Der Labrador Retriever ist nicht einfach nur freundlich und aktiv – er bringt auch eine Besonderheit mit, die bei der Fütterung entscheidend ist: einen ausgeprägten Appetit.


Viele Labradore wirken - übrigens genau wie Golden Retriever - „immer hungrig“. Das ist kein Zufall, sondern rassebedingt. Genau deshalb spielt die richtige Zusammensetzung der täglichen Mahlzeiten eine besonders große Rolle.

Warum die Fütterung beim Labrador so entscheidend ist

Labradore fressen schnell, haben oft wenig Sättigungsgefühl und neigen dadurch leichter zu Übergewicht. Gleichzeitig sind sie aktiv und bauen gut Muskulatur auf. Entscheidend ist deshalb nicht nur wie viel, sondern was im Napf landet:

  • hochwertige Proteine für den Muskelaufbau
  • natürliche Nährstoffe aus Innereien
  • Calcium und Phosphor aus fleischigen Knochen
  • gezielt eingesetzte pflanzliche Bestandteile
  • Öle zum Fettsäurenausgleich / Vitamin D-Versorgung
  • Mineralien für die Jodversorgung
  • keine unnötigen Füllstoffe

So wird Dein Labrador optimal versorgt, bleibt leistungsfähig und lässt sich deutlich besser im Gewicht halten.

Labrador liegt auf dem Küchenboden und schaut auf einen BARF-Napf mit rohem Fleisch, Fisch, Innereien und grüner Gemüsemischung auf einem Tisch im Vordergrund

So kann ein Labrador-Napf aufgebaut sein

Ein ausgewogener Napf für einen Labrador besteht nicht aus einer einzelnen Zutat, sondern aus einer durchdachten Kombination:

Genau diese Vielfalt sorgt dafür, dass Dein Labrador satt wird, ohne überversorgt zu sein. Gerade bei Labrador Retrievern ist diese Balance entscheidend: zu viel Energie führt schnell zu Gewichtszunahme – die richtige Kombination hält ihn dagegen fit, aktiv und in Form.


Wichtig ist die Mischung – nicht die einzelne Zutat. Aber achte auf die Fütterungsmenge, denn auch hochwertige Zutaten können in zu großen Mengen schnell zu Übergewicht führen.


Beim Fettgehalt des Muskelfleisches lohnt sich beim Labrador ein genauerer Blick, denn BARF liefert die Energie fürs Tier nicht über Kohlenhydrate, sondern über Fett.


Als Richtwert gilt eine Spanne von 15 bis 25 % Fettanteil im Muskelfleisch, die sich am Aktivitätslevel orientiert: Ein sportlicher, viel bewegter Labrador verträgt eher die obere Spanne, ein gemütlicherer Familienhund sollte näher an der unteren Grenze bleiben.

Was Du beim Barfen eines Labradors vermeiden solltest

Häufige Fehler sind zu große Portionen, zu viele Snacks nebenbei
und zu fettreiche Bestandteile. Auch Getreide wird oft eingesetzt, um „zu sättigen“ – bringt aber selten echten Mehrwert und kann bei sensiblen Hunden die Verdauung belasten.

Praxis: Fütterung an den Hund anpassen

Achte bei der Fütterung Deines Labradors immer auf Körpergewicht und Körperform, Alter und Entwicklungsphase sowie das Aktivitätslevel.


Ein junger, sportlicher Labrador braucht eine andere Zusammensetzung als ein gemütlicher Familienhund.

Fazit: Labrador barfen heißt bewusst füttern

Labradore sind unkompliziert im Umgang – aber nicht anspruchslos, wenn es um ihre Ernährung geht. Gerade weil sie so gerne fressen, kommt es auf Struktur, Qualität und Maß an.


Wenn Du Dir unsicher bist, wie Du die Mahlzeiten konkret zusammenstellst, kannst Du Dich an erprobten Rezepten orientieren oder auf fertig abgestimmte Menüs zurückgreifen.


Natürlich kannst Du bei uns auch eine BARF-Beratung für Deinen Labrador buchen! So stellst Du sicher, dass Dein Labrador nicht nur satt wird – sondern langfristig gesund, fit und in Form bleibt.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.