Beim herbstlichen Fellwechsel Deines Hundes wird das leichte Sommerfell durch dichteres Winterfell mit mehr Unterwolle ersetzt, ein Prozess, der je nach Rasse zwischen vier und acht Wochen dauert.


In dieser Zeit hilft tägliches bis alle zwei Tage stattfindendes Bürsten am meisten, und auch die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle:


Mit einer bedarfsgerechten BARF-Ration versorgst Du Deinen Hund gezielt mit den Nährstoffen, die der Körper für den Fellaufbau jetzt besonders braucht.

Warum der Fellwechsel von Hunden im Herbst so intensiv ausfällt

Ausgelöst wird der Fellwechsel hormonell, gesteuert über die kürzer werdenden Tage und die sinkenden Temperaturen.


Der Körper Deines Hundes registriert diese Veränderung und baut gezielt eine dichtere Unterwolle auf, die im Winter isoliert.


Anders als im Frühjahr, wenn vor allem die Unterwolle reduziert wird, kommt im Herbst zusätzliches Fell hinzu.


Das bedeutet für Deinen Hund echte körperliche Arbeit, und genau dieser Mehraufwand ist auch der Grund, warum eine bedarfsgerechte Fütterung in dieser Phase so wichtig ist.

Zwei Hunde liegen entspannt an der Leine vor herbstlich gefärbtem Laub

BARF im Herbst: Von innen heraus für gesundes Fell sorgen

Der Fellwechsel kostet Energie, und genau hier zeigt sich ein Vorteil von BARF-Futter besonders deutlich: Du bestimmst selbst, welche hochwertigen Zutaten in den Napf kommen, und kannst die Ration gezielt auf diese anspruchsvolle Phase ausrichten.

Wasseranteil im Muskelfleisch

Frisches Muskelfleisch besteht von Natur aus zu rund 75 Prozent aus Wasser, weshalb gebarfte Hunde über ihr Futter bereits gut mit Flüssigkeit versorgt sind, was sich ebenfalls auf die Haut- und Fellqualität auswirkt.

Tierisches Fett

Muskelfleisch mit einem Fettanteil von 15 bis 25 %, je nach Aktivitätslevel Deines Hundes, liefert die Energie, die der Körper für den Fellaufbau braucht.


Gebarfte Hunde ziehen ihre Energie in erster Linie aus tierischem Fett, nicht aus Kohlenhydraten, entsprechend hoch ist der Bedarf gerade jetzt.

Fischöl

Für ein glänzendes, widerstandsfähiges Fell sind vor allem die mehrfach ungesättigten Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA relevant, wie sie in hochwertigem Fischöl enthalten sind.


Diese Fettsäuren unterstützen die Hautbarriere und wirken sich sichtbar auf Fellstruktur und Glanz aus.


Ein regelmäßiger Schuss Basis-Öl 3-6-9 oder Fischöl im Napf ist deshalb gerade während des Fellwechsels eine sinnvolle Ergänzung zur selbst zusammengestellten BARF-Ration (in unseren Komplett-Mixen ist das Öl bereits enthalten).

Zink und Biotin für den Haarwuchs

Auch Zink und Biotin spielen für den Haarwuchs eine Rolle, beide stecken unter anderem in Innereien wie Leber, die als fester Bestandteil einer ausgewogenen BARF-Ration ohnehin dazugehören.

Knochen und pflanzlicher Anteil

Eine ausgewogene BARF-Ration besteht nicht nur aus Muskelfleisch, Innereien und Ölen.


Auch rohe fleischige Knochen liefern wichtige Mineralstoffe wie Kalzium und Phosphor und gehören fest in den Napf.


Der pflanzliche Anteil macht rund 20 Prozent der Gesamtration aus, davon etwa 70 Prozent Gemüse und 30 Prozent Obst.


Im Herbst bietet sich dafür saisonales Herbstgemüse wie Kürbis sowie unterschiedliche Salatsorten und Möhren an, das zusätzlich Ballaststoffe und Feuchtigkeit liefert.

Fertige BARF-Komplett-Mixe

Wenn Du Deinem Hund lieber keine einzelnen BARF-Rationsbestandteile selbst zusammenstellen möchtest: Muskelfleisch, Fett, Innereien, Knochen, pflanzliche Bestandteile, Fischöl sowie Zink und Biotin sind bereits fester Bestandteil unserer BARF-Komplett-Mixe für Hunde.


Als DLG-zertifizierte Alleinfuttermittel decken sie den Nährstoffbedarf Deines Hundes vollständig ab, eine zusätzliche Ergänzungsfütterung ist nicht nötig.

Rasseunterschiede: Nicht jeder Hund haart gleich

Wie stark und wie lange der Fellwechsel ausfällt, hängt stark von der Fellstruktur ab.


Der Schäferhund zum Beispiel zählt mit seinem dichten Stockhaar und ausgeprägter Unterwolle zu den Rassen mit dem intensivsten Fellwechsel im Herbst.


Hier lohnt sich eine Entfilzungsbürste oder ein Furminator, um die lose Unterwolle wirklich aus dem Fell zu bekommen, sonst staut sich Feuchtigkeit darunter und die Haut kann sich entzünden.


Der Golden Retriever haart mit seinem dichten, doppelten Fell aus Deckhaar und Unterwolle ähnlich stark, besonders während der Fellwechsel im Frühjahr und Herbst. Auch hier hilft eine Unterwollbürste, um lose Haare aktiv aus dem Fell zu entfernen, statt sie nur an der Oberfläche zu verteilen.


