Ja, Hunde dürfen Erbsen essen, allerdings nur gekocht oder als Flocken und in Maßen.


Rohe Erbsen sind zwar nicht giftig, aber deutlich schwerer verdaulich und können Blähungen verursachen.


In unseren eigenen Komplett-Mix-Rezepturen für Hunde verwenden wir keine Erbsen.

Warum gekochte Erbsen für Hunde besser sind

Rohe Erbsen enthalten Lektine, das sind Eiweißverbindungen, die den Magen-Darm-Trakt reizen können. Erst durchs Kochen werden sie unschädlich gemacht, weshalb gekochte Erbsen für Hunde deutlich besser verträglich sind als rohe.


Schnappt sich Dein Hund mal eine frische Erbse, die vom Küchentisch gekullert ist, ist das kein Grund zur Sorge, erst bei größeren Mengen roher Erbsen oder den harten Schoten drohen Verdauungsprobleme oder Übelkeit, die sich normalerweise von selbst wieder legen.


Greife am besten zu frischen oder tiefgekühlten Erbsen. Erbsen aus der Dose solltest Du eher meiden, denn sie enthalten häufig Salz, Zucker oder andere Zusatzstoffe, die für Hunde nicht geeignet sind.

Gekochte grüne Erbsen in einem Topf mit Wasser

Wie viele Erbsen verträgt Dein Hund?

Eine grobe Orientierung: kleine Hunde vertragen etwa einen Teelöffel gekochte Erbsen, mittelgroße Hunde bis zu einem Esslöffel.


Taste Dich am besten langsam heran und beobachte, wie Dein Hund reagiert.


Erbsen sind proteinreich, ein Hund kann pflanzliches Eiweiß aber nur bis zu einem gewissen Grad verdauen, bei zu großen Mengen wird der Darm schnell überlastet und es kann zu Blähungen kommen.

Für welche Hunde sind Erbsen weniger geeignet?

Hat Dein Hund Nierenprobleme oder eine Neigung zu Calciumoxalat-Harnsteinen, ist bei Erbsen besondere Vorsicht angebracht.


Sie enthalten Oxalsäure, die die Calciumaufnahme hemmt und bei entsprechender Veranlagung die Steinbildung begünstigen kann.


Auch bei Welpen mit ihrem noch empfindlichen Verdauungstrakt solltest Du eher zurückhaltend füttern.

Erbsen in der pflanzlichen BARF-Komponente

Beim BARFEN macht der pflanzliche Anteil insgesamt etwa 20 % der Tagesration aus, aufgeteilt in rund 70 % Gemüse und 30 % Obst.


Wenn Du Erbsen ganz bewusst vermeiden möchtest, lohnt sich ein Blick auf die Zutatenliste, bevor Du Dich für eine fertige Gemüseergänzung entscheidest, denn einige Anbieter verwenden Erbsen in ihren Rezepturen.


In unseren BARF-Alleinfuttermitteln für Hunde verwenden wir in der pflanzlichen Komponente unter anderem Süßkartoffel, Spinat, Möhre, Apfel und Heidelbeere sowie Banane.

Fazit

Erbsen sind für Hunde in gekochter Form oder als Flocken eine gut verträgliche, nahrhafte Ergänzung, roh oder in zu großen Mengen können sie dagegen zu Blähungen und Verdauungsproblemen führen.


Entscheidend ist wie so oft die Menge: eine kleine Portion als Ergänzung zur BARF-Mahlzeit reicht völlig aus.


Bei Nierenproblemen, einer Neigung zu Harnsteinen oder bei Welpen ist besondere Zurückhaltung gefragt.


Wer beim BARFEN nicht selbst austüfteln möchte, wie viel Gemüsevielfalt sinnvoll ist, findet in unseren DLG-zertifizierten Komplett-Mixen eine bereits fertig abgestimmte pflanzliche Komponente.

Autor

Carolin Kroll
Carolin KrollZertifizierte BARF-Ernährungsberaterin


Carolin ist zertifizierte BARF-Ernährungsberaterin der THP-Schule (nach Swanie Simon) und begleitet bei BARFER'S seit 2023 Hunde- und Katzenbesitzer auf dem Weg zur artgerechten Rohfütterung.


Ihre Leidenschaft fürs BARFen begann ebenfalls 2023, als ihre Hündin Fragola aus dem Tierschutz bei ihr einzog. Seitdem befasst sich Carolin mit BARF sowohl im Berufsalltag als auch zuhause.

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