Wenn in England früher die Jagdreiter losgaloppierten, lief oft ein kleiner weißer Terrier mit.


Er musste stundenlang mit Pferden und anderen Hunden Schritt halten und am Ende noch genug Kraft haben, um den Fuchs aus seinem Bau zu treiben.


Diese Mischung aus Ausdauer und Mut steckt bis heute im Parson Russell Terrier, und dafür braucht er die passende Energie im Napf.


Ein erwachsener, normal aktiver Parson Russell Terrier mit einem Idealgewicht von 7 kg braucht beim Barfen rund 210 g Futter pro Tag, also etwa 3 % seines Körpergewichts.


Wählerisch ist er dabei selten. Viele Parsons fressen so ziemlich alles, was ihnen vor die Nase kommt, und genau das kann draußen gefährlich werden.


In diesem Porträt erfährst Du, warum Du ihm schon als Welpe beibringen solltest, nichts ungefragt vom Boden zu nehmen, und wie Du seinen Napf an Euren Alltag anpasst, ob mit Hundesport, langen Touren oder ruhigeren Tagen zu Hause.

Parson Russell Terrier: Herkunft, Größe und Wesen

Schon der Name „Terrier“ verrät, wofür diese Hunde gedacht waren: Er leitet sich vom lateinischen „terra“ ab, der Erde.


Der Parson Russell Terrier sollte Füchse aus ihren Erdbauen vertreiben, und dafür brauchte er Mut, Selbstständigkeit und einen Körper, der unter die Erde passt.


Der Standard verlangt deshalb bis heute, dass sich sein Brustkorb mit zwei durchschnittlich großen Händen umfassen lässt.


Seinen Namen verdankt er dem englischen Pfarrer John Russell, von seinen Freunden Jack genannt, der diesen Terriertyp im 19. Jahrhundert prägte.


Lange liefen hochbeinige und kurzbeinige Hunde dieses Typs unter demselben Namen.


Heute trennt die FCI sie in zwei Rassen: den hochläufigen Parson Russell und den niederläufigen Jack Russell Terrier der etwas kleiner und länger gebaut ist.

  • Schulterhöhe: laut FCI-Standard (PDF) ideal 36 cm bei Rüden und 33 cm bei Hündinnen
  • Gewicht: meist 6 bis 8 kg
  • Lebenserwartung: 12 bis 14 Jahre
  • Fell: harsch, dicht und anliegend, als Rauhaar, Stockhaar oder Glatthaar, immer mit guter Unterwolle
  • Farben: weiß oder überwiegend weiß mit lohfarbenen, gelben oder schwarzen Abzeichen

Gerade die rauhaarigen Parsons werden übrigens oft für „Langhaar-Russells“ gehalten. Was es damit auf sich hat, erklären wir im Beitrag zum Jack Russell Terrier.


Wer einen Parson im Haus hat, erlebt einen fröhlichen, selbstbewussten Hund, der kaum etwas verpasst und bei jedem Abenteuer dabei sein will.


Seine Nähe zu Pferden hat er sich vielerorts bewahrt: Ausritte, lange Radtouren oder Wanderungen sind für ihn genau das Richtige.


Mit klaren Regeln und genug Beschäftigung wird er zu einem freundlichen, belastbaren Familienhund, ohne Aufgabe sucht er sich dagegen schnell selbst eine.


Wie viel Energie er dabei verbraucht, hängt stark davon ab, wie Euer gemeinsamer Alltag aussieht.


Ein Parson, der regelmäßig neben dem Pferd oder dem Fahrrad läuft, braucht einen anders gefüllten Napf als einer, der vor allem im Garten tobt.

So kann der BARF-Napf eines Parson Russell Terriers aussehen

Am einfachsten planst Du den Napf wie einen Wocheneinkauf.


Für einen 7 kg schweren Parson Russell mit normaler Aktivität kannst Du grob mit dieser Einkaufsliste für sieben Tage rechnen:

Stellst Du den Napf selbst zusammen, ergänzt Du Seealgenmehl für die Jodversorgung, Dorschlebertran für Vitamin D und ein hochwertiges Öl wie Lachsöl für den Fettsäurenausgleich, jeweils nach der Dosierung auf der Verpackung.


Wenn Du Dir das Zusammenstellen sparen möchtest, bekommt Dein Parson mit unseren DLG-zertifizierten Komplett-Mixen alles in einem, ohne zusätzliche Ergänzungen.

