Wie viel BARF brauchen Australian Shepherd und Mini Aussie?
Die Futtermenge richtet sich vor allem nach Gewicht, Alter und Aktivität. Für erwachsene, normal aktive Hunde mit Idealgewicht kannst Du Dich grob an diesen Werten orientieren:
Mini Aussie
- 10 kg Körpergewicht: rund 250 g BARF pro Tag
- 15 kg Körpergewicht: rund 375 g BARF pro Tag
Australian Shepherd
- 20 kg Körpergewicht: rund 500 g BARF pro Tag
- 25 kg Körpergewicht: rund 625 g BARF pro Tag
- 30 kg Körpergewicht: rund 750 g BARF pro Tag
Diese Werte sind eine Orientierung. Wie viel BARF Dein Hund tatsächlich braucht, hängt von Gewicht, Aktivität, Alter und Körperform ab, die genaue Menge berechnen wir in der BARF-Beratung individuell für Deinen gesunden Hund.
Ob die Menge passt, zeigt Dir die Figur Deines Hundes nach drei bis vier Wochen. Streichst Du über den Brustkorb, solltest Du die Rippen fühlen, ohne fest drücken zu müssen. Sehen solltest Du sie nicht.
Ein Aussie aus der Arbeitslinie oder ein Mini, der regelmäßig Agility läuft, verbrennt mehr Energie als ein Familienhund. Nimmt Dein Hund ab, passe Fettanteil oder Gesamtmenge an.
Mini-Aussie Amira im Bild oben wiegt zum Beispiel 12,4 kg und bekommt 250 g BARF am Tag.
Das ist weniger als der oben erwähnte Richtwert, aber mit dieser Menge hält sie ihr Gewicht und zeigt sehr schön, dass die Werte ein Startpunkt sind - die richtige Menge zeigt Dir am Ende die Figur Deines Hundes.
Welpen und Senioren barfen
Auch beim Barfen ändern sich die Bedürfnisse Deines Hundes mit dem Alter, vor allem bei der Futtermenge und der Zahl der Mahlzeiten.
Aussie- und Mini-Aussie-Welpen
Welpen brauchen im Verhältnis zu ihrem Körpergewicht deutlich mehr Futter als erwachsene Hunde.
Die Menge berechnest Du deshalb immer nach dem aktuellen Gewicht und passt sie laufend an.
Damit die Gelenke stabil wachsen können, sollte das Muskelfleisch höchstens 15 % Fett enthalten. Bis zur 16. Woche verteilst Du die Tagesmenge auf vier Mahlzeiten, bis zum 6. Monat auf drei und danach auf zwei.
Einen fertig abgestimmten Napf für den Start bietet unser Komplett-Mix Junior.
Aussie und Mini Aussie im Alter
Ob Du den Napf Deines älteren Hundes anpassen musst, hängt nicht vom Alter in Jahren ab, sondern davon, ob er tatsächlich Alterserscheinungen zeigt.
Wird er ruhiger und setzt er leichter an, reduzierst Du die Gesamtfuttermenge, in der Regel um 10 bis 20 %.
Der Fettanteil im Muskelfleisch sollte dabei nicht zu stark sinken. Leckerlis rechnest Du in die Tagesmenge ein und greifst am besten zu mageren Snacks.
Wird die Menge insgesamt sehr klein, sparst Du zuerst bei den Snacks, damit der Napf alle wichtigen Nährstoffe liefert.
Baut Dein Senior dagegen Muskulatur ab und verliert an Gewicht, braucht er wieder mehr Energie.
Für ältere Hunde gibt es unseren Komplett-Mix Senior.
Gesundheit: Darauf solltest Du beim Aussie achten
Aussie und Mini Aussie gelten als robuste Hunde, bringen aber einige rassetypische Veranlagungen mit, die Du bei Fütterung und Alltag kennen solltest.
Hüft- und Ellenbogendysplasie
Australian Shepherd und Mini Aussie sind für Hüft- und Ellenbogendysplasie veranlagt.
Jedes Kilo zu viel belastet die Gelenke zusätzlich. Halte Deinen Hund deshalb schlank und prüfe die Figur regelmäßig mit dem Rippen-Test.
MDR1-Defekt
Viele Aussies tragen den MDR1-Defekt. Betroffene Hunde reagieren empfindlich auf bestimmte Arzneistoffe, darunter einige Wurmmittel wie Ivermectin.
Lass Deinen Hund testen und stimme jede Entwurmung mit Deinem Tierarzt ab.
Achte außerdem darauf, dass Dein Aussie keine Pferdeäpfel oder anderen Kot von Weidetieren frisst.
Weidetiere werden regelmäßig entwurmt, und Rückstände der Wurmmittel können für Hunde mit MDR1-Defekt lebensgefährlich sein.
Epilepsie
Der Australian Shepherd gehört zu den Rassen, die besonders häufig an Epilepsie erkranken.
Wird bei Deinem Hund Epilepsie festgestellt, kann eine angepasste Ernährung die Behandlung unterstützen.
Was im Einzelfall sinnvoll ist, besprichst Du am besten mit Deinem Tierarzt.
Ruhe nach dem Fressen
Viele Aussies würden bis zur Erschöpfung arbeiten.
Plane deshalb feste Ruhephasen ein und lass Deinen Hund nicht direkt vor oder nach dem Fressen toben oder trainieren.
Hintergrund ist, dass der Körper mit vollem Magen an der Verdauung arbeitet, und wilde Bewegung kann zu Unwohlsein oder Erbrechen führen.
Außerdem gilt anstrengende Bewegung rund um die Mahlzeiten als ein Risikofaktor für eine Magendrehung. Am häufigsten betroffen sind zwar große Rassen mit tiefem Brustkorb wie zum Beispiel Doggen, aber grundsätzlich kann sie jeden Hund betreffen.
Fellwechsel
Mit ihrer dichten Unterwolle haaren Aussie und Mini-Aussie im Frühjahr und Herbst besonders stark.
In dieser Zeit braucht der Körper viel Energie für das neue Fell, und eine ausgewogene, artgerechte Ernährung macht sich hier besonders bemerkbar.
Fazit
Australian Shepherd und Mini Aussie sind Arbeitstiere mit viel Energie, und genau die sollte ihr Hundefutter liefern.
Beim Barfen gelingt das vor allem über den Fettanteil im Muskelfleisch: Ein Familienhund kommt mit weniger aus, ein Aussie aus der Arbeitslinie oder ein sportlicher Mini braucht deutlich mehr.
Der Aufbau des BARF-Napfes ist bei beiden Rassen gleich, nur die Menge passt Du an Größe und Gewicht an. Eine schlanke Figur schont dabei die Gelenke, und beim Thema Entwurmung solltest Du wegen des MDR1-Defekts immer Deinen Tierarzt einbeziehen.
Wenn Du es einfach halten möchtest, sind unsere DLG-zertifizierten Komplett-Mixe eine gute Wahl. Wie viel BARF Dein Hund genau braucht, berechnen wir gerne in einer persönlichen BARF-Beratung.