Ja, Hunde dürfen Oliven essen, sie enthalten keine Giftstoffe, die Deinem Vierbeiner schaden.


Oliven liefern einfach ungesättigte Fettsäuren (Ölsäure) sowie Vitamin E für ein starkes Immunsystem.


Trotzdem gilt: nur naturbelassen, entkernt und als gelegentlicher Snack, nicht als fester Bestandteil der täglichen Fütterung.

Worauf Du bei der Fütterung von Oliven achten musst

Nicht giftig heißt nicht automatisch unbedenklich. Entferne vor dem Füttern immer den Kern, er kann zu Verstopfung, Erstickung oder sogar einem Darmverschluss führen.


Greife ausschließlich zu naturbelassenen Oliven, keine aus Dose oder Glas, denn diese enthalten meist deutlich zu viel Salz. Übermäßige Salzaufnahme kann bei Hunden zu Durst, Austrocknung und im schlimmsten Fall zu einer Vergiftung führen.


Auch gewürzte Varianten oder Oliven mit Füllung, etwa mit Knoblauch oder in Öl eingelegt, gehören nicht in den Napf.


Hat Dein Hund bereits eine Bauchspeicheldrüsenentzündung oder neigt dazu, solltest Du auf Oliven besser ganz verzichten. Der Fettgehalt kann die Bauchspeicheldrüse zusätzlich reizen und bestehende Beschwerden verschlimmern.

Karaffe mit Olivenöl neben schwarzen und grünen Oliven mit Olivenzweig

Grüne oder schwarze Oliven?

Beide Sorten sind für Hunde grundsätzlich unbedenklich, solange sie naturbelassen und unbehandelt sind.


Ein Detail solltest Du aber kennen: Die meisten schwarzen Oliven aus dem Supermarkt sind eigentlich unreife, grüne Oliven, die nachträglich gefärbt wurden, häufig mit Natriumhydroxid oder Eisengluconat.


Für uns Menschen ist das unbedenklich, bei Hunden ist hier zusätzliche Vorsicht angebracht.


Im Zweifel greifst Du am besten zu Oliven, bei denen die Herkunft und Verarbeitung klar erkennbar ist.

Wie viel Oliven darf Dein Hund essen?

Oliven dürfen nur in kleinen Mengen und als gelegentliches Extra gefüttert werden, abhängig von Größe und Gewicht Deines Hundes.


Bedenke dabei, dass Oliven mit rund 143 kcal und 14 g Fett pro 100 g recht kalorienreich sind, bei kleinen Hunden macht sich das schneller bemerkbar als bei großen.


Für Hunde mit Übergewicht eignen sich Oliven daher auch weniger gut.

Oliven und die BARF-Fütterung

Oliven zählen nicht zu den klassischen Bestandteilen einer BARF-Ration, sie sind kein Obst oder Gemüse, das regelmäßig in die pflanzliche Komponente eingerechnet wird.


Als gelegentlicher Snack außerhalb der eigentlichen Mahlzeit spricht aber nichts dagegen.


Wichtig zu wissen: Das gilt nur für die Olive als Frucht, nicht für Olivenöl.


Olivenöl besteht zu einem Großteil aus Ölsäure, einer einfach ungesättigten Omega-9-Fettsäure, liefert aber kaum die Omega-3-Fettsäuren, auf die es beim Fettsäurenausgleich in der BARF-Ration ankommt.


Für eine ausgewogene Versorgung mit Omega-3 sind Öle wie unser Lachsöl oder das Basis-Öl 3-6-9 die bessere Wahl.


Wenn Du auf der Suche nach Obst und Gemüse bist, das Du fest in die pflanzliche BARF-Komponente einbauen kannst, eignen sich etwa Äpfel, Bananen, Blaubeeren, Salat und Gurken, die sich deutlich unkomplizierter regelmäßig einbauen lassen als Oliven.


Tipp: Unsere DLG-zertifizierten Komplett-Mixe enthalten diese Komponente bereits fertig abgestimmt.

Fazit

Oliven sind für Hunde nicht giftig und können in kleinen Mengen ein gesunder, kalorienreicher Snack sein, Ölsäure und Vitamin E sprechen dafür.


Entscheidend ist aber die Zubereitung: immer entkernt, naturbelassen und ohne Salz oder Gewürze.


Bei Hunden mit Übergewicht oder einer Neigung zu Bauchspeicheldrüsenproblemen ist besondere Zurückhaltung gefragt.


Als täglicher Bestandteil der Ration eignen sich Oliven nicht, dafür aber als gelegentliche Belohnung zwischendurch.


Wer seinem Hund regelmäßig etwas Obst oder Gemüse anbieten möchte, dem empfehlen wir einen fertig abgestimmten Komplett-Mix oder einen Blick in unsere Beiträge zu möglichen Obst- und Gemüsesorten für Hunde.

Autor

Carolin Kroll
Carolin KrollZertifizierte BARF-Ernährungsberaterin


Carolin ist zertifizierte BARF-Ernährungsberaterin der THP-Schule (Swanie Simon) und begleitet bei BARFER'S seit 2023 Hunde- und Katzenbesitzer auf dem Weg zur artgerechten Rohfütterung.


Ihre Leidenschaft fürs BARFen begann ebenfalls 2023, als ihre Hündin Fragola aus dem Tierschutz bei ihr einzog. Seitdem befasst sich Carolin mit BARF sowohl im Berufsalltag als auch zuhause.

Das könnte Dich ebenfalls interessieren