BARF-Napf von oben mit rohem Fleisch, rohen fleischigen Knochen, Innereien und püriertem Obst und Gemüse, daneben frische pflanzliche BARF-Zutaten wie Möhren, Kürbis, Äpfel und Walnüsse

Laut Standard hat der Parson kräftige, muskulöse Kiefer, und die meisten Parsons sind Hunde, die gerne kauen.


Fleischige Knochen in einer Größe, die zu seinem Kopf passt, sind deshalb mehr als nur Calcium- und Phosphorlieferant: Sie beschäftigen ihn auch eine Weile.


Die Energie für seine Touren bezieht er vor allem aus dem Fett im Muskelfleisch, das je nach Aktivität zwischen 15 und 25 % liegen sollte.


Ein Parson, der mehrmals pro Woche beim Ausritt oder beim Radfahren mitläuft, darf etwas fetteres Fleisch bekommen als ein Familienhund mit gemütlicheren Runden.

Wie viel BARF braucht ein Parson Russell Terrier?

Für erwachsene Parsons mit normaler Aktivität und Idealgewicht gelten diese Richtwerte bei etwa 3 % des Körpergewichts:

  • 6 kg Körpergewicht: rund 180 g BARF pro Tag
  • 7 kg Körpergewicht: rund 210 g BARF pro Tag
  • 8 kg Körpergewicht: rund 240 g BARF pro Tag

Natürlich ist jeder Hund anders gebaut und verbrennt unterschiedlich viel Energie, daher sind diese Werte lediglich eine Orientierungshilfe.


Die genaue Menge für Deinen gesunden Parson ermitteln wir Dir gerne in unserer BARF-Beratung, passend zu Gewicht, Aktivität, Alter und Körperbau.


Ob die Futtermenge stimmt, betrachtest Du am besten aus zwei Blickwinkeln. Von oben sollte hinter den Rippen eine Taille zu erkennen sein, an den Seiten solltest Du die Rippen fühlen, jedoch nicht sehen, können.


An Tagen mit einem langen Ausritt, einer Radtour oder intensivem Hundesport verbraucht Dein Parson deutlich mehr als an einem gemütlichen Sonntag zu Hause.


Ist das regelmäßig der Fall, gleichst Du den Mehrbedarf mit etwas fetterem Fleisch oder einer etwas größeren Portion aus.


Für unterwegs passt unser TrockenBARF gut in Satteltasche oder Rucksack: Als Alleinfuttermittel braucht es weder Kühlung noch Ergänzungen.


Teile die Tagesmenge auf zwei Mahlzeiten auf und lege die größere davon am besten auf die Zeit nach der Tour, wenn Dein Hund wieder zur Ruhe gekommen ist.

Alles, was unter die Schnauze kommt

Ein Parson Russell ist ganz ähnlich wie ein Labrador Retriever am Napf selten anspruchsvoll. Was gut riecht, wird gefressen, und das gilt leider nicht nur für sein Futter.


Auf dem Spaziergang wird so ein weggeworfenes Brötchen, ein Knochen im Gebüsch oder im schlimmsten Fall ein Giftköder blitzschnell zur Beute.

Freigabe statt Selbstbedienung

Die beste Vorsorge beginnt schon im Welpenalter.


Bring Deinem Parson bei, dass er Futter nur nimmt, wenn Du es freigibst, zum Beispiel mit einem festen Wort wie „Nimm“.


Am leichtesten übst Du das zu Hause: Leg eine Leckerei vor ihn, warte einen Moment und gib sie erst dann frei. Klappt das sicher, steigerst Du die Ablenkung Schritt für Schritt bis auf den Spaziergang.


Gleichzeitig lohnt es sich, ihm draußen eine erlaubte Beschäftigung anzubieten.


Ein Futterbeutel, den er suchen und zu Dir bringen darf, spricht seinen Jagdtrieb an und lenkt seine Nase in die richtige Richtung.


Als Füllung eignen sich getrocknete Snacks oder Stücke unseres TrockenBARF, die Du von der Tages-Futtermenge abziehst.


In Gegenden, in denen vor Giftködern gewarnt wird, ist eine Schleppleine eine sinnvolle Absicherung.


Manche Halter gewöhnen ihren Hund außerdem behutsam an einen gut sitzenden Maulkorb, damit sie in solchen Phasen gelassener unterwegs sein können.

Wenn er doch etwas erwischt hat

Hat Dein Hund etwas Unbekanntes gefressen und zeigt danach Auffälligkeiten wie starkes Speicheln, Erbrechen, Zittern, Taumeln oder ungewöhnliche Unruhe, fahr sofort zum Tierarzt oder in die nächste Tierklinik.


