Ja, Hunde dürfen Datteln essen, allerdings nur in kleinen Mengen als gelegentlichen Snack, für kleine Hunde ein kleines Stück, für größere eine halbe bis ganze Dattel, und das nicht öfter als ein- bis zweimal pro Woche.


Als feste Obstkomponente einer BARF-Ration eignen sich Datteln ähnlich wie Kirschen wegen ihres hohen natürlichen Zuckergehalts allerdings nicht.

Was macht Datteln so nährstoffreich?

Datteln liefern Ballaststoffe, Vitamin B6 und Vitamin K sowie Kalium, Magnesium und Antioxidantien.


Diese Nährstoffe sind für Deinen Hund grundsätzlich wertvoll, allerdings stecken sie in einer sehr zuckerreichen Verpackung, weshalb die Dosis entscheidend ist.

Getrocknete Datteln in einer Holzschale, weitere Datteln liegen daneben auf einem Tisch mit Leinentuch

Wie viel Dattel darf mein Hund essen?

Für kleine Hunde reicht ein kleines Stück Dattel, für mittelgroße und große Hunde eine halbe bis eine ganze Dattel, und das nicht öfter als ein- bis zweimal pro Woche.


Datteln enthalten deutlich mehr Zucker pro Gramm als die meisten anderen Obstsorten, zu viel davon kann bei Deinem Hund zu Verdauungsproblemen und auf Dauer zu Übergewicht führen.

Kern immer entfernen

Der harte Kern im Inneren der Dattel ist für Deinen Hund gefährlich, er ist schwer verdaulich und kann zu Verstopfung oder im schlimmsten Fall zu einer Darmblockade führen.


Entferne den Kern deshalb vor dem Füttern immer vollständig, unabhängig davon, ob Du frische oder getrocknete Datteln verwendest.

Nur ungesüßte Datteln verfüttern

Verfüttere ausschließlich pure, ungesüßte Datteln ohne Zusätze. Datteln mit zugesetztem Zucker, Konservierungsstoffen oder Schokoladenüberzug haben im Napf Deines Hundes nichts zu suchen, Schokolade ist für Hunde sogar giftig.


Führst Du Datteln zum ersten Mal ein, beginne mit einer kleinen Menge und beobachte Deinen Hund auf mögliche Unverträglichkeiten wie Juckreiz oder Magenprobleme.

Datteln beim Barfen: eher Ausnahme als feste Komponente

Beim Barfen macht der pflanzliche Anteil rund 20 % der täglichen Ration aus, davon entfallen etwa 30 % auf Obst.


Für diesen festen Obstanteil sind Datteln wegen ihres hohen Zuckergehalts aber keine gute Wahl, dafür eignen sich Sorten wie Äpfel, Heidelbeeren oder Birnen deutlich besser.


Eine kleingeschnittene Dattel als gelegentliche Belohnung als i-Tüpfelchen der Ration ist dagegen unproblematisch, sie sollte aber nicht in die feste Berechnung des Obstanteils einfließen und die Ration nicht regelmäßig ersetzen.

Fazit: Datteln sind ein süßer Ausnahme-Snack

Datteln können Deinem Hund ab und zu Freude bereiten, gehören aber wegen des hohen Zuckergehalts nicht zum festen Obstanteil einer BARF-Ration.


Entferne immer den Kern, verfüttere nur natürliche Ware ohne Zusätze und behalte die Menge im Blick, dann steht dem gelegentlichen süßen Snack nichts im Weg.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.