Wie viele Nektarinen darf mein Hund essen?
Kleine Hunde vertragen etwa ein bis zwei kleine Stücke Nektarine, mittelgroße Hunde zwei bis drei Stücke und große Hunde bis zu einer halben Nektarine pro Tag.
Als Faustregel gilt: Obst sollte beim Barfen etwa 5 bis 10 % des pflanzlichen Anteils ausmachen, nicht mehr. Zu viel Fruchtzucker kann die Verdauung belasten.
Nektarinen richtig verfüttern
Kern immer entfernen – Vor dem Füttern muss der Kern in jedem Fall entfernt werden. Er kann bei kleineren Hunden zu einer Verstopfung des Darms und im schlimmsten Fall zu einem lebensbedrohlichen Darmverschluss führen. Zusätzlich enthält der Samen im Kern Amygdalin, das beim Verzehr hochgiftige Blausäure freisetzt.
Nur reife Früchte verwenden – Die Saison beginnt bereits im April, aromatische und reife Nektarinen bekommst Du aber meist erst zwischen Juli und September. Kaufe bevorzugt unverletztes Obst mit glatter, fester Schale. Bei Zimmertemperatur reift das Obst zuhause noch zwei bis drei Tage nach, gerade unreife Früchte können bei Deinem Vierbeiner Verdauungsbeschwerden auslösen.
In Stücke geschnitten servieren – Nektarinen lassen sich am besten verdauen, wenn sie in kleine, überschaubare Stücke geschnitten sind. Das gilt vor allem für kleine Hunde oder Welpen, ganze oder große Stücke bergen zudem ein Erstickungsrisiko.
Erst testen, dann regelmäßig füttern – Wer Nektarinen zum ersten Mal verfüttert, gibt zunächst eine kleine Menge und beobachtet, wie der Hund reagiert. Allergien sind zwar selten, aber möglich.
Was tun, wenn Dein Hund eine Nektarine mit Kern gefressen hat?
Hat Dein Hund eine ganze Nektarine mit Kern gefressen, wende Dich unbedingt an Deinen Tierarzt und lasse Dich beraten. Auch wenn Dein Hund nur das Fruchtfleisch gegessen hat und sich danach ungewöhnlich verhält, solltest Du das sicherheitshalber vom Experten abklären lassen, da es immer wieder zu individuellen Unverträglichkeiten kommen kann.
Fazit: Nektarinen für Hunde, ein aromatischer Sommersnack in Maßen
Nektarinen sind für Deinen Hund unbedenklich, solange Du Kern und Stein konsequent entfernst und nur reifes Fruchtfleisch in kleinen, geschnittenen Stücken anbietest.
Als Teil des pflanzlichen BARF-Anteils liefern sie wertvolle Vitamine und Kalium, ohne die Ration aus der Balance zu bringen. Wer seinen Hund artgerecht ernährt, liegt mit ein paar Stücken frischer Nektarine im Sommer genau richtig.