Ja, Hunde dürfen Spinat essen. Am besten gegart, in kleinen Mengen und ohne Salz. Spinat zählt zu den nährstoffreichen Blattgemüsesorten, die als Teil des pflanzlichen BARF-Anteils geeignet sind.

Warum Spinat gegart gefüttert werden sollte

Spinat enthält Oxalsäure, einen Stoff, der Calcium bindet, sodass es vom Körper nicht mehr aufgenommen werden kann. Deshalb sollte Spinat nicht in großen Mengen auf den Speiseplan.


Ein Teil der Oxalsäure geht beim Garen ins Kochwasser über. Wer besonders vorsichtig sein möchte, gart den Spinat kurz und schüttet das Kochwasser anschließend weg, statt es mitzuverfüttern.


Zusätzlich profitiert Dein Hund davon, wenn Du den Spinat püriert oder sehr fein zerkleinert anbietest, wie bei den meisten Blattgemüsen brechen die Zellwände dabei auf, sodass die enthaltenen Nährstoffe und sekundären Pflanzenstoffe überhaupt erst zugänglich werden.

Wie viel Spinat ist für Hunde unbedenklich?

In kleinen, gelegentlichen Mengen als Teil des pflanzlichen Rationsanteils ist Spinat für die meisten Hunde unproblematisch. Wird deutlich zu viel und zu oft gefüttert, kann Dein Hund erbrechen oder Durchfall bekommen.


Halte Dich deshalb an moderate Mengen, wie sie auch für jedes andere Gemüse im Rahmen einer ausgewogenen BARF-Ration üblich sind.

Ist Rahmspinat für Hunde geeignet?

Nein, fertigen Rahmspinat solltest Du Deinem Hund nicht geben. Das Problem ist dabei weniger der Spinat selbst als die typische Zubereitung mit Sahne oder Butter.


Das belastet viele Hunde unnötig mit ungesunden Fetten, und je nach Rezept stecken auch Zwiebeln, Muskatnuss oder Salz darin, alles Zutaten, die für Hunde ungeeignet bis gefährlich sind.


Wenn Du Deinem Hund Spinat anbieten möchtest, greife lieber zu frischem oder tiefgekühltem Blattspinat ohne Zusätze und gare ihn selbst kurz.

BARF-Napf für Hunde mit rohem Fleisch, Innereien, Eigelb und frischen Spinatblättern, dekorativ mit Karottenscheiben angerichtet, umgeben von Kürbis, Pastinake, Walnüssen und Brombeeren

Spinat bei Nierenproblemen

Bei Hunden mit Neigung zu Calciumoxalat-Harnsteinen sollte Spinat gemieden oder nur gegart mit weggeschüttetem Kochwasser gefüttert werden, da er zu den oxalsäurereichen Lebensmitteln zählt.


Hat Dein Hund eine bekannte Nieren- oder Harnsteinerkrankung, sprich vor der Fütterung von Spinat in jedem Fall mit Deinem Tierarzt, da die passende Ernährung stark von der jeweiligen Diagnose abhängt.

Spinat und die BARF-Ration

Beim Barfen macht der pflanzliche Anteil rund 20 % der täglichen Ration aus. Spinat kann darin eine von mehreren Gemüsesorten sein, sollte aber wegen der Oxalsäure nicht die einzige oder dominierende Zutat sein.


Unser Basis-Mix Gemüse enthält Spinat mit einem Anteil von 10 % neben Blattsalat, Gurke, Apfel, Möhre und Kürbis, fein püriert und in der richtigen Menge abgestimmt.


Auch unsere BARFER'S Komplett-Mixe enthalten bereits eine kleine Menga Spinat (4 % der Gesamtrezeptur).

Fazit

Spinat darf in den Napf, aber mit Maß und am besten gegart statt roh. So profitiert Dein Hund von einem nährstoffreichen Blattgemüse, ohne dass die enthaltene Oxalsäure zum Problem wird.


Achte darauf, ihn ungewürzt und ohne Salz zu füttern, ihn nur in kleinen Mengen als Teil des pflanzlichen Rationsanteils einzusetzen und ihn nicht dauerhaft als einzige Gemüsesorte zu verwenden,


Abwechslung mit anderem Blattgemüse ist hier sinnvoller. Bei Rahmspinat aus der Tiefkühltheke oder dem Restaurant solltest Du dagegen konsequent Abstand nehmen, hier überwiegen die Risiken durch Sahne, Butter und mögliche Gewürze wie Muskat oder Zwiebeln den Nutzen deutlich.


Hat Dein Hund eine bekannte Nieren- oder Harnsteinerkrankung, gehört die Frage nach Spinat ohnehin in die Hände Deines Tierarztes, da hier die individuelle Diagnose über die richtige Fütterung entscheidet.


Für alle anderen Hunde gilt: In Maßen, gegart und gelegentlich ist Spinat eine willkommene, nährstoffreiche Abwechslung im Napf.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (nach Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.

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