Wenn der Pudel beim Fressen wählerisch ist
Viele Pudel fressen nicht einfach alles, was im Napf landet. Manche lassen bestimmte Fleischsorten liegen, andere mögen die Konsistenz nicht oder brauchen schlicht Zeit, um sich an etwas Neues zu gewöhnen.
Gerade bei der Umstellung auf BARF ist deshalb Geduld gefragt, denn bis ein wählerischer Pudel seinen neuen Napfinhalt wirklich annimmt, können durchaus einige Wochen vergehen.
Hilfreich ist es, mit einer Fleischsorte zu beginnen, die Dein Pudel gerne frisst - zum Beispiel Rind oder Lamm - und neue Bestandteile nur in kleinen Mengen unterzumischen.
Auch die Konsistenz kann einen Unterschied machen: Manche Pudel bevorzugen gewolftes Fleisch, andere fressen lieber Stücke, an denen sie kauen können. Probiere ruhig beides aus.
Feste Fütterungszeiten und ein ruhiger Futterplatz geben Sicherheit.
Lässt Dein Pudel sein Futter stehen, räumst Du den Napf nach etwa 15 bis 20 Minuten wieder weg und bietest erst zur nächsten Mahlzeit erneut etwas an. So lernt er, dass Futter nicht den ganzen Tag bereitsteht.
Wichtig ist der Unterschied zwischen Wählerischsein und echter Appetitlosigkeit. Frisst ein Pudel, der sonst zuverlässig frisst, plötzlich kaum noch oder wirkt er dabei matt, sollte der Tierarzt nach der Ursache schauen.
Gesundheit: Worauf Du je nach Pudelgröße achten solltest
Bestimmte Erkrankungen kommen beim Pudel häufiger vor als bei anderen Hunderassen. Manche betreffen alle Größen, andere vor allem einzelne Varianten.
Bei allen Pudeln
Pudel gehören zu den Rassen, die häufiger an einer chronischen Niereninsuffizienz erkranken.
Sie entwickelt sich meist schleichend und fällt oft erst durch vermehrtes Trinken und häufigeres Wasserlassen auf.
Regelmäßige Vorsorgeuntersuchungen, besonders ab dem höheren Alter, helfen, sie früh zu erkennen.
Wie Du einen nierenkranken Hund richtig ernährst, erfährst Du in unserem Beitrag zur Nierenerkrankung bei Hunden.
Außerdem ist beim Pudel eine Veranlagung zu Diabetes mellitus beschrieben. Idealgewicht ist deshalb in jeder Größe sinnvoll.
Ebenfalls bekannt ist der Lebershunt, eine angeborene Fehlbildung der Blutgefäße an der Leber, die sich meist schon im Welpenalter durch Kümmern oder schlechtes Wachstum zeigt.
Beim Zwergpudel
Zwergpudel neigen zur Bildung von Harnsteinen, vor allem aus Calciumoxalat.
Diese Steine lassen sich über das Futter nicht auflösen, eine angepasste Ernährung kann aber helfen, einer erneuten Bildung vorzubeugen.
Wurden bei Deinem Pudel bereits Harnsteine festgestellt, sollte sein Futterplan gemeinsam mit dem Tierarzt erstellt werden, denn dabei spielen viele Details eine Rolle, vom Calciumgehalt bis zur Auswahl des Gemüses.
Zusätzlich sind beim Zwergpudel Erkrankungen der Herzklappen bekannt.
Beim Großpudel
Beim Großpudel tritt Epilepsie häufiger auf als bei vielen anderen Rassen.
Diagnose und Behandlung gehören in tierärztliche Hände.
Welpen und Senioren
Pudelwelpen wachsen je nach Größe unterschiedlich lange. Ein Toypudel ist deutlich früher ausgewachsen als ein Großpudel, der sich bis zu seiner Endgröße mehr Zeit lässt.
Für alle gilt: Die Futtermenge richtet sich nach dem aktuellen Gewicht, und das Muskelfleisch enthält während des Wachstums höchstens 15 % Fett.
Anfangs bekommt Dein Welpe vier kleine Mahlzeiten am Tag, bis zum sechsten Monat reduzierst Du schrittweise auf zwei.
Gerade bei sehr kleinen Toypudeln sind regelmäßige kleine Portionen wichtig. Eine fertig abgestimmte Alternative ist unser Komplett-Mix Junior.
Auch im Alter spielt die Größe eine Rolle. Bei Toy-, Zwerg- und Kleinpudeln zeigt sich eine Neigung zu Übergewicht meist erst ab etwa neun bis zehn Jahren, beim Großpudel oft schon ab sechs bis sieben.
Wird Dein Pudel ruhiger und setzt an, reduzierst Du die Gesamtmenge um rund 10 bis 20 %, ohne beim Fettanteil stark zu sparen.
Für ältere Hunde gibt es unseren Komplett-Mix Senior.
Fazit
Vom Toypudel mit rund 90 g BARF-Hundefutter bis zum Großpudel mit über 600 g am Tag liegen die Futtermengen weit auseinander, der Aufbau des Napfinhaltes bleibt dagegen gleich: Muskelfleisch, Pansen, Innereien und rohe fleischige Knochen, ergänzt durch püriertes Gemüse und Obst.
Ist Dein Pudel wählerisch, brauchst Du bei der Umstellung auf BARF etwas Geduld.
Eine vertraute Fleischsorte als Start, feste Fütterungszeiten und ein Blick auf die Konsistenz helfen ihm, sich an den neuen Napfinhalt zu gewöhnen.
Behalte außerdem die rassetypischen Veranlagungen im Blick, von den Nieren bei allen Pudeln bis zu Harnsteinen beim Zwergpudel. Regelmäßige Vorsorge beim Tierarzt und eine schlanke Taille sind dabei die beste Grundlage.
Wenn Du nicht selbst mischen möchtest, versorgen unsere DLG-zertifizierten Komplett-Mixe Deinen Pudel mit allem, was er braucht. Einen individuellen Plan für Deinen gesunden Pudel erstellen wir gerne in unserer BARF-Beratung.