Jagdhund Wally und Labrador Pepper haben schon einiges gesehen. Den Lavendel in der Provence, die dänische Küste, den Gardasee in Italien. Und ich mittendrin mal mit Jeep und Zelt, mal mit dem Camper Van, Packliste im Gepäck und anfangs die Frage im Kopf: Wie bekomme ich das mit dem BARF im Urlaub vernünftig hin?


Mittlerweile habe ich meine Routine bestehend aus TrockenBARF und Kompressor-Kühlbox gefunden, und genau die möchte ich heute mit Dir teilen.

Was Dein Hund beim Camping wirklich braucht

Bevor es ums Futter geht: ein paar Dinge, die ich auf jeder Reise dabei habe und die ich nach einigen Abenteuern nicht mehr missen möchte.

  • Schleppleine: unverzichtbar. Auf dem Campingplatz ist eine kurze Leine oft Pflicht, aber in der Natur und vor allem im Wasser brauchen Wally und Pepper Bewegungsfreiheit.
  • Hundehandtücher: nicht nur beim Camping direkt am Wasser notwendig, denn die Hundeabenteurer legen sich auch gerne mal in den Dreck!
  • Handfeger: säubert sandige und staubige Pfoten schnell und trägt zu einem sauberen Camper Van bei!
  • Zeckenmittel: besonders in Südeuropa und an der Ostsee unterschätzt. Täglich absuchen, auch wenn man spot-on verwendet.
  • EU-Heimtierausweis: für Reisen ins Ausland obligatorisch, auch wenn wir sie bisher fast nie vorzeigen mussten. Am besten schon Wochen vorher prüfen, ob alle Impfungen aktuell sind.
  • Eigener Schlafplatz: eine vertraute Decke oder ein faltbares Reisebett sorgt für Ruhe in fremder Umgebung.
  • (Faltbare) Näpfe und genug Frischwasser: letzteres klingt selbstverständlich, wird aber unterschätzt, wenn man den ganzen Tag ohne Einkaufsmöglichkeit unterwegs ist.
  • Erste-Hilfe-Set für Hunde: Pfotenschutz, Wundspray, Zeckenzange.
  • Ersatzhalsband und - leine: nachdem mir mal ein Halsband unterwegs gerissen ist, habe ich immer Alternativen mit im Gepäck.

BARF unterwegs vorbereiten: So klappt die Umstellung reibungslos

Wenn Du zu Hause ausschließlich mit frischem oder gefrorenem Fleisch barfst, solltest Du TrockenBARF nicht erst im Urlaub zum ersten Mal anbieten. Sonst kann es sein, dass der Verdauungstrakt gerade bei empfindlichen Hunden verrückt spielt und Du Dich im Urlaub mit Durchfall oder Erbrechen auseinandersetzen musst.


Daher empfehle ich Dir, es zwei bis drei Wochen vor der Reise einzuführen – entweder als vollständige Mahlzeit oder zunächst gemischt mit dem gewohnten Fertig-BARF.


So gewöhnt sich der Verdauungstrakt langsam daran, und Du weißt schon vor der Abfahrt, wie Dein Hund damit umgeht. Außerdem plane ich die Mengen immer großzügig. Lieber eine Portion mehr einpacken als unterwegs improvisieren müssen.


Das TrockenBARF Rind und Pferd von BARFER'S ist leicht und platzsparend. Eine 1-kg-Tüte nimmt kaum Raum weg, entspricht etwa 2,5 kg frischem BARF und versorgt einen mittelgroßen Hund mehrere Tage lang vollwertig.


Wenn Du die Mischvariante planst – also anfangs Fertig-BARF aus der Kühlbox, später TrockenBARF – lohnt es sich, die Kühlbox-Portionen genau für die ersten Reisetage zu berechnen und die TrockenBARF-Tüten als nahtlose Ablösung bereitzuhaben.


Bei Wally und Pepper funktioniert dieser Wechsel problemlos, weil sie beides aus dem Alltag kennen.

