Dog Diving ist eine spezielle Sportart für Hunde, die auch bei uns immer mehr zum Trend wird. Wie der Name schon sagt, wird die Sportart im Wasser ausgeübt.


Deshalb eignet sich Dog Diving besonders für Rassen, die eine besondere Affinität zum Wasser haben. Dazu gehören insbesondere Labradore und Golden Retriever, Schäferhunde und Jack Russel Terrier.


Grundsätzlich lässt sich aber sagen, dass alle Hunde, die gerne ins Wasser springen, für diese Sportart geeignet sind. Da es beim Dog Diving auch um das Herausholen von Gegenständen aus dem Wasser geht, sollte Dein Hund auch gerne apportieren.

Woher kommt Dog Diving?

Dog Diving stammt ursprünglich aus den USA, wo die Sportart Ende der 1990er Jahre entstand. Von dort aus hat sie sich in den letzten Jahren zunehmend auch in Europa verbreitet und ist inzwischen eine offiziell anerkannte Hundesportart mit eigenen Turnieren. Auch in Deutschland finden regelmäßig Wettbewerbe statt, bei denen wasserbegeisterte Hunde ihr Können unter Beweis stellen können.

Ein braun-beiger Terrier-Mischling sitzt auf einem Stand-up-Paddle-Board auf einem türkisfarbenen Bergsee, im Hintergrund bewaldete Berghänge

Wie läuft Dog Diving ab?

Beim Dog Diving springt der Hund von einer Rampe aus möglichst weit und hoch ins Wasser. Dabei gibt es verschiedene Disziplinen, wie zum Beispiel Big Air und Extreme Vertical, bei der jeweils die Sprungweite oder Sprunghöhe bewertet werden. Bei anderen Disziplinen wie dem Speed-Retrieve geht es um Schnelligkeit und Präzision.


Bei der Disziplin Big Air, der beliebtesten und in Deutschland am weitesten verbreiteten Disziplin, geht es darum, möglichst weit von der Rampe abzuspringen. Sportlich sehr aktive Hunde erreichen dabei Weiten von sechs bis neun Metern. Gemessen wird die Distanz von der Rampenkante bis zu der Stelle, an der der Hund ins Wasser eintaucht.


Dog Diving ist inzwischen sogar zu einem Turniersport geworden, bei dem sich die Hunde einem Wettbewerb stellen. Für die Teilnahme an Turnieren gilt in der Regel ein Mindestalter von neun Monaten, außerdem sollte Dein Hund eine bestandene Begleithundeprüfung vorweisen können.


Grundvoraussetzung für eine Teilnahme ist aber immer, dass das Dog Diving Deinem Hund sichtlich Spaß macht.

Die Dog Diving Anlage

Damit die Sicherheit Deines Hundes gewährleistet ist, gibt es für Dog Diving Anlagen feste Vorgaben. Das Becken ist üblicherweise etwa 5 mal 10 Meter groß und mindestens 1,20 Meter tief.


Die Absprungrampe liegt rund 20 Zentimeter über der Wasseroberfläche und erlaubt einen Anlauf von etwa vier bis sechs Metern. So kann Dein Hund sicher und mit ausreichend Schwung abspringen.

Gesundheitliche Vorteile vom Dog Diving

Dog Diving hat viele gesundheitliche Vorteile für Deinen Hund. Beim Dog Diving wird der Hund körperlich stark gefordert, was auf den Aufbau und den Erhalt einer festen Muskulatur sehr positiv wirkt. Gleichzeitig wird das Herz-Kreislauf-System gestärkt.


Ein besonderer Vorteil dieser Sportart liegt darin, dass sie überwiegend im Wasser stattfindet. Dadurch werden die Gelenke nicht so stark belastet wie bei anderen Hundesportarten, die nicht im Wasser stattfinden.


Eine Ausnahme bildet die Disziplin Extreme Vertical, bei der Dein Hund besonders hoch springt. Diese Sprünge sind etwas anspruchsvoller für den Bewegungsapparat als die übrigen Disziplinen.


