Haut und Verdauung: Wenn der Westie empfindlich reagiert
Allergien treten beim West Highland White Terrier recht häufig auf. Fachlich wird das mit vererbbaren Störungen der Immunregulation erklärt, die in bestimmten Rassen und Zuchtlinien weitergegeben werden.
Auch chronische Darmerkrankungen kommen beim Westie häufiger vor als bei vielen anderen Rassen. Vermutet wird eine genetisch bedingte Überempfindlichkeit des Immunsystems gegenüber Darmbakterien oder Bestandteilen der Nahrung.
Im Alltag zeigt sich das oft an der Haut oder am Kot. Typische Anzeichen sind häufiges Kratzen, Pfotenlecken, wiederkehrende Ohrenentzündungen oder rötlich verfärbtes Fell an Pfoten und Maul, das durch ständiges Lecken entsteht.
Bei der Verdauung sind es eher anhaltend weicher Kot, Durchfall, Erbrechen oder ein Gewichtsverlust ohne erkennbaren Grund.
Bemerkst Du solche Anzeichen, sollte zuerst Dein Tierarzt die Ursache abklären. Nicht jeder Juckreiz kommt vom Futter, auch Umweltallergien oder Parasiten sind möglich.
Steht das Futter unter Verdacht, ist selbstgemachtes BARF eine gute Grundlage, weil Du jede Zutat kennst und gezielt weglassen kannst. Wie eine Ausschlussdiät mit nur einer Fleischsorte funktioniert und worauf Du dabei bei Deinem Weste achten musst, erarbeiten wir gerne mit Dir in einer ausführlichen BARF-Ernährungsberatung.
Kupferspeicherkrankheit: Warum die Leber im Napf eine Rolle spielt
Der Westie gehört zu den Rassen, bei denen eine erbliche Kupferspeicherkrankheit vorkommt. Dabei kann die Leber Kupfer nicht ausreichend ausscheiden, es lagert sich nach und nach im Gewebe ab und kann eine chronische Leberentzündung auslösen.
Am bekanntesten ist die Erkrankung beim Bedlington Terrier und beim Dobermann, beim Westie sind Rüden und Hündinnen gleichermaßen betroffen.
Das Tückische daran: Erste Beschwerden zeigen sich meist erst im mittleren oder höheren Alter, obwohl sich das Kupfer schon viel früher in der Leber nachweisen lässt. Sprich deshalb mit Deinem Tierarzt darüber, ob und in welchen Abständen eine Kontrolle der Leberwerte für Deinen Hund sinnvoll ist.
Für die Fütterung ist das wichtig, weil Leber zu den kupferreichsten Zutaten im BARF-Napf gehört. Bei einem gesunden Westie gehört sie wie bei jedem anderen Hund in den Napf.
Wurde bei Deinem Hund jedoch eine Kupferspeicherkrankheit festgestellt, muss die Fütterung angepasst werden, unter anderem beim Leberanteil. Das sollte immer gemeinsam mit Deinem Tierarzt geschehen.
Welpen und Senioren
Westie-Welpen sollten gleichmäßig und nicht zu schnell wachsen. Das Muskelfleisch enthält deshalb in dieser Zeit höchstens 15 % Fett, und die Futtermenge passt Du regelmäßig an das aktuelle Gewicht an.
In den ersten Wochen verteilst Du sie auf vier Mahlzeiten, bis zum sechsten Monat reduzierst Du schrittweise auf zwei. Eine fertig abgestimmte Alternative ist unser Komplett-Mix Junior.
Bei älteren Westies zeigt sich eine Neigung zu Übergewicht oft ab etwa neun bis zehn Jahren. Wird Dein Hund ruhiger und nimmt zu, reduzierst Du die Gesamtmenge um rund 10 bis 20 %, ohne den Fettanteil stark zu senken.
Da sich eine Kupferspeicherkrankheit häufig erst in diesem Alter bemerkbar macht, sind regelmäßige Kontrollen beim Tierarzt jetzt besonders sinnvoll.
Dabei lohnt sich auch ein Blick auf die Nieren, denn der Westie gehört zu den Rassen, die häufiger an einer chronischen Niereninsuffizienz erkranken. Mehr dazu liest Du in unserem Beitrag zur Nierenerkrankung bei Hunden.
Für Senioren gibt es unseren Komplett-Mix Senior.
Fazit
Der West Highland White Terrier ist ein lebhafter, robuster kleiner Hund, bei dem sich eine durchdachte Fütterung besonders lohnt. Als Orientierung braucht ein ausgewachsener Westie beim Barfen etwa 3 % seines Körpergewichts pro Tag, bei 8 kg also rund 240 g. Plant man die Zutaten für die ganze Woche, bleibt das im Alltag gut umsetzbar.
Wegen seiner Neigung zu Allergien und chronischen Darmerkrankungen solltest Du neue Fleischsorten einzeln einführen und auf Haut, Fell und Kot achten. Treten Beschwerden auf, gehört die Ursache in tierärztliche Hände. BARF hilft Dir dann dabei, genau nachzuvollziehen, was Dein Hund verträgt.
Da sein dichtes Fell Gewichtsschwankungen gut versteckt, ist ein regelmäßiger Blick auf die Waage sinnvoll, auch mit Blick auf die Rassedisposition für Diabetes mellitus. Und weil beim Westie eine erbliche Kupferspeicherkrankheit vorkommt, lohnen sich regelmäßige Kontrollen der Leberwerte. Leber bleibt bei gesunden Hunden ein normaler Bestandteil des Napfes.
Wenn Du nicht selbst mischen möchtest, versorgen unsere DLG-zertifizierten Komplett-Mixe Deinen Westie mit allem, was er braucht.