Hundefreundliche Campingplätze: Worauf Du achten solltest

Nicht jeder Campingplatz ist wirklich hundefreund­lich – auch wenn er Hunde erlaubt. Ich schaue immer auf:

  • Stellplätze bzw. Parzellen mit Hecken (der Campingplatz Mahlow bei Berlin hat z.B. schöne bepflanzte Stellplätze, die natürliche Abgrenzung bieten)
  • Ausreichend Auslaufmöglichkeiten in der Umgebung
  • Keine Leinenpflicht rund um die Uhr auf dem gesamten Gelände
  • Hundedusche oder Wasseranschluss in der Nähe
Brauner Hund sitzt im Camper-Van, schwarzer Labrador wartet angeleint davor – Campen mit Hund.

Wie ich BARF beim Camping organisiere

Hier ist die ehrliche Antwort: Es kommt auf die Reisesituation an.

Option 1: Nur TrockenBARF

Für Jeep-Touren ohne Kühlmöglichkeit und wenig Platz die einzig praktikable Lösung für mich. Unser Komplett-TrockenBARF Rind und Komplett-TrockenBARF Pferd sind Alleinfuttermittel.

Du brauchst es also nicht einweichen und auch kein Öl oder andere BARF-Zusätze hinzugeben. Du kannst es einfach so füttern, was es einfach, schnell und daher mega praktisch macht!

Option 2: Mit Kompressor-Kühlbox

Im größeren Camper Van haben wir eine Kompressor-Kühlbox dabei – da kann ich problemlos Fertig-BARF mitnehmen und Wally und Pepper fressen genauso wie zu Hause. Eine Kompressor-Kühlbox ist zwar erstmal eine Investition, aber da wir regelmäßig mit den Hunden reisen, und diese nun mal gebarft werden, lohnt sie sich.

Option 3: Kombination aus Fertig-BARF und TrockenBARF

Mein Favorit für längere Reisen oder wenn der Platz begrenzt ist. Die ersten Tage läuft es mit gefrorenen Portionen aus der Kühlbox, danach steige ich auf TrockenBARF um. Das Schöne: Der Übergang ist für Wally und Pepper kein Problem, weil sie TrockenBARF aus dem Alltag kennen.

Wenn der Magen mitreist: Was bei Verdauungsproblemen unterwegs hilft

Wally und Pepper lieben Autofahren und fressen ihr BARF zu jeder Tages- und Nachtzeit enthusiastisch.


Aber selbst bei robusten Hunden wie Wally und Pepper kann eine Reise den Verdauungstrakt durcheinanderbringen: neues Wasser, ungewohnte Umgebung, mehr Aufregung als zu Hause.


Was ich deshalb immer im Gepäck habe: Ulmenrinde. Sie quillt im Verdauungstrakt auf, legt sich schützend auf die Schleimhäute und kann bei leichtem Durchfall schnell und unkompliziert helfen.


Einfach mit heißem Wasser angerührt über das Futter gemischt, fertig. Kein Tierarztbesuch nötig, solange es sich um normale Reiseaufregung handelt und keine anderen Symptome dazukommen.


Generell gilt: Lieber die erste Mahlzeit am Urlaubsort etwas kleiner ansetzen, viel frisches Wasser anbieten und dem Hund etwas Zeit geben, in der neuen Umgebung anzukommen. Das Futter bleibt dabei am besten gleich.

Mein Fazit

Camping mit Hund ist eine der schönsten Reiseformen, vorausgesetzt, man ist gut vorbereitet. Mit dem richtigen Futter im Gepäck fällt eine große Sorge schon mal weg.


Ob Du die volle Kühlbox mitnimmst oder nur eine Tüte TrockenBARF: Hauptsache, Dein Hund kommt artgerecht versorgt an. Wally und Pepper würden es so unterschreiben. Wenn sie könnten.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin

Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy. Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag. Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.