Ja, Hunde dürfen Kiwi essen, allerdings nur als gelegentlichen Snack, ein paar saftige Stückchen ein- bis zweimal pro Woche sind völlig ausreichend.


Als feste Obstkomponente einer BARF-Ration ist Kiwi zwar unbedenklich, bietet im Vergleich zu anderen Obstsorten wie Äpfeln und Beeren aber keinen entscheidenden Mehrwert.

Warum Kiwi für Hunde unproblematisch ist

Hunde stammen vom Wolf ab und gelten ernährungsphysiologisch als fakultative Karnivoren, auch wenn sie im Gegensatz zu strikten Fleischfressern kleinere Mengen pflanzlicher Kost gut verdauen können.


Genau deshalb macht beim Barfen der pflanzliche Anteil auch nur einen kleinen, ergänzenden Teil der Ration aus.


Wie viele Früchte ein Hund individuell verträgt, ist aber unterschiedlich. Kiwi ist definitiv kein Futtermittel, das täglich auf dem Speiseplan Deines Hundes stehen sollte, dafür eignet sie sich aber gut als gelegentlicher Snack.

Welche Vorteile bietet Kiwi für Hunde?

Muskelfunktion Kiwis enthalten besonders viel Kalium, das sich positiv auf die Muskelfunktion Deines Hundes auswirkt.


Verdauung und Cholesterin Der hohe Anteil an Ballaststoffen kann den Cholesterinspiegel im Blut senken und unterstützt die Verdauung.


Natriumarm Kiwis enthalten nur geringe Mengen an Natrium, was sie zu einer unbedenklichen Ergänzung macht, ohne den Elektrolythaushalt Deines Hundes zu belasten.


Das in Kiwis enthaltene Vitamin C ist für Deinen Hund dagegen weniger relevant als für uns Menschen, denn Hunde können Vitamin C im Gegensatz zu uns selbst bilden und müssen es nicht über die Nahrung aufnehmen.


Einige andere Obstsorten wie Himbeeren oder Erdbeeren bieten insgesamt mehr ernährungsphysiologischen Mehrwert und sind bei vielen Hunden auch geschmacklich beliebter.

Kiwis in einer Holzschale, teils halbiert und in Spalten geschnitten, mit sichtbarem Fruchtfleisch und Kernen

Kiwi richtig zubereiten

Entferne vor dem Füttern die Schale sowie den härteren weißen Kern in der Mitte der Frucht und biete Deinem Hund nur das reife Fruchtfleisch an.


Die vielen kleinen schwarzen Kerne im Fruchtfleisch sind dagegen unproblematisch und müssen nicht einzeln entfernt werden.


Die Kiwi sollte reif und nicht zu hart sein, denn eine unreife Kiwi kann durch ihren höheren Säuregehalt Magenprobleme verursachen. Schneide das Fruchtfleisch in kleine, mundgerechte Stücke.

Wann Du auf Kiwi verzichten solltest

Ist bereits bekannt, dass Dein Hund auf ähnliche Futtermittel allergisch reagiert, solltest Du sicherheitshalber auf Kiwi verzichten.


Das Gleiche gilt für Hunde, die zu Durchfall neigen, hier kann die Frucht die Beschwerden eher verstärken als lindern.

Kiwi beim Barfen: nette Ergänzung, kein Muss

Beim Barfen macht der pflanzliche Anteil rund 20 % der täglichen Ration aus, davon entfallen etwa 30 % auf Obst.


Kiwi kann gelegentlich Teil dieses Obstanteils sein, für die tägliche Grundversorgung eignen sich aber ballaststoff- und vitaminreichere Sorten wie Banane oder Kürbis besser.


Unsere Obst- und Gemüsemischungen enthalten bereits eine Auswahl an pflanzlichen Komponenten, sodass Du Dich nicht selbst um die richtige Zusammenstellung kümmern musst.


Nutze Kiwi eher als abwechslungsreiches Extra on top der BARF-Ration, nicht als feste Komponente.

Fazit: Kiwi ist unbedenklich, aber kein Muss

Kiwi ist für Deinen Hund in keiner Weise giftig, für einen ausgewogenen Speiseplan aber auch nicht zwingend notwendig.


Stellst Du fest, dass Dein Hund eine Vorliebe für Kiwi hat, kannst Du ihm ein paar Mal pro Woche ein paar saftige, geschälte und entkernte Stückchen anbieten.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (nach Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.

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