Der West Highland White Terrier stammt aus Schottland und ist mit seinem weißen Fell und den kleinen Stehohren leicht zu erkennen. Er ist ein lebhafter, selbstbewusster Hund, der viel Bewegung braucht.


Ein erwachsener, normal aktiver Westie mit einem Idealgewicht von 8 kg braucht beim Barfen rund 240 g Futter pro Tag, das entspricht etwa 3 % seines Körpergewichts.


Beim Westie geht es beim Füttern aber um mehr als die richtige Menge. Die Rasse neigt zu Allergien und einer empfindlichen Verdauung, und auf dem weißen Fell fällt jede gereizte Hautstelle sofort auf.


In diesem Porträt erfährst Du, wie Du mit BARF genau im Blick behältst, was Deinem Westie bekommt, und warum bei ihm auch die Leber im Napf besondere Aufmerksamkeit verdient.

West Highland White Terrier: Herkunft, Größe und Wesen

Seine Heimat sind die rauen Highlands im Westen Schottlands. Dort jagten kleine, kräftige Terrier Füchse, Dachse und Ratten zwischen Felsen und Steinmauern.


Lange waren weiße Welpen unter ihnen nicht gern gesehen. Der Legende nach änderte sich das, als ein Jäger seinen rötlichen Terrier im Gelände mit einem Fuchs verwechselte.


Danach züchtete er gezielt weiße Hunde, die im Heidekraut niemand mehr übersehen konnte. Aus diesen weißen Verwandten des Cairn Terriers entstand der West Highland White Terrier, den die FCI seit 1954 als eigene Rasse anerkennt.

  • Schulterhöhe: laut FCI-Standard (PDF, englischsprachig) etwa 28 cm
  • Gewicht: 6 bis 10 kg
  • Fell: doppeltes Haarkleid aus etwa 5 cm langem, hartem Deckhaar und kurzer, weicher, dichter Unterwolle
  • Farbe: ausschließlich Weiß, andere Farben sind laut Standard nicht zulässig

Auch wenn er heute meist auf dem Sofa statt im Fuchsbau zu Hause ist, hat der Westie seinen Terrier-Charakter behalten. Er ist wachsam, mutig und hat eine gesunde Portion Selbstbewusstsein, bleibt dabei aber freundlich und fröhlich.


Viele Westies entscheiden gerne selbst, was gerade wichtig ist, und brauchen deshalb eine ebenso liebevolle wie klare Erziehung.


Sein kompakter, kräftiger Körperbau verrät, dass er für Arbeit gemacht ist. Bekommt er davon heute weniger, aber die gleiche Futtermenge wie früher, setzt er schnell Übergewicht an. Wie Du die richtige Balance findest, beginnt bei der Zusammenstellung seines Futters.

So kann der BARF-Napf eines West Highland White Terriers aussehen

Für einen 8 kg schweren Westie mit normaler Aktivität kommen in einer Woche ungefähr diese Mengen zusammen:

Wenn Du den Napf selbst zusammenstellst, ergänzt Du Seealgenmehl für Jod, Dorschlebertran für Vitamin D und ein hochwertiges Öl wie Lachsöl für den Fettsäurenausgleich nach der Dosierung auf der Verpackung.


Tipp: Mit unseren DLG-zertifizierten Komplett-Mixen entfällt das Zusammenstellen.

Hand hält eine 500-g-Packung BARFER’S complete Komplett-Mix Lamm, gewolft, mit DLG-Siegel vor einem geöffneten Gefrierfach, DLG-zertifiziertes FertigBARF als Alleinfuttermittel für erwachsene Hunde

Bei einer Rasse, die zu Allergien neigt, lohnt es sich, die Fleischsorten bewusst auszuwählen. Starte mit wenigen Sorten, die Dein Hund gut verträgt, und führe neue immer einzeln ein. Reagiert er mit Juckreiz oder weichem Kot, weißt Du so, woran es liegt.


Beim Fett im Muskelfleisch gilt je nach Aktivität ein Anteil von 15 bis 25 %. Weil viele Westies leicht zunehmen, ist für einen durchschnittlich aktiven Familienhund meist der untere bis mittlere Bereich passend.


Zu den Innereien gehört auch Leber, die viele wichtige Vitamine liefert. Beim Westie hat sie noch eine zweite Bedeutung, auf die wir weiter unten im Abschnitt zur Kupferspeicherkrankheit eingehen.

Wie viel BARF braucht ein West Highland White Terrier?

Als Orientierung für erwachsene, normal aktive Westies mit Idealgewicht gilt etwa 3 % des Körpergewichts:

  • 6 kg Körpergewicht: rund 180 g BARF pro Tag
  • 8 kg Körpergewicht: rund 240 g BARF pro Tag
  • 10 kg Körpergewicht: rund 300 g BARF pro Tag

Diese Werte sind Richtwerte. Die genaue Menge hängt von Gewicht, Aktivität, Alter und Körperbau Deines Hundes ab. In unserer BARF-Beratung berechnen wir sie individuell für Deinen gesunden Westie.


Unter dem dichten Fell ist eine Gewichtszunahme beim Westie mit bloßem Auge kaum zu erkennen. Verlässlicher ist die Waage: Stell Dich einmal allein und einmal mit Deinem Hund auf dem Arm auf die Personenwaage und zieh die Werte voneinander ab.


Wenn Du das alle paar Wochen machst, fallen Veränderungen früh auf. Leckerli rechnest Du in die Tagesmenge ein.


Ein schlankes Gewicht ist beim Westie auch deshalb wichtig, weil für die Rasse eine Veranlagung zu Diabetes mellitus beschrieben ist. Trinkt Dein Hund auffällig viel, muss er häufiger raus oder nimmt er trotz gutem Appetit ab, solltest Du das tierärztlich abklären lassen.


