Ja, Hunde dürfen Nektarinen essen, allerdings nur das Fruchtfleisch und in kleinen Mengen. Der Kern muss vorher unbedingt entfernt werden, denn er enthält Blausäure und kann für Deinen Hund gefährlich werden.

Nektarinen für Hunde: das steckt drin

Sehkraft und Fell Nektarinen gelten als exzellente Vitamin-A-Quelle. Vitamin A unterstützt die Sehkraft Deines Hundes und wirkt sich positiv auf Fellglanz und Hautgesundheit aus.


Muskeln und Nervensystem Das enthaltene Kalium spielt eine wichtige Rolle bei der Übertragung von Nervensignalen und für die Muskelfunktion Deines Hundes.


Immunsystem und Zellschutz Vitamin C sowie Vitamine der B-Gruppe unterstützen das Immunsystem, dazu kommen Eisen und Kalzium als wertvolle Mineralstoffe.

Zwei Hunde stehen von einem Bettchen mit einer aufgeschnittene Nektarine mit sichtbarem Kern sowie einer Fruchtscheibe

Nektarinen beim Barfen: pflanzlicher Anteil mit Mehrwert

Wer seinen Hund nach dem BARF-Prinzip ernährt, fügt dem Speiseplan neben Muskelfleisch, Innereien und Knochen auch einen pflanzlichen Anteil hinzu.


Obst gehört dazu, und Nektarinen können als saisonale Ergänzung im Sommer eine willkommene Abwechslung sein, sie liefern Vitamin A, Kalium und sekundäre Pflanzenstoffe, die über das reine Fleischfutter hinausgehen.


Wer keine Zeit hat, den pflanzlichen Anteil selbst zusammenzustellen: Unsere Fertig-BARF Komplett-Mixe für Hunde liefern bereits einen ausgewogen abgestimmten pflanzlichen Anteil, frisches Sommerobst wie Nektarinen kannst Du dann gezielt als kleine Ergänzung obendrauf geben.

Wie viele Nektarinen darf mein Hund essen?

Kleine Hunde vertragen etwa ein bis zwei kleine Stücke Nektarine, mittelgroße Hunde zwei bis drei Stücke und große Hunde bis zu einer halben Nektarine pro Tag.


Als Faustregel gilt: Obst sollte beim Barfen etwa 5 bis 10 % des pflanzlichen Anteils ausmachen, nicht mehr. Zu viel Fruchtzucker kann die Verdauung belasten.

Nektarinen richtig verfüttern

Kern immer entfernen – Vor dem Füttern muss der Kern in jedem Fall entfernt werden. Er kann bei kleineren Hunden zu einer Verstopfung des Darms und im schlimmsten Fall zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss führen. Zusätzlich enthält der Samen im Kern Amygdalin, das beim Verzehr hochgiftige Blausäure freisetzt.


Nur reife Früchte verwenden – Die Saison beginnt bereits im April, aromatische und reife Nektarinen bekommst Du aber meist erst zwischen Juli und September. Kaufe bevorzugt unverletztes Obst mit glatter, fester Schale. Bei Zimmertemperatur reift das Obst zuhause noch zwei bis drei Tage nach, gerade unreife Früchte können bei Deinem Vierbeiner Verdauungsbeschwerden auslösen.


In Stücke geschnitten servieren – Nektarinen lassen sich am besten verdauen, wenn sie in kleine, überschaubare Stücke geschnitten sind. Das gilt vor allem für kleine Hunde oder Welpen, ganze oder große Stücke bergen zudem ein Erstickungsrisiko.


Erst testen, dann regelmäßig füttern – Wer Nektarinen zum ersten Mal verfüttert, gibt zunächst eine kleine Menge und beobachtet, wie der Hund reagiert. Allergien sind zwar selten, aber möglich.

Was tun, wenn Dein Hund eine Nektarine mit Kern gefressen hat?

Hat Dein Hund eine ganze Nektarine mit Kern gefressen, wende Dich unbedingt an Deinen Tierarzt und lasse Dich beraten. Auch wenn Dein Hund nur das Fruchtfleisch gegessen hat und sich danach ungewöhnlich verhält, solltest Du das sicherheitshalber vom Experten abklären lassen, da es immer wieder zu individuellen Unverträglichkeiten kommen kann.

Fazit: Nektarinen für Hunde, ein aromatischer Sommersnack in Maßen

Nektarinen sind für Deinen Hund unbedenklich, solange Du Kern und Stein konsequent entfernst und nur reifes Fruchtfleisch in kleinen, geschnittenen Stücken anbietest.


Als Teil des pflanzlichen BARF-Anteils liefern sie wertvolle Vitamine und Kalium, ohne die Ration aus der Balance zu bringen. Wer seinen Hund artgerecht ernährt, liegt mit ein paar Stücken frischer Nektarine im Sommer genau richtig.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin

Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy. Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag. Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.