Der Mops ist unverwechselbar: kompakt, faltig im Gesicht, mit kurzer Schnauze und den charakteristischen großen, dunklen Augen. Die meisten Möpse sind klassisch kurzhaarig, es gibt aber auch die seltenere Langhaar-Variante.


Nach FCI-Standard erreicht er eine Schulterhöhe von etwa 30 bis 36 cm und ein Idealgewicht von 6,3 bis 8,1 kg,


Bei einem durchschnittlichen Gewicht von rund 7 kg bekommt ein ausgewachsener Mops mit Idealgewicht damit täglich etwa 210 bis 280 g BARF, das entspricht der auch bei anderen kleinen Rassen üblichen Spanne von 3 bis 4 % des Körpergewichts.


Weil Möpse zu Übergewicht neigen und ihr Energiebedarf im Alltag meist überschaubar ist, liegt der passende Wert für die meisten Möpse eher am unteren Ende dieser Spanne.

Warum BARF beim Mops eine besondere Rolle spielen kann

Der Mops zählt zu den Rassen, bei denen Allergien gehäuft vorkommen, die Veranlagung ist vererbbar.


Interessant dabei: Eine Studie von Hemida und Kollegen (Hinweis: die Studie ist auf Englisch verfasst) zeigte, dass Welpen, die im ersten Lebenshalbjahr zu über 20 % Rohfutterkomponenten wie Pansen, Innereien oder Fischöl bekamen, später deutlich seltener Allergien entwickelten.


Bei entsprechender familiärer Veranlagung kann eine frühzeitige, durchdachte BARF-Fütterung also Teil der Allergievorbeugung sein.


Der Mops gehört außerdem zu den Rassen, bei denen ein portosystemischer Shunt, eine angeborene Gefäßfehlbildung der Leber, überdurchschnittlich häufig vorkommt.


Er macht sich meist ab dem 6. Lebensmonat durch Minderwuchs, Untergewicht oder wechselnden Appetit bemerkbar und braucht im Zweifel eine tierärztliche Abklärung sowie ein individuell abgestimmtes Ernährungsmanagement.


Der kurze Kopf des Mopses bringt zudem praktische Fütterungsbesonderheiten mit sich: Viele Möpse schlingen hastig, ein ruhiger Fressplatz und kleinere Portionen helfen hier.


Ein Hühnerhals zum Beispiel passt gut zur Maulgröße des Mopses und kann beim Kauen dabei helfen, die eng stehenden Zähne in seinem kompakten Kiefer sauber zu halten.

So kann BARF-Futter für den Mops aussehen

Ein ausgewogener BARF-Napf für einen Mops besteht aus mehreren Komponenten. Diese kannst Du entweder selbst kombinieren oder in Form eines bereits zusammengestellten Komplett-Mixes füttern:

Der pflanzliche Teil des Napfs macht rund ein Fünftel der Gesamtration aus, mit Gemüse als Hauptanteil und Obst als kleinerer Ergänzung, in Summe landest Du damit bei etwa 6 % der Tagesmenge.

Napf mit gefrorenen BARFER'S Komplett-Mix Würfeln, Fertigbarf mit Fleisch, Innereien, Knochen, Gemüse und Obst

Beim Fettgehalt im Muskelfleisch orientierst Du Dich an Aktivität und Gewicht Deines Mopses: Die übliche Bandbreite liegt zwischen 15 und 25 %, ein ruhiger, zu Übergewicht neigender Mops fährt mit einem Wert im unteren Bereich meist besser.


Eine Fleischsorte solltest Du dabei konsequent meiden: rohes Schweine oder Wildschwein. Es kann das Aujeszky-Virus übertragen, das für Hunde nahezu immer tödlich verläuft.

Wie viel BARF braucht ein Mops am Tag?

Als grobe Orientierung bekommt ein ausgewachsener, normal aktiver Mops täglich etwa 3 bis 4 % seines Körpergewichts an BARF-Ration:

  • 6,3 kg Körpergewicht (unteres Idealgewicht): rund 190 bis 250 g täglich
  • 7 kg Körpergewicht (Durchschnitt): rund 210 bis 280 g täglich
  • 8,1 kg Körpergewicht (oberes Idealgewicht): rund 240 bis 325 g täglich

Ruhigere Möpse kommen meist mit dem unteren Wert aus, aktivere Tiere eher mit dem oberen.


Welpen und Junghunde brauchen anteilig deutlich mehr, hier kannst Du Dich an rund 6 bis 7 % des Körpergewichts in den ersten Lebenswochen orientieren, mit schrittweiser Reduktion Richtung des Erwachsenenwerts.


Beachte, dass kleine Hunderassen wie der Mops bereits mit etwa einem halben Jahr nahezu ausgewachsen sind.

Was Du beim Barfen eines Mopses vermeiden solltest

Der häufigste Fehler beim Mops ist schlicht zu viel Futter, oft in guter Absicht serviert.


Weil die Rasse ohnehin zu Übergewicht neigt und die BARF-Tagesration insgesamt klein ausfällt, wirkt sich jede großzügig geschätzte Portion überproportional aufs Gewicht aus, was wiederum die ohnehin eingeschränkte Atmung von Möpsen zusätzlich belastet.


Auch zu große oder zu harte Rohfleischknochen sind bei dieser Rasse keine gute Wahl, sie sollten immer zum kompakten Kiefer des Mopses passen. Anstatt von ganzen Lammrippen würden sich zum Beispiel ganze Hühnerhälse besser eignen. Alternativ kannst Du auch gewolfte Knochen füttern.


Wiege Deinen Mops daher regelmäßig und behalte seine Körperform im Blick, gerade weil sich Übergewicht bei einem ohnehin kompakten Körperbau leicht unbemerkt einschleicht.


Füttere ihn möglichst in Ruhe und ohne Ablenkung, damit er nicht hastig frisst, und plane an warmen Tagen genug Zeit zwischen Fütterung und Bewegung ein.

Fazit

Richte die tägliche BARF-Futtermenge am Idealgewicht Deines Mopses aus und beobachte sein Gewicht regelmäßig, damit er nicht dick wird.


Füttere ihn in Ruhe und in kleineren Portionen, denn seine kurze Schnauze erschwert ihm hastiges Fressen.


Wenn Du das BARF-Hundefutter selbst zusammenstellst, wähle rohe fleischige Knochen, die zu seinem kompakten Kiefer passen, etwa einen Hühnerhals, das unterstützt seine Zähne, ohne ihn zu überfordern.


Bist Du Dir unsicher, wie Du die Mahlzeiten konkret zusammenstellst, kannst Du auf fertig abgestimmte BARF-Menüs zurückgreifen oder buche gerne eine BARF-Beratung bei uns.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (nach Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.

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