Wie viel BARF braucht ein Beagle am Tag?
Als grobe Orientierung bekommt ein ausgewachsener, normal aktiver Beagle mit einem Körpergewicht zwischen 10 und 18 kg täglich etwa 2,5 bis 3,5 % seines Körpergewichts an BARF-Hundefutter, wobei kleinere, aktivere Tiere eher am oberen und größere, ruhigere Tiere eher am unteren Ende dieser Spanne liegen.
Bei einem durchschnittlichen 14 kg schweren Beagle liegt die Tagesration damit ungefähr bei 350 bis 490 g.
Welpen im Wachstum benötigen anteilig deutlich mehr, wobei der prozentuale Anteil mit zunehmendem Alter stetig sinkt: Mit rund 9 Wochen liegt er bei etwa 6 bis 7 % des aktuellen Körpergewichts, mit 16 Wochen bei etwa 4 bis 5 % und ab dem 6. Lebensmonat bei rund 3 bis 4 %.
Bei einem 10 kg schweren Junghund im Alter von etwa 6 Monaten entspricht das etwa 300 bis 400 g täglich. Diese Werte sind Richtwerte und sollten anhand der individuellen Gewichtsentwicklung angepasst werden.
Bei älteren Beagles oder Tieren mit Neigung zu Übergewicht wird die Gesamtfuttermenge in der Regel schrittweise um etwa 10 bis 20 % gegenüber der bisherigen Ration reduziert. Ein fester Prozentsatz vom Körpergewicht lässt sich dafür nicht pauschal angeben, da der Bedarf stark von Aktivitätslevel und Gesundheitszustand abhängt.
Ist Dein Beagle bereits zu schwer, richtet sich die Futtermenge außerdem nicht nach dem aktuellen, sondern nach dem angestrebten Idealgewicht, sonst bleibt das Übergewicht bestehen.
So kann ein Beagle-Napf aufgebaut sein
Ein ausgewogener Napf für einen Beagle besteht aus einer durchdachten Kombination:
Ein bewährtes Verhältnis für die tierischen Bestandteile der Ration ist etwa 50 % Muskelfleisch, 20 % Pansen oder Blättermagen, 15 % Innereien und 15 % rohe, fleischige Knochen, ergänzt um den pflanzlichen Anteil.
So bekommt Dein Beagle nicht nur reines Muskelfleisch, sondern auch die Nährstoffe, die im Beutetier natürlicherweise enthalten wären.
Der Fettanteil im Muskelfleisch verdient beim Beagle besondere Aufmerksamkeit, weil er sich direkt auf sein Energiekonto auswirkt. Da BARF ohne Kohlenhydrate auskommt, übernimmt das Fett die Energieversorgung, weshalb es rund 15 bis 25 % des Muskelfleisches ausmachen sollte.
Weil Beagles durch ihren Bewegungsdrang zwar viel Energie verbrauchen, ihr Sättigungsgefühl aber notorisch unzuverlässig ist, lohnt es sich, den Fettanteil eng an das tatsächliche Aktivitätslevel zu koppeln, statt ihn pauschal hoch anzusetzen.
Beim pflanzlichen Anteil der Ration profitiert der Beagle besonders von Ballaststoffen, die für ein länger anhaltendes Sättigungsgefühl sorgen, ein kleiner Vorteil angesichts seiner Fressgier.
Rund 20 % der Tagesration sollten aus Gemüse und Obst bestehen, wobei sich diese wiederum in etwa 70 % Gemüse und 30 % Obst aufteilen, was rechnerisch rund 6 % Obst an der Gesamtration ergibt. Fein püriert lässt sich dieser Anteil am besten in die restliche Ration einarbeiten.
Wichtig ist die Mischung, nicht die einzelne Zutat. Aber gerade beim Beagle gilt: Auch bei bester Zusammensetzung führt eine zu große Portion schnell zu Übergewicht.