Der Boxer hat als kurzhaarige Rasse zwar keinen dramatischen Fellwechsel, haart aber ganzjährig leicht nach. Im Herbst reicht meist ein Gummistriegel ein- bis zweimal wöchentlich, dafür verdient die Haut selbst mehr Aufmerksamkeit, da Boxer öfter zu Hautempfindlichkeiten neigen.


Der Zwergdackel hat je nach Fellvariante (Kurzhaar, Langhaar, Rauhaar) einen sehr unterschiedlichen Pflegebedarf. Kurzhaardackel kommen mit gelegentlichem Abstreifen aus, Langhaar- und Rauhaarvarianten profitieren dagegen von regelmäßigem Bürsten, damit sich an Ohren und Beinen keine Verfilzungen bilden.

Pflege-Tipps für den Hunde-Alltag im Herbst

  • Regelmäßig bürsten: Löst abgestorbene Haare, regt die Durchblutung an und verhindert, dass sich Feuchtigkeit unter dichter Unterwolle staut.
  • Nach jedem Spaziergang gründlich abtrocknen: Besonders Brust, Bauch und Pfoten, damit die Körpertemperatur nicht absinkt und die Haut nicht gereizt wird.
  • Pfoten kontrollieren: Herbstgrasmilben erkennst Du an ihrer orangeroten Färbung, sie lösen starken Juckreiz aus. Zusätzlich können sich Kastanienstachel oder kleine Äste in den Ballen festsetzen.
  • Beim Spazieren aufpassen: Unreife Kastanien, Eicheln und viele Wildpilze sind für Hunde gesundheitsschädlich. Führt euer Weg an Kastanien- oder Eichenbäumen vorbei, ist Anleinen die sicherste Option.
  • Für Sichtbarkeit sorgen: Reflektierende Elemente an Leine, Geschirr oder Halsband sind in der dunkleren Jahreszeit ein Muss.
  • Nicht überpflegen: Zu häufiges Baden entzieht der Haut ihren natürlichen Fettschutz, das gilt auch bei starkem Fellwechsel.

Wann stumpfes Fell mehr als nur Fellwechsel ist

Ein vorübergehend stumpferes Fell während der Übergangsphase im Fellwechsel ist normal und kein Grund zur Sorge, das legt sich von selbst wieder.


Anders sieht es aus, wenn das Fell Deines Hundes dauerhaft glanzlos bleibt oder weitere Symptome hinzukommen: anhaltender Juckreiz, ungewöhnlich starker Haarausfall über mehrere Wochen, Schuppenbildung oder eine insgesamt struppige, fettige Fellstruktur.


Das kann auf Nährstoffmängel, einen Parasitenbefall oder gesundheitliche Themen hindeuten, die tierärztlich abgeklärt werden sollten.


Auch bei kastrierten und älteren Hunden verändert sich die Fellstruktur häufig hormonell bedingt, das Fell wirkt dann oft weicher und flauschiger, ähnlich wie Welpenfell. Das ist in der Regel unbedenklich, verdient aber etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Pflege.


Ergänzend zu einer bedarfsgerechten BARF-Ration kann Bierhefe Haut, Fell und Krallen zusätzlich unterstützen: Ihr natürlicher Biotingehalt wirkt sich positiv auf das Fellbild aus und kann gezielt bei stumpfem Fell, erhöhtem Haarverlust oder Hautproblemen wie Juckreiz eingesetzt werden.

Fazit

Der Fellwechsel im Herbst ist für jeden Hund ein kleiner Kraftakt, unabhängig davon, ob er kurz- oder langhaarig ist.


Der Körper baut in wenigen Wochen eine komplett neue, dichtere Unterwolle auf, das kostet Energie und braucht entsprechend Unterstützung von außen wie von innen.


Mit regelmäßigem Bürsten, angepasst an Fellstruktur und Rasse, hilfst Du Deinem Hund, lose Haare loszuwerden, bevor sie sich verfilzen oder Feuchtigkeit unter dem Fell stauen lassen.


Genauso wichtig ist die aufmerksame Pfotenpflege nach jedem Spaziergang, gerade jetzt im Herbst, wenn Herbstgrasmilben, Kastanien und nasses Laub für zusätzliche Reizungen sorgen können.


Von innen unterstützt Du den Fellwechsel am wirksamsten über die Ernährung. Eine bedarfsgerechte BARF-Ration mit ausreichend hochwertigem Fett, ergänzt um Fischöl für die fellrelevanten Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA, liefert genau die Bausteine, die der Körper für dichtes, glänzendes Winterfell braucht.


Die gute Nachricht dabei: Du musst diese Komponenten nicht einzeln zusammenstellen, denn Fett, Fischöl sowie fellrelevante Nährstoffe wie Zink und Biotin sind bereits fester Bestandteil unserer ausgewogenen BARF-Komplett-Mixe für Hunde.


Als DLG-zertifizierte Alleinfuttermittel decken sie den Bedarf Deines Hundes bereits ab, eine zusätzliche Ergänzungsfütterung ist nicht nötig.


So kommt Dein Vierbeiner nicht nur äußerlich gut durch die Übergangszeit, sondern auch mit einem stabilen, widerstandsfähigen Fell in die kalte Jahreszeit.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (nach Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.

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