Rasseunterschiede: Nicht jeder Hund haart gleich
Wie stark und wie lange der Fellwechsel ausfällt, hängt stark von der Fellstruktur ab.
Der Schäferhund zum Beispiel zählt mit seinem dichten Stockhaar und ausgeprägter Unterwolle zu den Rassen mit dem intensivsten Fellwechsel im Herbst.
Hier lohnt sich eine Entfilzungsbürste oder ein Furminator, um die lose Unterwolle wirklich aus dem Fell zu bekommen, sonst staut sich Feuchtigkeit darunter und die Haut kann sich entzünden.
Der Golden Retriever haart mit seinem dichten, doppelten Fell aus Deckhaar und Unterwolle ähnlich stark, besonders während der Fellwechsel im Frühjahr und Herbst. Auch hier hilft eine Unterwollbürste, um lose Haare aktiv aus dem Fell zu entfernen, statt sie nur an der Oberfläche zu verteilen.
Der Boxer hat als kurzhaarige Rasse zwar keinen dramatischen Fellwechsel, haart aber ganzjährig leicht nach. Im Herbst reicht meist ein Gummistriegel ein- bis zweimal wöchentlich, dafür verdient die Haut selbst mehr Aufmerksamkeit, da Boxer öfter zu Hautempfindlichkeiten neigen.
Der Zwergdackel hat je nach Fellvariante (Kurzhaar, Langhaar, Rauhaar) einen sehr unterschiedlichen Pflegebedarf. Kurzhaardackel kommen mit gelegentlichem Abstreifen aus, Langhaar- und Rauhaarvarianten profitieren dagegen von regelmäßigem Bürsten, damit sich an Ohren und Beinen keine Verfilzungen bilden.
Pflege-Tipps für den Hunde-Alltag im Herbst
- Regelmäßig bürsten: Löst abgestorbene Haare, regt die Durchblutung an und verhindert, dass sich Feuchtigkeit unter dichter Unterwolle staut.
- Nach jedem Spaziergang gründlich abtrocknen: Besonders Brust, Bauch und Pfoten, damit die Körpertemperatur nicht absinkt und die Haut nicht gereizt wird.
- Pfoten kontrollieren: Herbstgrasmilben erkennst Du an ihrer orangeroten Färbung, sie lösen starken Juckreiz aus. Zusätzlich können sich Kastanienstachel oder kleine Äste in den Ballen festsetzen.
- Beim Spazieren aufpassen: Unreife Kastanien, Eicheln und viele Wildpilze sind für Hunde gesundheitsschädlich. Führt euer Weg an Kastanien- oder Eichenbäumen vorbei, ist Anleinen die sicherste Option.
- Für Sichtbarkeit sorgen: Reflektierende Elemente an Leine, Geschirr oder Halsband sind in der dunkleren Jahreszeit ein Muss.
- Nicht überpflegen: Zu häufiges Baden entzieht der Haut ihren natürlichen Fettschutz, das gilt auch bei starkem Fellwechsel.
Wann stumpfes Fell mehr als nur Fellwechsel ist
Ein vorübergehend stumpferes Fell während der Übergangsphase im Fellwechsel ist normal und kein Grund zur Sorge, das legt sich von selbst wieder.
Anders sieht es aus, wenn das Fell Deines Hundes dauerhaft glanzlos bleibt oder weitere Symptome hinzukommen: anhaltender Juckreiz, ungewöhnlich starker Haarausfall über mehrere Wochen, Schuppenbildung oder eine insgesamt struppige, fettige Fellstruktur.
Das kann auf Nährstoffmängel, einen Parasitenbefall oder gesundheitliche Themen hindeuten, die tierärztlich abgeklärt werden sollten.
Auch bei kastrierten und älteren Hunden verändert sich die Fellstruktur häufig hormonell bedingt, das Fell wirkt dann oft weicher und flauschiger, ähnlich wie Welpenfell. Das ist in der Regel unbedenklich, verdient aber etwas mehr Aufmerksamkeit bei der Pflege.
Ergänzend zu einer bedarfsgerechten BARF-Ration kann Bierhefe Haut, Fell und Krallen zusätzlich unterstützen: Ihr natürlicher Biotingehalt wirkt sich positiv auf das Fellbild aus und kann gezielt bei stumpfem Fell, erhöhtem Haarverlust oder Hautproblemen wie Juckreiz eingesetzt werden.
Fazit
Der Fellwechsel im Herbst ist für jeden Hund ein kleiner Kraftakt, unabhängig davon, ob er kurz- oder langhaarig ist.
Der Körper baut in wenigen Wochen eine komplett neue, dichtere Unterwolle auf, das kostet Energie und braucht entsprechend Unterstützung von außen wie von innen.
Mit regelmäßigem Bürsten, angepasst an Fellstruktur und Rasse, hilfst Du Deinem Hund, lose Haare loszuwerden, bevor sie sich verfilzen oder Feuchtigkeit unter dem Fell stauen lassen.
Genauso wichtig ist die aufmerksame Pfotenpflege nach jedem Spaziergang, gerade jetzt im Herbst, wenn Herbstgrasmilben, Kastanien und nasses Laub für zusätzliche Reizungen sorgen können.
Von innen unterstützt Du den Fellwechsel am wirksamsten über die Ernährung. Eine bedarfsgerechte BARF-Ration mit ausreichend hochwertigem Fett, ergänzt um Fischöl für die fellrelevanten Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA, liefert genau die Bausteine, die der Körper für dichtes, glänzendes Winterfell braucht.
Die gute Nachricht dabei: Du musst diese Komponenten nicht einzeln zusammenstellen, denn Fett, Fischöl sowie fellrelevante Nährstoffe wie Zink und Biotin sind bereits fester Bestandteil unserer ausgewogenen BARF-Komplett-Mixe für Hunde.
Als DLG-zertifizierte Alleinfuttermittel decken sie den Bedarf Deines Hundes bereits ab, eine zusätzliche Ergänzungsfütterung ist nicht nötig.
So kommt Dein Vierbeiner nicht nur äußerlich gut durch die Übergangszeit, sondern auch mit einem stabilen, widerstandsfähigen Fell in die kalte Jahreszeit.