängt außerdem stark von der jeweiligen Sorte und dem einzelnen Radieschen ab, hier gibt es milde und deutlich schärfere Exemplare.


Ein einfacher Praxistipp: Probiere selbst ein kleines Stück, bevor Du es Deinem Hund gibst. So bekommst Du ein gutes Gefühl dafür, ob es für Deinen Vierbeiner geeignet ist.


Zu große Mengen der enthaltenen Senföle können bei Mensch und Hund zu Bauchweh und Blähungen führen, in geringen Mengen wirken sie dagegen eher verdauungsanregend.

Radieschen und die pflanzliche Komponente beim BARFEN

Anders als etwa Zwiebelgewächse zählen Radieschen zwar zu den allgemein unbedenklichen Gemüsesorten für Hunde.


Aufgrund der enthaltenen Senföle gilt aber: in Maßen und nicht als täglicher Hauptbestandteil der pflanzlichen Komponente.


Wenn Du Dir unsicher bist, wie viel Gemüsevielfalt sinnvoll in den Napf gehört und in welchem Verhältnis, nehmen Dir unsere DLG-zertifizierten Komplett-Mixe diese Abwägung ab.


Die pflanzliche Komponente ist darin bereits ausgewogen zusammengestellt, sodass Du Dir um die richtige Dosierung einzelner Gemüsesorten keine Gedanken machen musst.

Fazit

Grundsätzlich dürfen Hunde Radieschen essen, entscheidend ist dabei aber die Menge.


Als kleiner Snack für zwischendurch oder als Mitbestandteil der pflanzlichen BARF-Komponente sind die Knollen eine willkommene, kalorienarme Vitaminquelle.


Bei übermäßigem Verzehr drohen dagegen Verdauungsprobleme durch die enthaltenen Senföle, weshalb Radieschen niemals einen größeren Teil von BARF-Hundefutter ausmachen sollten.


Kaufe nach Möglichkeit Bio-Qualität, auch wenn diese etwas teurer ist, das reduziert die Belastung mit Pestizidrückständen. Natürlich kannst Du auch Deine eigenen Radieschen im Garten anbauen.


Und falls Dein Hund die Nase rümpft: Das ist völlig normal, viele Hunde mögen den intensiven, scharfen Geschmack von Radieschen schlicht nicht, dann kannst Du getrost auf eine der milderen Gemüsealternativen ausweichen.


Wer beim BARFEN ohnehin nicht selbst austüfteln möchte, welches Gemüse in welcher Menge sinnvoll ist, ist mit einem fertig abgestimmten Komplett-Mix, zu dem nichts mehr hinzugegeben werden muss, auf der sicheren Seite!

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (nach Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.

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