Manche Gifte, etwa in Rattenködern, wirken erst nach Tagen. Deshalb gehört auch ein scheinbar fitter Hund nach einem verdächtigen Fund in tierärztliche Hände.


Nimm, wenn möglich, Reste des Köders oder der Verpackung mit.

Welpen und Senioren

Als Welpe lernt Dein Parson nicht nur das Freigabe-Wort, sondern wächst auch kräftig. Damit er dabei gleichmäßig zulegt, sollte sein Muskelfleisch höchstens 15 % Fett enthalten, und die Menge richtest Du regelmäßig nach seinem aktuellen Gewicht aus.


Anfangs bekommt er vier kleine Mahlzeiten am Tag, bis zum sechsten Monat reduzierst Du schrittweise auf zwei. Unser Komplett-Mix Junior nimmt Dir das Abstimmen in dieser Zeit ab.


Im Alter bleiben viele Parsons erstaunlich unternehmungslustig. Erst wenn Deiner merklich ruhiger wird und leichter ansetzt, was bei kleinen Rassen eher ab etwa neun -zehn Jahren vorkommt, verringerst Du die Gesamtmenge um rund 10 bis 20 %.


Am Fettanteil sparst Du dabei nicht. Einen fertig abgestimmten Napf für ältere Hunde bietet unser Komplett-Mix Senior.

Gesundheit

Der Parson Russell gilt als widerstandsfähiger Arbeitsterrier mit vergleichsweise wenigen rassetypischen Erkrankungen.


Zu den bekannten Themen zählen erbliche Augenerkrankungen wie Linsenluxation, Katarakt und PRA sowie bei weißen Hunden eine angeborene Taubheit.


Mit der Fütterung lassen sie sich nicht beeinflussen, umso wichtiger sind Gesundheitstests der Elterntiere. Ein seriöser Züchter zeigt Dir die Ergebnisse gerne.


Anders ist es bei der Patellaluxation, bei der die Kniescheibe aus ihrer Führung springt. Typisch ist, dass der Hund plötzlich ein paar Schritte auf drei Beinen hüpft und dann normal weiterläuft.


Hier kannst Du selbst etwas beitragen, denn ein schlanker Hund belastet seine Kniegelenke deutlich weniger.

Fazit

Der Parson Russell Terrier ist ein Hund für Menschen, die gerne draußen unterwegs sind, ob auf dem Pferderücken, dem Fahrrad oder zu Fuß.


Seine Ausdauer braucht eine solide Grundlage im Napf, und mit etwa 3 % seines Körpergewichts an BARF pro Tag hast Du einen guten Startpunkt.


Als Wocheneinkauf geplant, bleibt das Barfen auch im Alltag überschaubar.


Wie viel Energie er wirklich braucht, zeigt sich an Eurem Rhythmus:


An aktiven Tagen darf es etwas mehr oder etwas fetteres Fleisch sein, an ruhigen Tagen reicht die Grundmenge.


Ein Blick auf die Taille und das Ertasten der Rippen verrät Dir, ob Ihr richtig liegt, und ein schlanker Körper kommt auch seinen Knien zugute.


Weil er draußen kaum etwas liegen lässt, lohnt sich das Freigabe-Training von Anfang an. Es schützt ihn vor Giftködern und Essensresten und gibt Dir unterwegs ein gutes Gefühl.


Möchtest Du den Napf nicht selbst zusammenstellen, versorgen ihn unsere DLG-zertifizierten Komplett-Mixe mit allem, was er braucht.


Einen individuellen Plan für Deinen gesunden Parson erstellen wir Dir gerne in unserer BARF-Beratung.

Autor

Barbara Rivers
Barbara RiversBARF-Autorin & angehende BARF-Ernährungsberaterin


Barbara ist seit 2015 begeisterte BARFerin und befindet sich 2026 in der Ausbildung zur zertifizierten BARF-Ernährungsberaterin an der THP-Schule (nach Swanie Simon). Den Anstoß zum Barfen gab damals eine gesundheitliche Herausforderung ihrer Boxer-Mischlingshündin Missy.


Seitdem befasst sich Barbara mit BARF nicht nur als Autorin bei BARFER'S, sondern auch täglich zu Hause – heute mit Jagdhund Wally und Labrador-Hündin Pepper.


Vor ihrer Zeit bei BARFER'S arbeitete Barbara neun Jahre lang als professionelle Dog-Walkerin und Hundesitterin – mit täglich wechselnden Hunden unterschiedlichster Rassen, Altersgruppen und Gesundheitszustände. Diese Praxiserfahrung schärfte ihren Blick für die Bedürfnisse und das Wohlbefinden von Hunden im Alltag.

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