Im Rahmen verschiedener Disziplinen fördert Dog Diving auch die geistigen Fähigkeiten Deines Hundes. Aufgrund der körperlichen Herausforderungen kommt diese Sportart nur für gesunde Hunde in Frage.


Hunde, die an Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atemnot und Gelenkschäden leiden oder zu Ohrenentzündungen neigen, sind für diese Sportart nicht geeignet.


Achte während des Trainings außerdem darauf, wie Dein Hund sich schlägt: Wird er merklich langsamer oder wirken seine Bewegungen angestrengt, ist es Zeit für eine Pause.

So gelingt der Einstieg

Am Anfang lohnt es sich, einen Trainer oder eine Hundeschule mit Dog Diving Erfahrung zurate zu ziehen. Viele Hundeschulen bieten mittlerweile eigene Kurse an, auch wenn Du gar nicht an Turnieren teilnehmen möchtest. Der Einstieg gelingt am besten in kleinen Schritten:


Übe zunächst das Apportieren an Land, bevor es überhaupt ins Wasser geht. Klappt das zuverlässig, kannst Du Deinen Hund langsam ans Wasser heranführen. Steig anfangs am besten selbst mit ins Becken und zeig ihm, wie er sicher wieder herausfindet.


Erst wenn Dein Hund sich im Wasser wohlfühlt, wird die Sprunghöhe und Sprungweite nach und nach gesteigert. Für kleine Erfolgserlebnisse zwischendurch eignen sich unsere Trainingssnacks wunderbar als Belohnung, ganz ohne Deinen Hund während des Sprungs mit Futter abzulenken.


Schubse Deinen Hund niemals ins Wasser. Der Spaß am Sprung muss von ihm selbst kommen, sonst kann Dog Diving schnell mit negativen Erfahrungen verknüpft werden.

Sicherheit beim Training

Auch wenn Dog Diving grundsätzlich als sicher gilt, solltest Du ein paar Punkte beachten. Eine Schwimmweste hilft Deinem Hund nicht nur dabei, sicher an der Oberfläche zu bleiben, sondern erleichtert es Dir auch, ihn im Wasser zu führen oder im Notfall zu greifen.


Trainierst Du an einem See statt in einer Dog Diving Anlage, sollte das Wasser mindestens einen Meter tief sein, damit Dein Hund beim Sprung nicht auf dem Grund aufkommt. Der Steg oder Einstieg sollte rutschfest sein, und Du solltest das Wasser vorab auf spitze Gegenstände wie Äste oder Scherben überprüfen.


Achte außerdem darauf, dass Dein Hund jederzeit von alleine wieder an Land kommt, gerade wenn er einmal unbeaufsichtigt ins Wasser springen sollte.

Ausgewogene Ernährung für den sportlichen Hund

Eine ausgewogene und energiereiche Ernährung ist eine Grundvoraussetzung, wenn Du Deinen Hund an diese Sportart heranführen willst.


Durch die zusätzliche körperliche Belastung braucht Dein Hund unter Umständen mehr Energie als ein weniger aktiver Vierbeiner.


Mit unserem BARF-Rechner kannst Du ganz einfach ermitteln, wie viel Futter Dein sportlicher Hund tatsächlich braucht. Falls Dich BARF grundsätzlich interessiert, schau doch gerne mal bei unseren Rezepten vorbei.

Fazit

Dog Diving ist eine gelenkschonende und zugleich fordernde Sportart, die sich für alle wasseraffinen und apportierfreudigen Hunde eignet, egal ob als reines Freizeitvergnügen im Sommer oder als ambitionierter Turniersport.


Wichtig ist vor allem, dass Dein Hund von sich aus Freude am Sprung ins Wasser hat und die nötigen gesundheitlichen Voraussetzungen mitbringt.


Mit einem behutsamen Einstieg, den passenden Sicherheitsvorkehrungen und einer auf den erhöhten Energiebedarf abgestimmten Ernährung steht einem erfrischenden gemeinsamen Hobby nichts mehr im Weg.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.