Verteile die Tagesmenge bei erwachsenen Hunden auf zwei Mahlzeiten.

Haut und Verdauung: Wenn der Westie empfindlich reagiert

Allergien treten beim West Highland White Terrier recht häufig auf. Fachlich wird das mit vererbbaren Störungen der Immunregulation erklärt, die in bestimmten Rassen und Zuchtlinien weitergegeben werden.


Auch chronische Darmerkrankungen kommen beim Westie häufiger vor als bei vielen anderen Rassen. Vermutet wird eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber Darmbakterien oder Bestandteilen der Nahrung.


Im Alltag zeigt sich das oft an der Haut oder am Kot. Typische Anzeichen sind häufiges Kratzen, Pfotenlecken, wiederkehrende Ohrenentzündungen oder rötlich verfärbtes Fell an Pfoten und Maul, das durch ständiges Lecken entsteht.


Bei der Verdauung sind es eher anhaltend weicher Kot, Durchfall, Erbrechen oder ein Gewichtsverlust ohne erkennbaren Grund.


Bemerkst Du solche Anzeichen, sollte zuerst Dein Tierarzt die Ursache abklären. Nicht jeder Juckreiz kommt vom Futter, auch Umweltallergien oder Parasiten sind möglich.


Steht das Futter unter Verdacht, ist selbstgemachtes BARF eine gute Grundlage, weil Du jede Zutat kennst und gezielt weglassen kannst. Wie eine Ausschlussdiät mit nur einer Fleischsorte funktioniert und worauf Du dabei bei Deinem Weste achten musst, erarbeiten wir gerne mit Dir in einer ausführlichen BARF-Ernährungsberatung.

Kupferspeicherkrankheit: Warum die Leber im Napf eine Rolle spielt

Der Westie gehört zu den Rassen, bei denen eine erbliche Kupferspeicherkrankheit vorkommt. Dabei kann die Leber Kupfer nicht ausreichend ausscheiden, es lagert sich nach und nach im Gewebe ab und kann eine chronische Leberentzündung auslösen.


Am bekanntesten ist die Erkrankung beim Bedlington Terrier und beim Dobermann, beim Westie sind Rüden und Hündinnen gleichermaßen betroffen.


Das Tückische daran: Erste Beschwerden zeigen sich meist erst im mittleren oder höheren Alter, obwohl sich das Kupfer schon viel früher in der Leber nachweisen lässt. Sprich deshalb mit Deinem Tierarzt darüber, ob und in welchen Abständen eine Kontrolle der Leberwerte für Deinen Hund sinnvoll ist.


Für die Fütterung ist das wichtig, weil Leber zu den kupferreichsten Zutaten im BARF-Napf gehört. Bei einem gesunden Westie gehört sie wie bei jedem anderen Hund in den Napf.


Wurde bei Deinem Hund jedoch eine Kupferspeicherkrankheit festgestellt, muss die Fütterung angepasst werden, unter anderem beim Leberanteil. Das sollte immer gemeinsam mit Deinem Tierarzt geschehen.

Welpen und Senioren

Westie-Welpen sollten gleichmäßig und nicht zu schnell wachsen. Das Muskelfleisch enthält deshalb in dieser Zeit höchstens 15 % Fett, und die Futtermenge passt Du regelmäßig an das aktuelle Gewicht an.


In den ersten Wochen verteilst Du sie auf vier Mahlzeiten, bis zum sechsten Monat reduzierst Du schrittweise auf zwei. Eine fertig abgestimmte Alternative ist unser Komplett-Mix Junior.


Bei älteren Westies zeigt sich eine Neigung zu Übergewicht oft ab etwa neun bis zehn Jahren. Wird Dein Hund ruhiger und nimmt zu, reduzierst Du die Gesamtmenge um rund 10 bis 20 %, ohne den Fettanteil stark zu senken.


Da sich eine Kupferspeicherkrankheit häufig erst in diesem Alter bemerkbar macht, sind regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt jetzt besonders sinnvoll.


Dabei lohnt sich auch ein Blick auf die Nieren, denn der Westie gehört zu den Rassen, die häufiger an einer chronischen Niereninsuffizienz erkranken. Mehr dazu liest Du in unserem Beitrag zur Nierenerkrankung bei Hunden.


Für Senioren gibt es unseren Komplett-Mix Senior.

Fazit

Der West Highland White Terrier ist ein lebhafter, robuster kleiner Hund, bei dem sich eine durchdachte Fütterung besonders lohnt. Als Orientierung braucht ein ausgewachsener Westie beim Barfen etwa 3 % seines Körpergewichts pro Tag, bei 8 kg also rund 240 g. Plant man die Zutaten für die ganze Woche, bleibt das im Alltag gut umsetzbar.


Wegen seiner Neigung zu Allergien und chronischen Darmerkrankungen solltest Du neue Fleischsorten einzeln einführen und auf Haut, Fell und Kot achten. Treten Beschwerden auf, gehört die Ursache in tierärztliche Hände. BARF hilft Dir dann dabei, genau nachzuvollziehen, was Dein Hund verträgt.


Da sein dichtes Fell Gewichtsschwankungen gut versteckt, ist ein regelmäßiger Blick auf die Waage sinnvoll, auch mit Blick auf die Rassedisposition für Diabetes mellitus. Und weil beim Westie eine erbliche Kupferspeicherkrankheit vorkommt, lohnen sich regelmäßige Kontrollen der Leberwerte. Leber bleibt bei gesunden Hunden ein normaler Bestandteil des Napfes.


Wenn Du nicht selbst mischen möchtest, versorgen unsere DLG-zertifizierten Komplett-Mixe Deinen Westie mit allem, was er braucht.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (nach Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.

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