Alles, was unter die Schnauze kommt
Ein Parson Russell ist ganz ähnlich wie ein Labrador Retriever am Napf selten anspruchsvoll. Was gut riecht, wird gefressen, und das gilt leider nicht nur für sein Futter.
Auf dem Spaziergang wird so ein weggeworfenes Brötchen, ein Knochen im Gebüsch oder im schlimmsten Fall ein Giftköder blitzschnell zur Beute.
Freigabe statt Selbstbedienung
Die beste Vorsorge beginnt schon im Welpenalter.
Bring Deinem Parson bei, dass er Futter nur nimmt, wenn Du es freigibst, zum Beispiel mit einem festen Wort wie „Nimm“.
Am leichtesten übst Du das zu Hause: Leg eine Leckerei vor ihn, warte einen Moment und gib sie erst dann frei. Klappt das sicher, steigerst Du die Ablenkung Schritt für Schritt bis auf den Spaziergang.
Gleichzeitig lohnt es sich, ihm draußen eine erlaubte Beschäftigung anzubieten.
Ein Futterbeutel, den er suchen und zu Dir bringen darf, spricht seinen Jagdtrieb an und lenkt seine Nase in die richtige Richtung.
Als Füllung eignen sich getrocknete Snacks oder Stücke unseres TrockenBARF, die Du von der Tages-Futtermenge abziehst.
In Gegenden, in denen vor Giftködern gewarnt wird, ist eine Schleppleine eine sinnvolle Absicherung.
Manche Halter gewöhnen ihren Hund außerdem behutsam an einen gut sitzenden Maulkorb, damit sie in solchen Phasen gelassener unterwegs sein können.
Wenn er doch etwas erwischt hat
Hat Dein Hund etwas Unbekanntes gefressen und zeigt danach Auffälligkeiten wie starkes Speicheln, Erbrechen, Zittern, Taumeln oder ungewöhnliche Unruhe, fahr sofort zum Tierarzt oder in die nächste Tierklinik.
Manche Gifte, etwa in Rattenködern, wirken erst nach Tagen. Deshalb gehört auch ein scheinbar fitter Hund nach einem verdächtigen Fund in tierärztliche Hände.
Nimm, wenn möglich, Reste des Köders oder der Verpackung mit.
Welpen und Senioren
Als Welpe lernt Dein Parson nicht nur das Freigabe-Wort, sondern wächst auch kräftig. Damit er dabei gleichmäßig zulegt, sollte sein Muskelfleisch höchstens 15 % Fett enthalten, und die Menge richtest Du regelmäßig nach seinem aktuellen Gewicht aus.
Anfangs bekommt er vier kleine Mahlzeiten am Tag, bis zum sechsten Monat reduzierst Du schrittweise auf zwei. Unser Komplett-Mix Junior nimmt Dir das Abstimmen in dieser Zeit ab.
Im Alter bleiben viele Parsons erstaunlich unternehmungslustig. Erst wenn Deiner merklich ruhiger wird und leichter ansetzt, was bei kleinen Rassen eher ab etwa neun -zehn Jahren vorkommt, verringerst Du die Gesamtmenge um rund 10 bis 20 %.
Am Fettanteil sparst Du dabei nicht. Einen fertig abgestimmten Napf für ältere Hunde bietet unser Komplett-Mix Senior.
Gesundheit
Der Parson Russell gilt als widerstandsfähiger Arbeitsterrier mit vergleichsweise wenigen rassetypischen Erkrankungen.
Zu den bekannten Themen zählen erbliche Augenerkrankungen wie Linsenluxation, Katarakt und PRA sowie bei weißen Hunden eine angeborene Taubheit.
Mit der Fütterung lassen sie sich nicht beeinflussen, umso wichtiger sind Gesundheitstests der Elterntiere. Ein seriöser Züchter zeigt Dir die Ergebnisse gerne.
Anders ist es bei der Patellaluxation, bei der die Kniescheibe aus ihrer Führung springt. Typisch ist, dass der Hund plötzlich ein paar Schritte auf drei Beinen hüpft und dann normal weiterläuft.
Hier kannst Du selbst etwas beitragen, denn ein schlanker Hund belastet seine Kniegelenke deutlich weniger.
Fazit
Der Parson Russell Terrier ist ein Hund für Menschen, die gerne draußen unterwegs sind, ob auf dem Pferderücken, dem Fahrrad oder zu Fuß.
Seine Ausdauer braucht eine solide Grundlage im Napf, und mit etwa 3 % seines Körpergewichts an BARF pro Tag hast Du einen guten Startpunkt.
Als Wocheneinkauf geplant, bleibt das Barfen auch im Alltag überschaubar.
Wie viel Energie er wirklich braucht, zeigt sich an Eurem Rhythmus:
An aktiven Tagen darf es etwas mehr oder etwas fetteres Fleisch sein, an ruhigen Tagen reicht die Grundmenge.
Ein Blick auf die Taille und das Ertasten der Rippen verrät Dir, ob Ihr richtig liegt, und ein schlanker Körper kommt auch seinen Knien zugute.
Weil er draußen kaum etwas liegen lässt, lohnt sich das Freigabe-Training von Anfang an. Es schützt ihn vor Giftködern und Essensresten und gibt Dir unterwegs ein gutes Gefühl.
Möchtest Du den Napf nicht selbst zusammenstellen, versorgen ihn unsere DLG-zertifizierten Komplett-Mixe mit allem, was er braucht.
Einen individuellen Plan für Deinen gesunden Parson erstellen wir Dir gerne in unserer BARF-Beratung.